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| Bild folgt | Auch: Langschwanzsittich
Wiss.: Psittacula longicauda (Boddaert, 1783) Engl.: Long-tailed Parakeet NL: Langstaartparkiet Unterarten:
Beschreibung:
Männchen: Das Gefieder ist grün gefärbt, der Oberkopf ist dunkelgrün, Kopfseiten und Nacken sind rosa, Augenstreif und ein breiter Bartstreif sind schwarz. Der oberer Rücken ist gelblich bis verwaschen bläulichgrau, der unterer Rücken blassblau. Die Unterflügeldecken sind gelblich und die Schwanzdecken blassgrün. Die äußeren Schwanzfedern sind grün, die mittleren Schwanzfedern blau mit blassen Spitzen. Der Oberschnabel ist rot, der Unterschnabel bräunlich-schwarz gefärbt. Die Iris ist gelblichweiß und die Beine sind grau. Weibchen: Nacken und Bartstreif sind grün, die oberen Wangen orangerot. Die Schwanzfedern deutlich kürzer als beim Männchen. Der Schnabel ist bräunlich-schwarz gefärbt. Jungvögel: Der Kopf ist grün mit verschieden ausgeprägten orangeroten Bereichen. Bei Männchen bekommt der Unterrücken bereits einen bläulichem Anflug. Die mittleren Schwanzfedern sind noch kurz, der Schnabel braun (bei einigen Männchen mit rötlichem Anflug auf dem Oberschnabel). Die vollständige Ausfärbung ist im Alter von ungefähr 30 Monaten erreicht. |
| Name: | Der Name bezieht sich auf die beiden auffallend langen
mittleren Schwanzfedern.
Wissenschaflticher Name: longi = sehr lang, cauda = Schwanz => longicauda = Langschwanz |
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| Gattung: | Edelsittiche | ||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Psittacula longicauda longicauda, Langschwanz-Edelsittich
(Nominatform)
Psittacula longicauda defontainei, Natuna-Langschwanz-Edelsittich (Natuna Long-Tailed Parakeet). Er ähnelt der Nominatform, der Oberkopf ist gelblicher und die Kopfseiten sind dunkler. Die Weibchen und Jungvögel ähneln ebenfalls der Nominatform, der Oberkopf ist gelegentlich mehr gelblich und die Wangen sind manchmal dunkler rot gefärbt. Psittacula longicauda modesta, Rotwangen-Langschwanz-Edelsittich (Red-Collared long-tailed Parakeet). Er ist mit 48 cm deutlich größer als die Nominatform. Die Federn des Oberkopfes sind rot mit grünen Spitzen, zum Hinterkopf und Nacken werden sie lilafarben. Die Wangen sind dunkler mit orange-rotem Anflug. Weibchen und Jungvögel ähneln der Nominatform, Oberkopf und Hinterkopf sind grünlich-braun gefärbt, die Wangen sind dunkler rot. Psittacula longicauda tytleri, Andamanen-Langschwanz-Edelsittich (Andaman Long-tailed Parakeet). Er ähnelt der Nominatform, ist mit 44 cm aber größer. Die Federn an Hinterkopf, Nacken und Oberrücken sind gelblichgrün mit gräulich-mauvefarbenen Anflug, Unterrücken und Bürzel sind grün, Hals und Brust besitzen einen blass-bläulichen Anflug. Weibchen und Jungvögel ähneln der Nominatform, sind aber ebenfalls etwas größer. Die Wangen sind dunkler rot gefärbt. Psittacula longicauda nicobarica, Nikobaren-Langschwanz-Edelsittich (Nicobar Long-tailed Parakeet). Mit 48 cm Länge ist er ebenfalls deutlich größer als die Nominatform. Hinterkopf, Nacken und Oberrücken sind grünlich-gelb mit einem blassbläulichen Anflug, der Unterrücken ist grün, die Ohrdecken und Wangen dunkler rot gefärbt. Weibchen und Jungvögel ähneln der Nominatform, sind aber ebenfalls etwas größer und die Wangen sind dunkler rot gefärbt. |
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| Heimat: | Langschwanz-Edelsittich: Südliches Malaysia, Singapur, Borneo,
Sumatra, Indonesien, Bangka-Inseln und Andamanen-Inseln
Natuna-Langschwanz-Edelsittich: Natuna-Inseln, Riau-Inseln und Inseln Bintan, Belitung, Karimata (Indonesien) Rotwangen-Langschwanz-Edelsittich: Insel Enggano (Indonesien) Andamanen-Langschwanz-Edelsittich: Andamanen-Inseln Nikobaren-Langschwanz-Edelsittich: Nikobaren-Inseln |
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| Lebensraum: | Der Langschwanz-Edelsittich bewohnt trockene Landschaften, Waldränder, Sümpfe, Mangroven und sucht auch Ölpalmen-Plantagen und gelegentlich Gärten auf. | ||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Langschwanz-Edelsittich lebt in Gruppen bis 20 Vögel zusammen,
außerhalb der Brutzeit gelegentlich in Schwärmen bis 1000 Vögel.
Abends sammeln sich diese Sittiche in Schwärmen an den Schlafplätzen.
Langschwanz-Edelsittiche sind sehr aktiv, sie klettern schnell in den Bäumen
herum. Wegen ihrer schrillen Schreie in den Bäumen und während
des Fluges sind sind sie sehr auffällig. Es sind gute Flieger, der
Flug ist geradlinig und schnell. Ihre Nahrung, die sie morgens und am späten
Nachmittag suchen, besteht aus Samen, Früchten, Beeren, Nüssen,
Nektar, Blüten und Knospen. Tagsüber ziehen sie sich auf Bäume
zurück, um dort zu ruhen. Sie leben teilweise nomadisch. Gelegentlich
sind sie zusammen mit Rotachselpapageien (Psittinus cyanurus cyanurus)
zu sehen. Sie reagieren auch auf die Alarmrufe der Rotachselpapageien und
verlassen sofort ihren Aufenthaltsort.
Die Brutzeit variiert, da es keine ausgeprägten Regenzeiten gibt. Sie liegt zwischen Februar und Juli. Gebrütet wird in Höhlen in Baumstämmen oder Ästen oder Höhlen in abgestorbenen Bäumen. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern. Die Brutdauer ist unbekannt, die Jungvögel werden vermutlich ca. 2 Wochen gehudert und danach nur noch gefüttert. Die Elternvögel sind tagsüber unterwegs. Wegen der hohen Temperaturen im Verbreitungsgebiet ist ein längeres Hudern nicht notwendig. Die Nestlingszeit wird auf ca. 7 Wochen geschätzt. |
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| Status: | Der Langschwanz-Edelsittich kommt in seinem Verbreitungsgebiet recht häufig vor, die Population ist stabil. | ||||||||||||||||||||||||||
| Haltung: | Der Langschwanz-Edelsittich wird vergleichsweise selten gehalten. Normalerweise
handelt es sich um die Nominatform. Er gilt als empfindlicher und schwieriger
zu halten und zu züchten als die anderen Edelsitticharten.
In der Voliere sollten zusätzlich Schlafkästen (empfohlene
Maße ca. 20-22x20-22x60 cm) angeboten werden.
Sie können gut in der artgleichen Gruppe gehalten werden. Sie vertragen sich auch mit Pflaumenkopfsittichen und anderen Ziervögeln wie z.B. Fasanen oder Tauben. Sie werden in Deutschland nur selten gehalten, selbst bei Züchtern und in Vogelparks. Für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht und für die Wohnungshaltung sind sie nicht geeignet. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter, ggf. mit Waldvogelfutter vermischt, auch mit
Wildsamen, Grassaman oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter odere alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Zucht: | Die Zucht von Langschwanz-Edelsittichen gilt als schwierig. Bei der
Partnerwahl sind sie wählerisch, deshalb sollte er sich seinen Partner
möglichst selbst aussuchen können, um ein harmonisierendes Paar
zu bekommen. Sonst kann es zu Aggressionen gegeneinander kommen. Daher
empfiehlt sich die Haltung in der arteigenen Gruppe mit möglichst
ausgeglichenem Geschlechterverhältnis.
Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden. Es gibt erfolgreiche Bruten in der Gruppe, es gibt aber auch Berichte von Todesfällen nach Auseinandersetzungen zwischen den Vögeln. Vom Beginn der Balz bis zur Eiablage dauert es ca. 2 Wochen. Das Weibchen brütet fest, das Männchen wacht in der Nähe. Kontrollen sollten möglichst vorgenommen werden, wenn sich das Weibchen außerhalb des Kastens oder der Höhle befindet. Langschwanz-Edelsittiche gelten als zuverlässige Brüter. Zu
den größten Problemen kommt es nach den Erfahrungen von Züchtern
innerhalb der ersten zwei Wochen. Als Ursachen werden u.a. Unterkühlung
und die Scheu der Vögel vermutet. Um das Problem der Unterkühlung
zu vermeiden, sollte nach dem Schlupf eventuell eine Nistkastenheizung
angebracht werden, deren Temperatur mit der Zeit langsam gesenkt wird.
Eine vorherige Anbringung könnte die Gefahr der Austrocknung der Eier
mit sich bringen.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | mit Halsbandsittich und Rosenbrustbartsittich | ||||||||||||||||||||||||||
| Links: | Foto: Langschwanz-Edelsittich,
Foto
Foto: Langschwanz-Edelsittich, mit Frucht Foto: Langschwanz-Edelsittich an der Nisthöhle Video: Langschwanz-Edelsittich in Freiheit, an der Bruthöhle |
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| Literatur: |
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