Taubensittich

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Taubensittich, Psittacula columboides, Malabar Parakeet, Malabarparkiet

Junger Taubensittich

Wiss.: Psittacula columboides (Vigors, 1830)
Engl.: Malabar Parakeet
NL: Malabarparkiet
 

Beschreibung:
Länge: 38 cm

Männchen: Kopf, Hals, Oberrücken und Brust sind taubengrau gefärbt. Der Taubensittich besitzt ein schwarzes Wangen- und Nackenband, darunter ein blaugrünes Band. Die Augenregion, Bauch und Schenkel sind hellgrün, die Flügel dunkelgrün mit gelblichen Federsäumen. Die großen Schwungfedern sind dunkelblau, der Bürzel blaugrün und die Schwanzfedern blau mit gelben Spitzen. Der Oberschnabel ist rot, der Unterschnabel schwärzlich gefärbt. Die Iris ist orangegelb, die Beine grau gefärbt.

Weibchen: Das blaugrüne Band unter dem Nackenband fehlt und die Federn im Augenbereich zeigen einen grünlichen Anflug. Ober- und Unterschnabel sind schwarz gefärbt.

Jungvögel: Jungvögel besitzen einen blassorangen Schnabel, der nach sich ca. 6 Wochen schwarz färbt. Bei den Männchen färbt sich der Schnabel im ersten Jahr wieder nach rot um.
 

Gattung: Edelsittiche
Unterarten: keine
Heimat: Südwest-Indien
Lebensraum: Der Taubensittich bewohnt immergrüne Laubwälder und feuchte tropische Bergwälder zwischen 400 und 1000 m. Er wrid auch in Höhen bis ca. 1500 m beobachtet.
Freileben: Der Taubensittich lebt in Familienverbänden und kleinen Gruppen. Die Nahrung besteht aus Samen, Früchten, Beeren, Blattknospen, Grünpflanzen, Nüssen, Blüten und Nektar. Auf der Suche nach Nahrung ist er auch auf Plantagen und Gärten zu finden, wo er Schäden anrichten kann. Er hält sich meistens auf Bäumen auf, auch während der Nahrungssuche. An den Nahrungsplätzen ist er häufig mit dem Pflaumenkopfsittich zu sehen.

Die Brutzeit liegt im Januar bis März. Die Nistplätze befinden sich in Höhlen hoher Bäume, auch Spechthöhlen werden angenommen. Das Gelege besteht aus 3-5 Eiern. Das Weibchen brütet alleine.

Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Eine Voliere aus Holz ist möglich.
Keine Wohnungshaltung
Empfohlene Mindestmaße für 1 Paar:
3,50-5x1,50x2 m LxBxH

Warmer Schutzraum (empfohlene Mindesttemperatur: ca. 10 °C)

Der Taubensittich eignet sich nicht für die Käfig- und die Wohnungshaltung
   
   
Der Taubensittich gilt als empfindlicher als andere Edelsittiche. Er ist allgemein zutraulich und neugierig. Da er sehr lebhaft ist sollte er möglichst viel Platz zur Verfügung haben. Er nagt nicht viel, trotzdem sollten immer frische Knabberzweige zur Verfügung stehen. Viele Taubensittiche lassen sich gerne beregnen. Ihre Stimme ist nicht melodisch, aber recht angenehm. Sie können jedoch laut rufen.

Da sie sich häufig gerne auf dem Boden aufhalten  ist eine regelmäßige (halbjährliche) vorbeugende Kotuntersuchung auf Würmer in Außenvolieren empfehlenswert. Diese Kontrolle vermeidet den unnötigen Einsatz von den Organismus belastenden giftigen Antiparasitika.

Taubensittiche können außerhalb der Brutzeit in der arteigenen Gruppe oder zusammen mit anderen friedlichen Sittichen gehalten werden.

Sie wurden nur sehr selten in Deutschland eingeführt, viele Taubensittiche starben bei der Eingewöhnung an das neue Klima. Die Vögel werden entsprechend teuer gehandelt und in Deutschland nur sehr selten gehalten, vorwiegend von wenigen erfahrenen Züchtern und gelegentlich in Vogelparks.

Für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht eignen sie sich  nicht.

Nahrung: Großsittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter, gelegentlich Eifutter oder alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.
Zucht: Züchter empfehlen Taubensittiche während der Brutzeit paarweise zu halten. Taubensittiche in Nachbarvolieren können sich günstig auf die Brutstimmung auswirken. Die Zwischenwände der Volieren sollten allerdings doppelt verdrahtet sein, um Verletzungen zu vermeiden. Brutlustige Weibchen verhalten sich häufig aggressiv gegenüber anderen Weibchen, während die Männchen meistens ruhig bleiben.

Es gibt Berichte, dass der Bodenbelag von einigen Taubensittichen wieder aus dem Nest entfernt wird. Die Eier sind im Vergleich zu anderen Sitticharten auffallend groß. Während die bevorstehende Eiablage bei australischen Sittichen, z.B. dem Nymphensittich, durch eine Verdickung ("Buckel") im Bürzelbereich zu erkennen ist, wölbt sich beim Taubensittich der Unterbauch stark vor. Erst einige Zeit nach der Ablage des letzten Eies bildet sich der Bauch wieder zurück.

Das Weibchen brütet alleine, das Männchen hält sich in Nestnähe auf. Die Vögel können auf Nistkontrollen empfindlich reagieren. Die Jungvögel werden in den ersten 6 Wochen vom Weibchen gefüttert, danach füttern beide Eltern.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Fortpflanzungsfähigkeit: Weibchen ab ca. 1 Jahr, Männchen ab ca. 2 Jahre
Einige Züchter empfehlen, auch Weibchen erst ab einem Alter von ca. 2 Jahren brüten zu lassen.
Bruten / Jahr: 1
Brutzeit: zwischen Januar und Mai, in der Regel im April / Mai.
Nistkastenmaße: ca. 20-25 x 20-25x 40-60 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: 8 cm
Bodenbelag: Sägespäne, Hobelspäne
Gelege: (2) 3-4 (5) Eier
Brutbeginn: ab dem 2. oder 3. Ei
Brutdauer: ca. 23 Tage
Nestlingszeit: Nestlingszeit ca. 6-7 Wochen
Selbständigkeit: ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: 5,5 mm Ø.

Mutationen: keine bekannt
Buchtipp:

Diese und weitere Literaturempfehlungen finden Sie auch in der Literaturliste.


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