|
Durch Skripte generierte Adressen werden beim geplanten neuen Layout leider ungültig. |
Schildsittich, Männchen |
Auch: Barrabandsittich
Wiss.: Polytelis swainsonii (Desmarest, 1826) Engl.: Superb Parrot, Barraband Parakeet, Barraband's Parrot NL: Barrabandparkiet Beschreibung: Länge: 40 cm
Männchen: Das Gefieder ist grün, Stirn, Scheitel, Wangen, Kinn und Kehle sind gelb und der halbmondförmige Schild unterhalb der Kehle ist rot gefärbt. Die Federn am Oberkopf besitzen einen bläulichen Anflug. Die grünen Handschwingen besitzen blaue Außensäume, die Schwanzfedern sind auf der Oberseite grün mit einem bläulichem Anflug, auf der Unterseite schwarzgrau. Der Schnabel ist orangerot mit hornfarbener Spitze, die Iris ist gelborange und die Beine graubraun gefärbt. Weibchen (s. Fotos unten): Die Weibchen sind matter gefärbt und besitzen keine gelben und roten Federn. Wangen, Kinn und Kehle sind graugrün, die Schenkel gelborange bis rot und die Schwanzfedern - bis auf die beiden mitttleren- besitzen rosarote Säume. Die Iris ist gelb. Jungvögel: ähnlich den Weibchen, Wangen, Kinn und Kehle heller grün, Iris bräunlich. Im 6. Monat färbt sich die Iris unterschiedlich. Beginn der Umfärbung etwa im 10. Lebensmonat, volle Ausfärbung nach ca. 12-18 Monaten. |
| Name: | Schildsittich: nach dem halbmondförmigen
Schild unter der Kehle beim Männchen
Barrabandsittich: zu Ehren des französischen Tier- und Pflanzenmalers Jacques Barraband (1767-1809) |
||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: | Prachtsittiche | ||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | keine | ||||||||||||||||||||||||||
| Heimat: | Australien, Inneres von Neusüdwales und nördliches Victoria | ||||||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Schildsittich bewohnt Wälder an Flussufern mit Eukalyptusbestand. In bewässertem Waldland lebt er auch weiter entfernt von Flussufern. | ||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Schildsittiche haben das kleinste Verbreitungsgebiet aller australischen
Sittiche, kommen hier aber relativ häufig vor. Sie leben in Gruppen
zusammen, die während der Brutzeit kleiner werden, da die Jungvögel
des letzten Jahres die Gruppe verlassen und eigene Schwärme bilden.
Sie leben teilweise nomadisch und halten sich dann auch außerhalb
ihrer eigentlichen Verbreitungsgebiete auf.
Ihre Aktivität beschränken sie wegen des heißen Tages überwiegend auf den frühen Morgen und späten Nachmittag, wo sie u.a. Nahrung suchen und trinken. Tagsüber halten sie sich in den Baumkronen auf. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Grassamen, Früchten, Beeren, Nüssen, Nektar, Blüten und Unkraut. Sie suchen auch Getreidefelder auf. Brutzeit ist von September bis Dezember. Die Bruthöhlen befinden sich in hohlen Ästen, oft über dem Wasser, so dass sie schwer erreichbar sind. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern und liegt auf Baummulm. Das Weibchen brütet alleine. Nach ca. 20 Tagen schlüpfen die Jungvögel. Sie fliegen nach etwa 4 Wochen aus und werden vom Männchen bis zum Erreichen der Selbständigkeit weitergefüttert. Der Familienverband bleibt noch einige Zeit bestehen. |
||||||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Großsittichfutter, auch mit Wildsamen oder Grassamen angereichert,
Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternatives
tierisches Ersatzfutter, z.B. getrocknete Garnelen, gelegentlich (halb)reife
Maiskolben, wenige Kräcker, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
||||||||||||||||||||||||||
| Haltung: |
Bei der Haltung in einer Außenvoliere sollte der Kot regelmäßig (halbjährlich) vorbeugend auf Würmer untersucht werden, da sich der Schildsittich häufig auf dem Boden aufhält. Der Schildsittich ist sehr temperamentvoll, nicht sehr scheu, nagt vergleichsweise
wenig und badet normalerweise sehr gerne.
Es sind normalerweise ruhige Vögel mit angenehmer Stimme, die aber
während der Balzphase unangenehm laut werden kann.
Schildsittiche sind verträglich und können auch während der Brutzeit zu mehreren Paaren in einer entsprechend großen Voliere gehalten werden. Sie vertragen sich auch mit anderen friedlichen Sitticharten. Schildsittiche werden nicht sehr häufig gehalten, vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks. Für Anfänger in der Sittichhaltung und die Wohnungshaltung sind sie wegen ihrer Haltungsansprüche eher weniger geeignet. |
||||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Die Zucht von Schildsittichen gilt als nicht schwierig.
Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sollten vorsichtig vorgenommen werden, da manche Weibchen sehr empfindlich sind und das Gelege unter Umständen aufgeben oder die Jungvögel verlassen. Der Flaum der Nestlinge ist grau gefärbt. Ungefähr ab dem 10. Lebenstag füttert das Männchen die Jungvögel mit. Falls sich das Männchen oder das Weibchen dem Nachwuchs gegenüber nach Erreichen der Selbständigkeit aggressiv verhält, müssen die Jungvögel getrennt werden. Schildsittiche haben sich als gute Ammen für andere größere
Sitticharten bewährt.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
|
||||||||||||||||||||||||||
| Mischlinge: | mit Bergsittich, Princess-of-Wales-Sittich, Rotflügelsittich, Königssittich, Bauer's Ringsittich und Rosella. | ||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | Zimt, Olivgelb, Olivgrün, Gelbgescheckt, Pastellblau | ||||||||||||||||||||||||||
| Haltungsbericht: | Haltungsbericht, von Anja Kraasch | ||||||||||||||||||||||||||
| Fotos: |
|
| Copyright © www.sittich-info.de
Bitte beachten Sie: Sämtliche Inhalte auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Die Übernahme von Bildern, Texten oder Textauszügen (auch leicht verändert) ist ohne vorherige Genehmigung und gut sichtbarem Verlinken der Quelle nicht gestattet. Text- und Bilddiebstahl werden rechtlich verfolgt. |