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Pennantsittich, in der Mauser |
Wiss.: Platycercus
elegans (Gmelin, 1788)
Engl.: Crimson Rosella, Pennant's Parakeet NL: Pennant Rosella Beschreibung: Länge: 36 cm
Männchen: scharlachrot, Wangenfleck blau, Rücken und Schultern schwarz mit dunkelroten Säumen, Schwingen schwarz mit dunkelblauen Außenfahnen, Flügelrand hellblau, mittlere Schwanzfedern dunkelblau, äußere Schwanzfedern hellblau mit grauweißen Spitzen. Schnabel grauweiß, Iris braun, Beine grau. Weibchen: wie Männchen, Kopf und Schnabel meistens etwas kleiner Jungvögel: grün, Kopf und Schenkel
rot.Volle Ausfärbung mit ca. 14 Monaten.
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| Name: | Nach Thomas Pennant (1726-1798), einem britischen
Naturforscher und berühmten Zoologen
Wissenschaftliche Bezeichnung elegans = lateinisch: auserlesen, schön |
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| Gattung: | Plattschweifsittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | P. e. elegans, Pennantsittich (Nominatform)
P. e. nigrescens, Kleiner Pennantsittich oder Nördlicher Pennantsittich, ähnlich Nominatform, 34 cm, 112-120 g, dunkler, Säumung der Rückenfedern enger gezeichnet P.e. melanoptera, North-Pennantsittich (nach dem Wissenschaftler North), ähnlich Nominatform, Säumung der Rückenfedern enger, dadurch schwärzlicher wirkend |
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| Heimat: | Pennantsittich: Ost- und Südost-Australien, auf der Norfolk-Insel
und Neuseeland eingeführt
Kleiner Pennantsittich oder Nördlicher Pennantsittich: Nordost-Queensland (Australien) North-Pennantsittich: Känguruhinsel (vor Südaustralien) |
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| Lebensraum: | feuchte und halbfeuchte Wälder bis ca. 1600 m ü. NN. Teilweise auch im offenen Waldland, landwirtschaftlichen Nutzflächen und Parks. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Pennantsittich lebt paarweise oder in kleinen Gruppen bis zu 6
Vögeln zusammen. Jungvögel sind nach der Brutzeit in größeren
Gruppen unterwegs, die sich später aufteilen.
Pennantsittiche sind im allgemeinen ortstreu, nomadisieren aber während des Winters in der Grenzregion ihres Verbreitungsgebietes. Sie sind sehr anpassungsfähig und sind häufig auf Feldern, Obstplantagen und in Vororten von Städten zu sehen. Die Nahrung, die hauptsächlich aus Samen, Früchten, Beeren, Nüssen, Nektar und Insekten besteht, wird am Boden und auf Bäumen gesucht, wobei sie leise zwitschern. Während der Nahrungssuche zwitschern sie leise. Ihr Kontaktruf dreisilbiger schriller Pfeifton, der Alarmruf ist schrill und metallisch. Ihr Flug ist wellenförmig. Sie fliegen meistens in geringer Höhe über dem Boden. Brutzeit September bis Januar. Die Bruthöhle befindet sich in Baumhöhlen oder hohlen Ästen in einer Höhe von 2 bis 16 m. Das Gelege, das aus 5-8 Eiern besteht, wird ca. 19 Tage bebrütet. Das Weibchen brütet alleine. Mit 35 Tagen fliegen die Jungvögel aus. Nach Erreichen der Selbständigkeit des Nachwuchses löst sich der Familienverband auf, die Jungvögel sammeln sich mit anderen Jungvögeln zu Schwärmen. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter, auch mit Wildsamen oder Grassamen angereichert,
viel Obst, Gemüse, Grünfutter,
Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternatives
tierisches Ersatzfutter, z.B. getrocknete Garnelen, wenige Kräcker,
frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: |
Der Pennantsittich ist ein robuster Sittich, dessen Stimme nicht sehr laut ist, der aber durchaus laut rufen kann. Er kann sehr zutraulich werden. Da diese Sittiche viel nagen sollten immer frische Knabberzweige zur Verfügung stehen. Badegelegenheiten und / oder eine Beregnungsanlage sollte vorhanden sein. Da sie sich gerne auf dem Boden aufhalten, ist eine regelmäßige (halbjährliche) vorbeugende Kotuntersuchung auf Würmer in Außenvolieren empfehlenswert. Der Pennantsittich gilt als sehr unverträglich. Er sollte nur paarweise und nicht mit anderen Plattschweifsittichen in einer oder in benachbarten Volieren gehalten werden. Es gibt einige Fälle, in denen die Vergesellschaftung mit einem anderen Pennantsittichpaar und / oder anderen Sittichpaaren gelungen ist, allerdings sollte die Voliere dann entsprechend groß sein und Ausweichmöglichkeiten bieten. Wer sichergehen will verzichtet auf eine Vergesellschaftung. Pennantsittiche sind für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht nur dann geeignet, wenn sie in Außenvolieren gehalten werden oder sehr viel Freiraum (Vogelzimmer) zur Verfügung steht und Sie ein harmonisierendes gegengeschlechtliches Pärchen besitzen. Ansonsten kommt es häufig zu Problemen bei Plattschweifsittichhaltern, die meistens durch Aggressionen nach Erreichen der Geschlechtsreife gegenüber einem Partner oder auch anderen Sittichen ausgelöst werden. Deshalb empfiehlt es sich ein etwas älteres (ca. 1,5 Jahre) festes Pärchen zu erwerben. |
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| Lebenserwartung: | ca. 20-25 Jahre | ||||||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Die Zucht gilt als nicht schwierig.
Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da das Männchen in dieser Zeit recht aggressiv ist. Bei der Brut von zwei Paaren innerhalb einer Voliere sollten die Brutkästen möglichst weit auseinander angebracht werden. Es sollte gut beobachtet werden, ob diese Kombination gelingt oder die Sittiche während der Brutzeit besser paarweise gehalten werden sollten. Das Männchen inspiziert die Bruthöhle als erstes und versucht das Weibchen hereinzulocken. Bei der Balz lässt das Männchen die Flügel etwas hängen und wiegt die gefächerten Schwanzfedern seitlich hin und her, dabei gibt es schwatzende Rufe von sich. Besonders morgens und abends jagt das Männchen das Weibchen, teilweise sehr heftig. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass die Jagden nicht zu heftig werden und das Weibchen nicht zu sehr gestresst und geschwächt wird. Häufig dauert es lange, bis nach der ersten Bruthöhleninspektion das erste Ei gelegt wird. Das Weibchen brütet alleine. Während der Brutpausen wird es
außerhalb der Bruthöhle vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen
sollten in solchen Momenten vorgenommen werden.
Wenn das Weibchen nicht brütet (zu jung, zu großes Gelege,
...) oder brüten kann (Krankheit, Tod) sind nach Züchtererfahrugnen
Rosellasittiche oder Singsittiche als Ammen gut geeignet.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | mit Rosella, Blaßkopfrosella, Strohsittich, Adelaidesittich, Barnardsittich, Bauer's Ringsittich, Kragensittich, Alexandersittich | ||||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | Blau, Lutino, Gelb, Albino, Weiß, Dunkelrot, Oliv, Zimter, Zimtblau, Falbe, Isabell, Mauve, Orange (Aqua), Gelborange, Rotpastell, Rotpastelloliv, Blaupastell, Gelbpastell, Rotpastell Gelbgeschuppt, Silberpastell, Silberorangeolivpastell, Gelborangepastell, Gelbgescheckt, Gelbkopfschecke, Blauschecke, Weißkopfschecke, Dunkelrotschecke, Olivschecke, Schwarzrücken (nicht geklärt, ob echte Mutation) | ||||||||||||||||||||||||||||
| Fotos: |
Noch nicht ganz ausgefärbter Jungvogel
Blaue Mutation des Pennantsittichs |
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| Links: | Der
Aqua (orange) Pennantsittich, von Herrn Peter
Frenger, Mitglied der AZ-AGZ-Arbeitsgruppe Farben / Genetik
Die Erbgänge bei der Vererbung von Farbmutationen bei Plattschweif- und Ringsittichen (AG-AGZ-IG Plattschweifsittiche) AG-AGZ-IG Plattschweifsittiche |
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| Literatur über Plattschweifsittiche: |
Weitere Literaturempfehlungen finden Sie in der Literaturliste. |
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