|
Durch Skripte generierte Adressen mit "/?" werden beim geplanten neuen Layout leider ungültig. |
Zitronensittich, links Männchen, rechts Weibchen |
Wiss.: Bolborhynchus
aurifrons (Lesson, 1830)
Engl.: Mountain Parakeet, Golden-fronted Parakeet NL: Citroenparkiet, Geelvoorhoofdparkiet, Bergparkiet Unterarten:
Beschreibung:
Männchen: Der Zitronensittich ist allgemein grün gefärbt. Brust, Bauch, Schenkel und Unterschwanzdecken sind gelbgrün, die Stirn und Zügel sowie der vordere Wangenteil und die Kehle sind gelb. Die Unterflügeldecken sind bläulichgrün, die Handdecken grünblau, die Außenfahnen der Handschwingen violettblau und die Armschwingen blaugrün gefärbt. Die Schwanzfedern sind auf der Oberseite grün und auf der Unterseite graubläulich. Der Schnabel ist hornfarben, die Iris braun, der schmale unbefiederte Augenring hellgrau und die Beine bräunlich. Weibchen: Das Gefieder ist grün gefärbt, das Kinn gelb, die Unterseite ist grün mit gelb vermischt. Jungvögel: Die Jungvögel ähneln
den Weibchen. Die Männchen sind stärker gelb gefärbt als
die weibliche Jungvögel, die Schwanzfedern sind noch kürzer als
bei den erwachsenen Zitronensittichen.
|
| Gattung: | Dickschnabelsittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Bolborhynchus aurifrons aurifrons,
Zitronensittich
(Nominatform)
Bolborhynchus aurifrons robertsi, Roberts-Zitronensittich. Er ähnelt der Nominatform. Das Gefieder auf der Unterseite ist dunkler grün und ohne Gelb. Er besitzt einen schmalen Stirnstreifen, Kinn und Kehle sind markant gelb. Bolborhynchus aurifrons margaritae, Margarit-Sittich (oder Marguerite-Sittich). Er ähnelt der Nominatform, ist mit 20 cm aber etwas größer. Das Gefieder ist dunkler grün gefärbt, ihm fehlt die gelbliche Färbung auf den Federn. Bolborhynchus aurifrons rubrirostris, Rotschnabelsittich. Er ähnelt der Nominatform, ist mit 20 cm aber wie der Margarit-Sittich oder Marguerite-Sittich etwas größer. blaugrün. Dem Gefieder fehlt ebenalls die Gelbfärbung, der Schnabel ist rosafarben. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Heimat: | Zitronensittich: Küstengebiet und Westhänge der Anden in
Mittel-Peru
Roberts-Zitronensittich: Marañon-Tal in Nordwest-Peru Margarit-Sittich: Südwest-Peru, Nord-Chiele bis Nordwest-Argentinien Rotschnabelsittich: Osthänge der Anden in Nordwest-Argentinien bis Zentral-Chile |
||||||||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Zitronensittich und seine Unterarten leben in der Regel in der trockenen offenen Hochebene. Die Nominatform Zitronensittich lebt auch im trockenen Buschland, in der Küstenregion am Pazifik sowie in Parks und Gärten. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Zitronensittich und seine Unterarten leben in Gruppen von 10-30
Vögeln, gelegentlich auch in größeren Schwärmen. Die
Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Früchten, Beeren und
Knospen. Auf Feldern (Maisfeldern) können die Sittiche Schäden
anrichten.
Die Brutzeit liegt in den Monaten Oktober bis Dezember. Gebrütet wird teilweise in großen Kolonien in Bruthöhlen in Böschungen oder Felsspalten. Ca. 2 m lange Gänge führen zu den Bruthöhlen. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Status: | Der Zitronensittich kommt in seiner Heimat häufig vor und ist nicht gefährdet. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Großsittichfutter, ohne oder mit nur wenigen Sonnenblumenkernen
oder Großsittichfutter und Wellensittichfutter oder Exotenfutter
gemischt oder Agapornidenfutter, auch mit Wildsamen oder Grassamen angereichert,
gelegentlich
Quellfutter oder Keimfutter,
süßes
Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Eifutter
oder alternatives tierisches Ersatzfutter wie z.B. Garnelen oder Ameiseneier,
gelegentlich Kolbenhirse, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Haltung: |
Aufgrund ihrer Stressanfälligkeit wird häufig empfohlen möglichst große Volieren auch für diese kleine Sittichart anzubieten, besonders bei der Gemeinschaftshaltung mit Artgenossen. Es sollten ganzjährig Schlafkästen angeboten werden, in denen der Zitronensittich sich zurückziehen und auch übernachten kann. Die Voliere sollte mit Büschen bepflanzt sein, um den Sittichen Rückzugsmöglichkeiten geben zu können. Sie bevorzugen den Aufenthalt in den Büschen dem freien Sitzen auf Sitzästen oder dem Aufenthalt auf dem Boden. Zitronensittiche gelten als nicht besonders robuste Sittiche. Sie sind
inzwischen weitgehend akklimatisiert, gelten aber dennoch als empfindlich
und nicht so leicht zu halten wie viele andere Sitticharten. Der Schutzraum
sollte deshalb im Winter beheizt werden.
Es sind ruhige Vögel mit einer angenehmen Stimme. Sie werden häufig als scheu beschrieben, in Situationen, die sie stressen oder die sie als Gefahr ansehen verstecken sie sich gerne in Schlafkästen. Jörg Asmus1 schreibt, dass sie, wenn sie keine Rückzugsmöglichkeit haben, mit ihren Schnäbeln knirschen und einige von ihnen ihre Schwanzfedern rhytmisch fächerten. Er vergleicht dieses Verhalten mit dem der Katharinasittiche. Aufgrund der Scheu empfiehlt er die Sittiche nachts in den Schutzraum zu sperren und hier ein Notlicht zur Orientierung brennen zu lassen. Nicht alle Züchter haben diese Erfahrung mit ihren Zitronensittichen gemacht, einige beschreiben sie sogar als regelrecht zutraulich. Dennoch sollten auch sie vorsichtig behandelt werden, da auch diese Sittiche meistens sehr gestresst bei Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Bademöglichkeiten bzw. eine Beregungsanlage sollten vorhanden sein, da diese Sittichen gerne baden. Da sich diese Sittiche vergleichsweise wenig bewegen sollte auf eine fettarme Ernährung geachtet werden, da sie sonst übergewichtig werden können. Sie nagen vergleichsweise wenig, sollten aber trotzdem immer frische Knabberzweige zur Verfügung haben. Zitronensittiche können gut in der arteigenen Gruppe oder mit anderen friedlichen Sittichen zusammen gehalten werden. Sie werden in Deutschland selten gehalten, vorwiegend von Züchtern. Sie sind für Anfänger in der Sittichhaltung wegen ihrer Empfindlichkeit und ihren Haltungsansprüchen eher ungeeignet. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Welterstzucht 1967 in Berlin.
Während der Brutzeit verhalten sie sich friedlich gegenüber
anderen Sittichen. Sie können paarweise oder in einer kleinen Gruppe
brüten. Das Weibchen brütet alleine. Das Männchen hält
sich in der Nähe der Nisthöhle auf und füttert einige Tage
nach dem Schlupf der Jungvögel mit. Die Nestlinge besitzen einen weißen
Flaum.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
|
||||||||||||||||||||||||||||
| Literatur: | 1 Asmus, Jörg: Der Zitronensittich, in: Die
Voliere 29, Heft 4 (2006)
Robiller, Franz: Papageien, Band 3, Stuttgart, 1990 Wüst, René: Zitronensittiche, klein und unscheinbar in: Papageien 4 (2009) |
| Copyright Text © www.sittich-info.de
Copyright Foto: © Rüdiger Baars, vielen Dank :-) Bitte beachten Sie: Sämtliche Inhalte auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Die Übernahme von Bildern, Texten oder Textauszügen (auch leicht verändert) ist ohne vorherige Genehmigung und gut sichtbarem Verlinken der Quelle nicht gestattet. Text- und Bilddiebstahl werden rechtlich verfolgt. Bei Interesse am Foto wenden Sie sich bitte an den Fotografen. |