Tirakasittich

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Bild folgt Wiss.: Brotogeris tirica (Gmelin, 1788)
Engl.: Plain Parakeet, Tirica Parakeet
NL: Tirica Parkiet
 

Beschreibung:

Länge: 23 cm
Gewicht: 65 g

Männchen: grün, Stirn und Kopfseiten gelblichgrün, Nacken und Schwanzfedern grün-bläulich, kleine Flügeldecken bräunlich, Handschwingen blau, Armschwingen grün, Flügelbug olivbraun, Flanken gelblich, Schnabel an der Basis hell hornfarben, zur Spitze bräunlich, Wachshaut und nackter Augenring weißgrau, Iris dunkelbraun, Beine rosa.

Weibchen: wie Männchen

Jungvögel: Handschwingen fast grün, Schnabel dunkelbraun, Schwanzfedern kürzer


 
Name: Nach seinem brasilianischen Namen
Bereits im 17. Jahrhundert berichtete der Brasilienforscher Georg Marcgraf, dass die Eingeborenen diesen Sittich "tui-tirica" nannten. Die Bezeichnung "Tirica" stammt von den Eingeborenen im Südosten Brasiliens, die sich eigentlich auf alle kleinen Vögel bezieht.
Gattung: Schmalschnabelsittiche
Unterarten: keine
Heimat: Südost-Brasilien
Lebensraum: Waldränder, offene Landschaften mit lockerem Baumbestand, Parks, Städte. Vorwiegend Flachland, aber auch in bergigen Regionen bis zu 1200 m ü. NN.
Freileben: Der Tirikasittich lebt in kleinen Gruppen zusammen, die sich vorwiegend auf Bäumen aufhalten, wo sie auch den größten Teil ihrer Nahrung suchen. Sie besteht hauptsächlich aus Samen, Obst, Beeren, Blüten, Nektar und Insekten. Wähernd der Nahrungssuche oder während des Ruhens auf Bäumen verständigen sie sich mit krächzenden zweisilbigen Rufen. Tirikasittiche sind sehr lebhaft und klettern viel in den Bäumen umher. 

Während der Brutzeit paarweise. Brutzeit von September bis Februar. Sie brüten in Baumhöhlen und hohlen Ästen. Das Gelege besteht aus 3-6 Eiern und wird ca. 22-23 Tage bebrütet. Im Alter von ca. 6-7 Wochen fliegen die Jungvögel aus.

Nahrung: Schmalschnabelsittiche fressen im Vergleich zu den meisten anderen Sittichgattungen viel Weichfutter und weniger Körnerfutter. Dies sollte bei der Ernährung des Feuerflügelsittichs berücksichtigt werden. 

Weichfutter (Obst, Brei usw.) sollten ca. 50% der Ernährung ausmachen. Zur Ernährung gehören:
sehr viel Obst, Grünfutter und Beeren, Gemüse, Loribrei / Lorinektar, Quellfutter, Keimfutter, Beoweichfutter, Großsittichfutter (alternativ Neophemenfutter) mit wenigen oder ohne Sonnenblumenkerne oder Wellensittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen und / oder halbreifen Sämereien angereichert, gelegentlich halbreife Maiskolben, Müsli, Waldvogelfutter ohne Rübsen, Eifutter, frische Knabberzweige

Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.

Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Holzvoliere möglich.
Keine Wohnungshaltung.
Mindestmaße für 1 Paar:
2x1x2m LxBxH

Frostfreier, besser mäßig warmer Schutzraum (empfohlene Mindesttemperatur: 5°C)

Keine Käfighaltung. Keine Wohnungshaltung.

Es sollten ganzjährig Schlafhöhlen in der Voliere zur Verfügung stehen.

Der Tirikasittich ist ein robuster, neugieriger und zutraulicher Sittich. Normalerweise nagt er wenig und badet gerne, deshalb sollten immer frische Knabberzweige und Bademöglichkeiten angeboten werden. Die Stimme ist laut und besteht aus schrillen und krächzenden Rufen.

Tirikasittiche können außerhalb der Brutzeit gut in der arteigenen Gruppe oder anderen Schmalschnabelsittichen gehalten werden.

Sie werden vorwiegend von Züchtern gehalten. Wegen der Stimme sind sie für die Wohnungshaltung wenig geeignet.

Zucht: Während Brutzeit muss das Tirikasittich-Paar alleine gehalten werden, da es normalerweise aggressiv gegenüber anderen Vögeln reagiert.
Nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, da diese meist aggressiv reagieren und versuchen den Nachwuchs aus ihrem Revier zu vertreiben.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Fortpflanzungsfähigkeit: ab 1 Jahr, gelegentlich früher
Eine Literaturquelle (wird ergänzt) gibt eine Zuchtfähigkeit ab 8 Monaten an.
Bruten / Jahr: 2-3
Brutzeit: Mai / Juni
Nistkastenmaße: ca. 20x20x60 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: 6 cm
Bodenbelag: Hobelspäne
Gelege: 4-8 Eier
Legeabstand: 2 Tage
Brutbeginn: ab dem 2.-3. Ei, häufig ab dem letzten Ei
Brutdauer: ca. 23 Tage
Nestlingszeit: ca. 6-7 Wochen
Selbständigkeit: 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: 5,0 mm Ø

Mutationen: Blau


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