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Rotkappensittich, Hahn
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Wiss.: Purpureicephalus
spurius (Kuhl, 1820)
Engl.: Red-capped Parrot, Pileated Parrot NL: Roodkapparkiet Beschreibung: Länge: 36-37 cm
Männchen: Stirn, Oberkopf und Nacken sind rot und die Wangen gelb gefärbt. Brust und Bauch sind violettblau, Rücken und Flügeldecken grün, Flügelränder und Unterflügeldecken blau. Er besitzt weiße Unterflügelflecken. Schenkel und Unterschwanzdecken sind rot, Bürzel und Oberschwanzdecken gelbgrün gefärbt. Die mittleren Schwanzfedern sind dunkelgrün, die seitlichen Schwanzfedern blau mit weißen Spitzen. Der Schnabel ist bläulichgrau, die Iris dunkelbraun, die Beine grau. Weibchen: Das Gefieder ist matter gefärbt, der Kopf gelegentlich mit grünen Federn durchsetzt, Flanken und Unterschwanzdecken sind mehr grün gefärbt. Jungvögel: Das Gefieder ist vorwiegend grün. Sie besitzen ein rötliches Stirnband, Wangen und Halsseiten sind hellgrün, die Unterschwanzdecken gelb mit rötlichen Spitzen. Die Jungvögel sind noch matter gefärbt als die Weibchen. Die volle Ausfärbung ist im Alter von ca. 15 Monaten erreicht. |
| Gattung: | Kappensittiche | ||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | keine | ||||||||||||||||||||||||||
| Heimat: | Südwest-Australien | ||||||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Rotkappensittich bewohnt Eukalyptuswälder, bewaldete Flussufer und Baumsavannen. Gelegentlich sucht er auch Felder und Obstplantagen auf, um nach Nahrung zu suchen. | ||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Rotkappensittich lebt paarweise oder in kleinen Gruppen (besonders
die Jungvögel) zusammen. Tagsüber halten sich diese Sittiche
sich vorwiegend auf Eukalyptusbäumen auf. Ihre Nahrung besteht dementsprechend
hauptsächlich aus Eukalyptussamen, außerdem aus Grassamen, Beeren,
Nüssen, Früchten, Insekten, Blütenpollen, Nektar und Knospen.
Sie suchen auch Obstplantagen auf, um zu fressen und richten dort Schäden
an. Deshalb werden sie gelegentlich verfolgt, trotzdem ist die Population
stabil. Es sind scheue Sittiche. Bei Gefahr kreischen sie laut. Ihr Flug
ist schnell und etwas wellenförmig. Während des Fluges verständigen
sie sich mit rauhen schrillen Rufen.
Der Rotkappensittich ist in seinem Verbreitungsgebiet häufig anzutreffen. Fachleute gehen allerdings davon aus, dass sich der Bestand aufgrund der Veränderungen in ihrem Lebensraum und dem Abschuss während der Erntezeit verringern wird. Die Brutzeit geht von August bis Dezember. Das Nest befindet sich in großer Höhe in Baumstammhöhlen oder hohlen Astlöchern, meistens in Eukalyptusbäumen. Das Gelege besteht aus 3-5 (7) Eiern, die ca. 21-23 Tage lang bebrütet werden. Das Weibchen brütet alleine und wird außerhalb der Bruthöhle vom Männchen gefüttert. Die Jungvögel fliegen im Alter von ca. 35 Tagen aus. Der Familienverband bleibt noch kurze Zeit bestehen. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter mit oder ohne Sonnenblumenkerne, auch mit Wildsamen
oder Grassamen angereichert, Keimfutter, Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, Mais, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: |
Rotkappensittiche sind inzwischen recht gut akklimatisiert, deshalb können sie im frostfreien Schutzraum überwintern. Einige Züchter empfehlen allerdings die Temperatur im Schutzraum nicht unter 5°C fallen zu lassen. Es sind lebhafte und neugierige, aber scheue Sittiche. Deshalb sollten ihnen Rückzugsmöglichkeiten (z.B. Büsche) in der Voliere zur Verfügung stehen. Die Volierenbepflanzung scheint bei den Züchtern umstritten zu sein, da die Sittiche die Büsche teilweise zerbeißen. Da Rotkappensittiche sehr stark nagen sollten immer frische Zweige zum Nagen angeboten werden. Die Sitzäste sollten zum Teil aus Hartholz bestehen. Meiner Meinung nach kann man Hartholzzweige mit Blättern, Knospen und Blüten daran auch als Rückzugsmöglichkeit in der Voliere anbringen, als Ergänzung oder Alternative zur Bepflanzung. Bei Volierenanlagen sollten die Nachbarvolieren durch einen Sichtschutz von der Rotkappensittichvoliere getrennt sein. Nachts sollten sich die Sittiche im Schutzraum aufhalten, da es sonst durch Störungen / Erschrecken zu Unfällen kommen kann. Nachts sollte auch ein kleines Licht zur Orientierung vorhanden sein. Rotkappensittiche baden ausgesprochen gerne, deshalb sollten ihnen unbedingt immer Badegelegenheiten wie Badeschalen und / oder eine Beregnungsanlage zur Verfügung stehen. Ihre Stimme ist krächzend, aber nicht unangenehm und nicht sehr laut. Bei Gefahr können sie allerdings, wie in ihrer Heimat, laut kreischen. Sie rufen besonders morgens und am späten Nachmittag lauter. Sie sind friedlich und können in der arteigenen Gruppe oder mit anderen Sittichen zusammen gehalten werden. Rotkappensittiche werden in Deutschland vergleichsweise selten gehalten, vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks. Sie sind für Anfänger in der Sittichhaltung wenig geeignet. Sie sind für die Wohnungshaltung nicht geeignet. |
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| Zucht: | Erstzucht 1909 in England.
Während der Brutzeit sollte das Paar möglichst alleine gehalten werden. Der Nistkasten (empfohlen wird Hartholz) sollte wegen ihrer Scheu im Schutzraum und dort möglichst hoch angebracht werden. Das Weibchen brütet alleine. Nestkontrollen sollten nur durchgeführt werden, wenn das Paar sich nicht in der Nähe aufhält, da es häufig empfindlich auf Störungen reagiert. Das Weibchen füttert die Nestlinge in den ersten Lebenstagen alleine, das Männchen beteiligt sich später an der Fütterung. Wie bei einigen anderen Sitticharten auch wird bei dem Rotkappensittich
häufig empfohlen, die Volierengitter mit Zweigen, Schilfmatten o.ä.
zu sichern, damit sie für die Jungvögel leichter als Grenze zu
erkennen sind. Rotkappensittiche sind allgemein scheu, auch ihre Jungvögel
gelten als anfangs besonders schreckhaft. Bei vermeintlicher Gefahr fliegen
sie oft panisch gegen die Volierengitter, wobei es zu Verletzungen kommen
kann.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | mit Rosella, Blaßkopfrosella, Pennantsittich, Stanleysittich, Singsittich |
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