| Bei der Aufzucht müssen Sie darauf achten, dass die Futtermenge
von 10 bis maximal 15% des Körpergewichts pro Fütterung nicht
überschritten wird. Durch eine größere Futtermenge wird
der Kropf überdehnt, so dass die sogenannte Peristaltik (also das
Zusammenziehen) des Kropfes aussetzt und der Kropf erschlafft. Dadurch
kann er sich nicht mehr leeren.
Sollten Sie beobachten, dass der Kropf überfüllt ist, sollten
sie ihn sehr vorsichtig mit zwei Fingern massieren, bis er wieder leerer
ist. Sie brauchen für eine Kropfmassage keinen großen Druck,
weniger ist hier mehr! Bei Naturbruten müssen Sie darauf achten, dass
die Altvögel die Jungen nicht ständig überfüttern.
Dadurch kann der Kropf dauerhaft erschlaffen und nicht mehr richtig
arbeiten. Das hat ernsthafte gesundheitliche Folgen und kann auch nur von
Vogelspezialisten behandelt werden - wenn überhaupt noch.
Bei der notwendigen Handaufzucht müssen Sie darauf achten sich
an die erforderliche Futtermenge zu halten und keine größere
Menge zu füttern, auch wenn der Nestling danach weiter um Futter betteln
sollte.
Ich hatte dieses Problem selbst, da die Altvögel die Küken
ständig überfüttert haben. Dies und andere Futterprobleme
zwangen mich leider zur Handaufzucht des überlebenden Kükens.
Ich habe 10-12% des Körpergewichts pro Fütterung gegeben und
es gab keine Probleme mehr, der Kropf arbeitete normal. |