|
Durch Skripte generierte Adressen mit "/?" werden beim geplanten neuen Layout leider ungültig. |
![]() |
Wiss.: Neophema
elegans (Gould, 1837)
Engl.: Elegant Parrot, Elegant Grass-Parakeet NL: Prachtparkiet, Elegantparkiet Der Schmucksittich ähnelt dem Feinsittich,
weshalb es häufiger zu Verwechslungen und dadurch auch zu Mischlingen
zwischen diesen Arten kam.
Beschreibung:
Männchen: Der wildfarbene Schmucksittich ist olivgrün. Er besitzt ein blaues Stirnband mit anschließendem schmalen hellblauen Band. Die Unterseite ist gelblich bis grüngelb, mit einem orangeroten Fleck auf Bauchmitte. Die äußeren Flügeldecken sind teilweise blau, die Unterflügeldecken vollständig blau. Die Schwanzfederoberseite ist blau, die Unterseite gelb. Der Schnabel ist grauschwarz, die Iris braun, und die Beine sind graubraun gefärbt. Weibchen: Das Gefieder ist matter gefärbt als bei den Männchen. Die Unterseite ist grünlicher, der orangerote Bauchfleck fehlt und das Stirnband ist meist schmaler. Jungvögel: Die Jungvögel ähneln
den Weibchen. Das Stirnband ist nur schwach ausgebildet. Die volle Ausfärbung
ist nach ca. 5-7 Monaten erreicht.
|
| Gattung: | Grassittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | keine | ||||||||||||||||||||||||||||
| Heimat: | zwei getrennte Verbreitungsgebiete im südöstlichen und westlichen Australien. Westliches Westaustralien, südliches Südaustralien, West-Neusüdwales, westliches Victoria | ||||||||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Schmucksittich bewohnt mit Büschen bewachsenes Grasland, offene Wälder und hält sich auch auf Feldern auf. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Schmucksittich lebt in Gruppen von etwa 20 bis 100 Vögeln
zusammen, gelegentlich in noch größeren Schwärmen. Während
der Brutzeit lebt er paarweise oder in kleinen Gruppen. Schmucksittiche
sind scheu, bei Störungen verharren sie am Boden und fliegen erst
im letzten Moment davon.
Die meiste Zeit verbringen sie mit Nahrungssuche auf dem Boden, währenddessen verständigen sie sich mit leisem Zwitschern. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus halbreifen und reifen Gras- und Unkrautsamen, kleinen Früchten und Beeren. Der Flug ist schnell und relativ geradlinig. Die Brutzeit liegt im August bis Dezember. Die Nester befinden sich in Baumhöhlen oder Astlöchern. Das Gelege, das aus 4-5 Eiern besteht, wird ca. 18 Tage bebrütet. Das Weibchen brütet allein. Die Jungvögel fliegen im Alter von ca. 30 Tagen aus. Der Familienverband bleibt noch einige Zeit locker bestehen, schließt sich aber wieder einer größeren Gruppe an. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Haltung: |
Der Schmucksittich ist die größste Grassittichart. Er ist friedlich und vergleichsweise pflegeleicht. Er nagt wenig, trotzdem sollten immer frische Knabberzweige zur Verfügung stehen, die der Beschäftigung und der Abnutzung von Schnabel und Krallen dienen. Schmucksittiche lassen sich gerne beregnen. Ihre Stimme ist angenehm, leise und zirpend. Sie können etwas zutraulich werden, werden aber den Berichten der Halter und Züchter nach scheinbar selten zahm. In Käfigen ohne viel Freiflug sind Schucksittiche wenig aktiv und neigen recht schnell zu Übergewicht. Häufig ist zusätzlich zu fettreiches Futter eine Mitursache. Deshalb sollten Schmucksittiche speziell auf die Bedürfnisse der Grassitticharten abgestimmtes Neophemenfutter oder Wellensittichfutter erhalten. Schmucksittiche können in der arteigenen Gruppe oder mit anderen friedlichen Sittichen (z.B. Feinsittiche, Bourkesittiche, Katharinasittiche, Nymphensittiche) oder Prachtfinken zusammen gehalten werden. In einer kleinen Gruppe sind sie aktiver als bei der Haltung eines einzelnen Pärchens. Schmucksittiche eignen sich für die Wohnungshaltung, wenn sie in einer Zimmervoliere mit möglichst viel Freiflug gehalten werden. Sie sind für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht geeignet. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Lebenserwartung: | ca. 10-15 Jahre | ||||||||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Neophemenfutter oder Wellensittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen
oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen oder Ameiseneier,
gelegentlich Kolbenhirse, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
||||||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Als Nistkasten kann auch ein Wellensittichnistkasten mit erweitertem
Einflugloch verwendet werden. Das Weibchen brütet fest und wird vom
Männchen gefüttert.
In großen Volieren können die Jungvögel noch einige
Zeit nach dem Erreichen der Selbständigkeit bei den Eltern bleiben,
in kleineren Volieren kann es zu Angriffen durch das Männchen kommen,
besonders wenn ein zweites Gelege folgt. Dann sollten die Jungvögel
von den Elternvögeln getrennt werden.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
|
||||||||||||||||||||||||||||
| Mischlinge: | mit Schönsittich, Glanzsittich, Feinsittich | ||||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | Lutino, Zimt, Pastell, Gescheckt | ||||||||||||||||||||||||||||
| Vererbung: | Lutino, Zimt: rezessiv
Schecken: vermutlich dominant |
||||||||||||||||||||||||||||
| Literaturhinweis: |
Diese und weitere Literaturempfehlungen finden Sie auch in der Literaturliste. |
| Copyright © www.sittich-info.de
Bitte beachten Sie: Sämtliche Inhalte auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Die Übernahme von Bildern, Texten oder Textauszügen (auch leicht verändert) ist ohne vorherige Genehmigung und gut sichtbarem Verlinken der Quelle nicht gestattet. Text- und Bilddiebstahl werden rechtlich verfolgt. |