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Rosenbrustbartsittiche
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auch: Rosenbrustsittich,
Bartsittich, früher auch: Rosabrüstiger Sittich
Wiss.: Psittacula alexandri (Linné, 1758) Engl.: Moustached Parakeet NL: Roseborstparkiet, Alexander Parkiet Unterarten:
Beschreibung:
Männchen: Der Kopf des wildfarbenen Rosenbrustbartsittichs ist graublau, am Vorderkopf grünlich gefärbt. Zügel und Bartstreifen sind schwarz gefärbt. Kehle, Brust und Oberbauch sind lachsrosa, Unterbauch und Unterschwanzdecken grün bis bläulich. Die Oberseite ab Hinterkopf und Nacken ist grün, die mittleren Flügeldecken sind olivgelb, die Unterflügeldecken hellgrün. Die mittleren, stark verlängerten und spatelförmig endenden Schwanzfedern sind auf der Oberseite blau mit gelblichgrünen Spitzen, die äußeren Schwanzfedern bläulichgrün und die Schwanzfederunterseite gelblich. Der Schnabel ist rot mit gelber Spitze, die Iris ist hellgelb und die Beine sind grau. Weibchen: Sie ähneln den Männchen, Kehle, Brust und Oberbauch sind matter gefärbt, die mittleren Schwanzfedern sind kürzer als beim Männchen. Der Schnabel ist wie bei den Männchen vollständig rot gefärbt mit gelblicher Spitze. Beim Conchinchina-Rosenbrustbartsittich (Psittacula alexandri fasciata) sind die Geschlechtsunterschiede auch am Schnabel erkennbar: Beim beim Männchen ist der Oberschnabel rot und der Unterschnabel schwarz, beim Weibchen ist der Schnabel vollständig schwarz gefärbt. Jungvögel: Oberkopf, Kehle, Brust
und Oberbauch sind grün gefärbt, die grünen mittleren Flügeldecken
sind gelb gesäumt. Der Schnabel ist gelblichrot gefärbt und färbt
sich bei beiden Geschlechtern nach ca. einem Monat schwarz. Nach ca. 1
Jahr färbt sich der Oberschnabel bei den Männchen von schwarz
in rot. Das Gefieder ist im Alter von ca. 15-18 Monaten vollständig
ausgefärbt.
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| Gattung: | Edelsittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Psittacula alexandri alexandri, Rosenbrustbartsittich
(Nominatform)
Psittacula alexandri kangeanensis, Kangean-Rosenbrustbartsittich. Er ähnelt der Nominatform, ist am Kopf aber blasser gefärbt und der Flügelfleck ist breiter und gelblich Psittacula alexandri dammermani, Dammermans Rosenbrustbartsittich. Er ähnelt der Nominatform, ist mit 36 cm aber größer. Der Oberkopf ist bläulicher gefärbt. Psittacula alexandri fasciata, Conchinchina-Rosenbrustbartsittich, Rosenbrustsittich. Er ähnelt der Nominatform. Der Vorderkopf ist grau mit bläulichem Anflug, der Augenbereich besitzt einen grünen Anflug. Hals, Brust und Oberbauch sind intensiver rosa und lila-blau überhaucht, der Unterbauch ist grün mit leichtem blauen Anflug. Psittacula alexandri abotti, Andamanen-Rosenbrustbartsittich. Er ähnelt dem Conchinchina-Rosenbrustbartsittich, ist mit 36 cm etwas größer. Seine Gefiederfärbung ist blasser. Der Kopf ist grau mit leichter lila-blauen Färbung, Brust und Oberbauch sind hell lachsfarben mit lila-blauem Anflug. Psittacula alexandri cala, Simeulue-Rosenbrustbartsittich. Er ähnelt dem Conchinchina-Rosenbrustbartsittich, ist mit 36 cm etwas größer. Seine Gefiederfärbung ist etwas blasser. Der Vorderkopf und die Augenumgebung haben keine grünliche Färbung, Brust und Oberbauch sind dunkler rosa und weniger lachsfarben, auch der lila-blaue Anfllug fehlt. Der Unterbauch ist blassblau gefärbt. Psittacula alexandri major, Babi-Rosenbrustbartsittich, Er ähnelt dem Conchinchina-Rosenbrustbartsittich, ist mit 38 cm aber deutlich größer. Seine Gefiederfärbung ist etwas blasser. Der Kopf ist grau ohne blaue Färbung, an Vorderkopf und Augenumgebung fehlt die grünliche Färbung. Brust und Oberbauch sind dunkler rosa gefärbt und weniger lachsfarben, auch der lila-blaue Anflug fehlt. Psittacula alexandri perionca, Nias-Rosenbrustbartsittich. Er ähnelt dem Conchinchina-Rosenbrustbartsittich, ist mit 37 cm aber größer. Die Gefiederfärbung ist etwas blasser. Der Kopf ist grau ohne bläuliche Färbung, an Vorderkopf und Augenumgebung fehlt die grünliche Färbung. Brust und Oberbauch sind dunkler rosa und weniger lachsfarben, auch der lila-blaue Anflug fehlt. Der Unterbauch ist blasser und mehr gelbgrün. |
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| Heimat: | Rosenbrustbartsittich: Java, Bali (Indonesien)
Kangean-Rosenbrustbartsittich: Kangean-Inseln (Indonesien) Dammermanns Rosenbrustbartsittich: Karimundjawa-Inseln Conchinchina-Rosenbrustbartsittich, Rosenbrustsittich: Nord-Indien, Nepal, Assam, Ost-Pakistan, Bangladesh, Burma, Thailand, Indochina, Süd-China Andamanen-Rosenbrustbartsittich: Andamanen-Inseln Simeulue-Rosenbrustbartsittich: Insel Simeulue (Indonesien) Babi-Rosenbrustbartsittich: Inseln Babi und Lasia (Indonesien) Nias-Rosenbrustbartsittich: Insel Nias (Indonesien) |
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| Lebensraum: | Der Rosenbrustbartsittich lebt in offenen Wäldern und baumbestandenen Landschaften im Tiefland bis zu einer Höhe von ca. 2000 m ü. NN. Teilweise ist er auf Feldern und in Städten zu sehen. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Rosenbrustbartsittich lebt in Gruppen von bis zu 10 Vögeln.
Gelegentlich sammeln sich bis zu 50 Vögel. Die Sittiche halten sich
vorwiegend in Baumkronen auf, wo sie nach Nahrung suchen. Diese besteht
hauptsächlich aus Samen, Früchten, Beeren, kleinen Nüssen,
Kastanien, Knospen, Blüten und Nektar. Sie fallen auch auf (Reis-)
Feldern ein, wo sie einigen Schaden anrichten oder versammeln sich in Obstgärten.
Ihr Ruf klingt laut und schrill. Die Brutzeit im Verbreitungsgebiet ist unterschiedlich und reicht in der Regel von Dezember bis April. Der Rosenbrustbartsittich brütet in Gruppen. Die Brutzeit ist von der Höhe und dem Klima abhängig. Die Nester befinden sich in Baumhöhlen. Das Gelege besteht aus 3-4 Eiern. |
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| Status: | Der Bestand ist durch die Zerstörung seines Lebensraumes, die Abholzung der Wälder, und den Handel starkt dezimiert worden. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Haltung: |
In Deutschland wird der Rosenbrustbart selten gehalten. Hauptsächlich handelt es sich dabei um die Unterart Conchinchina-Rosenbrustbartsittich (Psittacula alexandri fasciata). Die Nominatform wird seltener gehalten, am seltensten kommt die Unterart Dammermanns Rosenbrustbartsittich (Psittacula alexandri dammermani) vor. Der Rosenbrustbartsittich ist allgemein zutraulich. Seine Stimme ist mittellaut, laute schrille Rufe können allerdings stören. Er badet gerne bzw. lässt sich gerne beregnen, eine Badegelegenheit sollte deshalb immer angeboten werden. Bei dieser Sittichart handelt es sich oft um starke Nager, deshalb sollte die Voliere aus stabilem Metall bestehen. Zusätzlich sollten viele Knabbermöglichkeiten, v.a. ungiftige Zweige, angeboten werden, damit die Sittiche nicht am - normalerweise verzinkten - Gitter nagen. Sonst besteht die Gefahr einer Zinkvergiftung durch das Anknabbern des Gitters. Rosenbrustbartsittiche können in der arteigenen Gruppe und mit friedlichen artfremden Sittichen, z.B. dem Nymphensittich, zusammen gehalten werden. Rosenbrustbartsittiche werden in Deutschland nur selten gehalten, vorwiegend
von Züchtern und in Vogelparks.
Ich habe ihr Verhalten unter anderem häufig im Vogelpark Walsrode
beobachtet.
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| Nahrung: | Großsittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen
Sämereien angereichert, viel Obst,
Gemüse, Grünfutter und Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Zucht: | Erstzucht 1929 (Psittacula a. fasciata, Conchinchina-Rosenbrustbartsittich)
in den USA, 1936/37 (Psittacula a. alexandri, Nominatform): Australien,
Zoo Adelaide. Deutsche Erstzucht: 1974.
Die Zucht gilt bei harmonisierenden Paaren als nicht schwierig. Rosenbrustbartsittiche sollten während der Brut paarweise gehalten werden. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Es empfiehlt sich den Nistkasten in Außenvolieren im Schutzraum anzubringen oder eine Nistkastenheizung zu installieren, da die Federn der Rosenbrustbartsittiche laut mehrerer Züchteraussagen nur langsam wachsen und es im Frühjahr noch sehr kalt werden kann. Der Nistkasten sollte wegen der Nageaktivitäten dickwandig sein, eventuell kann ein Holzbrett auf den Boden gelegt werden, dass die Sittiche benagen können. Damit kann der Nistkastenboden selbst vor dem Nagen geschützt werden. Nistkastenkontrollen gelten normalerweise als unproblematisch, sollten
aber trotzdem vorsichtig vorgenommen werden. Die Küken besitzen beim
Schlupf gelbliche Dunen.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mutationen: | u.a. Schecke, Blau, Pastellblau, Lutino, Falbe, Isabell, Dunkelbrün, Albino (Albino = einmalige Beobachtung von Jörg Ehlenbröker1) | ||||||||||||||||||||||||||||
| Vererbung: | Blau: rezessiv
Falbe: rezessiv |
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| Mischlinge: | zwischen den Unterarten | ||||||||||||||||||||||||||||
| Foto: |
ausgefärbte Henne (links) mit zwei Jungvögeln |
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| Buchtipp: |
Diese und weitere Literaturempfehlungen finden Sie auch in der Literaturliste. |
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| Literaturhinweise: | 1Ehlenbröker, Jörg: Neue Mutationen bei
den Edelsittichen in: Die Voliere, 24, 8 (2001)
Pfeffer, Franz: Der Rosenbrustbartsittich in: Papageien 9 (2008) Robiller, Franz: Papageien, Bd. 2, Ulmer, ISBN 3-8001-7229-1 |
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