Vergesellschaftung von zwei Rosellasittichweibchen in einer Gemeinschaftsvoliere

Erfahrungen von Sybille Schulz


Meine Voliere bestand aus 16 Wellensittichen, zwei Ziegensittichen, zwei Rosellas und vier Nymphensittichen. Meine Voliere war absolut nicht geplant, das hat sich entwickelt, erst ein Welli, dann zwei, dann ein Fundvogel dazu, Allergie meines Sohnes, die erste kleine Voliere für draußen über den Sperrmüll gefunden, für umme bekommen, aber dafür mussten zwei Nymphen adoptiert werden, na ja so kam eins zum anderen.

Auf einer Vogelschau habe ich dann die Rosellas entdeckt und mich sofort in diese Schönheiten verliebt. Der Züchter versicherte mir glaubhaft, dass es bei der Vergesellschaftung mit den anderen Piepmätzen kein Problem gäbe.

Meine Voliere ist jetzt fast sieben Meter lang und drei Meter breit, hat eine Schutzraum und Platz für alle, also hab ich die beiden Jungvögel gekauft, sollten Henne und Hahn sein.

Rosellasittiche, Rosellas, Prachtrosellas, Vergesellschaftung

 
Jahrelang ging alles gut, bis zum Oktober 2008, da hatte ich den ersten toten Wellensittich in der Voliere, Schnabel rausgerissen, Beine abgebissen, ich war total geschockt und wir dachten sofort an einen Mauswiesel oder Marder.

Nachdem ein paar Tage später wieder ein toter Vogel drinlag, haben wir den kompletten Boden aufgegraben, um das Drahtnetz zu überprüfen, wir haben dann alles noch doppelt und dreifach gesichert, ja und dann war Ruhe in der Voliere.

Anfang 2009 fand ich wieder einen Welli mit den gleichen Verletzungen und dann ging es Schlag auf Schlag, meine Altvögel, fünf an der Zahl, haben überlebt, dank ihrer Cleverness, alle anderen kamen zu Tode auf die gleiche Art und Weise.

Sittichvoliere, Außenvoliere mit Wellensittichen, Nymphensittichen und Rosellas

 
Immer wieder habe ich Züchter und Hobbyvogelhalter gefragt, überall das gleiche, keiner konnte sich das erklären, ich sagte immer dazu, was ich in der Voliere hatte.

Ja und dann habe ich eine Attacke erlebt, das war der reine Zufall, ich traute meinen Augen nicht,die beiden Rosellas im Sturzflug von oben und sofort auf den Schnabel, nichtmal durch mein Schreien ließen sie sich stören. Der schwerverletzte Vogel war das letzt Opfer, ich habe die Rosellas mit Hilfe meiner Nachbarin rausgefangen und separiert und es war unglaublich, wie schnell es total ruhig in der Voliere wurde.

Ich kann es jetzt noch nicht begreifen, dass ich das nicht früher gemerkt habe. Die Rosellas konnte ich gut unterbringen bei einem Vogelliebhaber, er war der erste der mir sagte, dass diese Verletzungen an Beinen und Schnabel ganz typisch wären und das die Vergesellschaftung mit anderen Vögeln gut gehen kann, aber das die Variante, die ich hatte, die wahrscheinlichere wäre.

Ziegensittich

 
Es waren übrigens zwei Hennen, jede hat jetzt einen Partner und sie haben eine grosse Voliere für sich. Die Vögel konnten am wenigsten dazu, dann noch meine Unwissenheit, ich habe auch in Büchern nichts drüber gefunden, ein trauriges Kapitel, das fast mit der Auflösung meiner Voliere geendet hat.
 
 
Hinweis von Sittich-Info.de: Es gibt immer wieder auch positive Beispiele einer Vergesellschaftung mit Sitticharten, die allgemein oder während der Brutzeit als aggressiver gelten, aber trotzdem besteht immer ein Restrisiko. Bei Sybille Schulz ging ebenfalls jahrelang (!) alles gut, bevor sich plötzlich alles änderte.
 
 

Weiterführende Links:
zum Lexikoneintrag: Rosellasittiche

Rosellasittiche, Rosellas, Prachtrosellas, Vergesellschaftung

 
Seiten-Adresse: http://www.sittich-info.de/sittichlexikon/berichte/vergesellschaftung-rosellasittiche.html


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