Seychellen-Edelsittich

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Seychellen-Edelsittich, Seychellensittich, Psittacula wardi, Seychelles Parakeet, Seychellen Parkiet Auch: Seychellensittich
Wiss.: Psittacula wardi (Newton, 1867)
Engl.: Seychelles Parakeet
NL: Seychellen Parkiet
 

Beschreibung:
Länge: unterschiedliche Angaben: 41 cm1), ca. 30-40 cm2)
Gewicht: 100-125 g (nicht genau bekannt, von Fachleuten geschätzt)2)

Männchen: Der Seychellen-Edelsittich war überwiegend grün gefärbt, die Unterseite war heller grün. Ein schwarzer Streifen zog sich von den Zügeln bis hinter die Augen  und ein breites schwarzes Band vom Unterschnabel bis zum Nacken. Am Nacken selbst wurde dieses Band schmaler. Hinterkopf und untere Wangen waren blau gefärbt. Auf den kleinen Flügeldecken befand sich ein bräunlichroter Fleck. Die äußeren Schwanzfedern waren grün, die mittleren Schwanzfedern blau und die Unterseite der Schwanzfedern gelblich. Der Schnabel war rot, die Iris gelblich und die Beine dunkelgrau.

Weibchen: Sie ähnelten den Männchen, das schwarze Nackenband fehlte.

Jungvögel: Die Jungvögel ähnelten den Weibchen, die mittlere Schwanzfedern waren kürzer.
 


 
Gattung: Edelsittiche
Unterarten: Keine.

Einige Fachleute sehen den Seychellen-Edelsittich als eine Unterart des Alexandersittichs (Psittacula eupatria) an.

Heimat: Seychellen-Inseln (Inseln Mahé und Silhouette, eventuell auch auf der Insel Praslin)
Lebensraum: Wälder und Waldränder
Freileben: Über den Seychellen-Edelsittich ist nur sehr wenig bekannt. Er wurde als wachsam und scheu beschrieben. Wahrscheinlich ernährten sie sich von Früchten und Samen. Das Brutverhalten ist unbekannt.

Sie starben auf der Insel Mahé aufgrund von Veränderungen seines Lebensraumes und Verfolgung durch den Menschen aus. Die Gründe für das Aussterben auf der Insel Silhouette sind ungeklärt, da es hier kaum Veränderungen gab. Möglicherweise wurden sie hier durch den Menschen ausgerottet. Sie wurden verfolgt, weil sie bei der Nahrungssuche Schäden auf den Feldern anrichteten.

Status: ausgestorben

Den letzten gesicherten Nachweis lieferte H. M. Warry 1881, der zwei Exemplare für die Museen in Liverpool und New York mitbrachte.

Haltung, Nahrung & Zucht: Über eine Haltung in Menschenhand habe ich keine Berichte gefunden, vielleicht wurde er nie von Menschen gehalten
Quellenhinweise: 1) Robiller, Franz: Papageien, Band 2 (1997)
2) Parrot Encyclopedia (World Parrot Trust)
3) Ehlenbröker, Jörg: Edelsittiche (2002)
BirdLife International (2013) Species factsheet: Psittacula wardi.


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