Langschnabelsittich

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Langschnabelsittich, Langschnabelsittich, Langschnabelsittiche, Enicognathus leptorhynchus, Slender-billed Conure, Langsnavelparkiet Wiss.: Enicognathus leptorhynchus (King, 1830)
Engl.: Slender-billed Conure
NL: Langsnavelparkiet
 

Beschreibung:

Länge: 40 cm
Gewicht: 240 g

Männchen: Das Gefieder ist grün, Stirnband und Zügel sind rot und die Augenumgebung ist teilweise rötlich gefärbt. Die Federn auf dem Oberkopf sind auffällig breit mit schwarzer Farbe umsäumt. Die Handschwingen sind bläulichgrün, die Schwanzfedern bräunlichrot. Der schmale, etwas gekrümmte lange Oberschnabel ist schwärzlich, die Wachshaut befiedert, der unbefiederte Augenring grau, die Iris orangerot und die Beine grau gefärbt.

Weibchen: Die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen.

Jungvögel: Das Gefieder ist dunkler gefärbt, der Oberschnabel ist kürzer und an der Spitze hell, der unbefiederte Augenring weißlich.

 
 
Name: Wegen des langen Oberschnabels dieser Sittichart.
Gattung: Smaragdsittiche
Unterarten: keine
Heimat: Zentral- und Süd-Chile
Lebensraum: Der Langschnabelsittich bewohnt vorwiegend Wälder, aber auch halboffende, landwirtschaftlich genutzte Gebiete und Parks.
Freileben: Der Langschnabelsittich lebt in Gruppen von 50 bis 300 Vögeln, manchmal bilden sich Schwärme von über 2000 Vögeln. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Baumfrüchten, Beeren, Nüssen, Blattknospen und Wurzeln, die sie mit ihrem langen Oberschnabel ausgraben. Während des Fluges und bei der Nahrungsaufnahme lassen sie laute Kontaktrufe erklingen. 

Brutzeit ist von November bis Dezember. Gebrütet wird in Baumhöhlen, die, wenn die Sittiche ungestört bleiben, jahrelang genutzt werden. Bei Mangel an Höhlen sollen sie gelegentlich in Felsspalten brüten oder Nester aus Zweigen und Blättern bauen. Es kommt vor, dass mehrere Paare in einem Baum brüten. Das Gelege besteht aus 2-5 Eiern.

Nahrung: Großsittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst, Gemüse, Grünfutter, Keimfutter, gelegentlich Eifutter odere alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, gelegentlich frische Maiskolben, frische Zweige

Dem Langschnabelsittich sollte die Möglichkeit gegeben werden, nach Samen und Wurzeln zu graben. Auch bei Innenhaltung kann man den Vögeln das Graben ermöglichen, indem man den Volierenboden z.B. teilweise mit Erde oder dick mit Sand bedeckt.

Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.

Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Eine Holzvoliere ist möglich. Keine Wohnungshaltung. Empfohlene Mindestmaße Außenvoliere für ein Paar:
4x1,50x2m LxBxH

Möglichst mit Naturboden
Frostfreier Schutzraum

Für die Käfighaltung ist der Langschnabelsittich nicht geeignet. Keine Wohnungshaltung.

In der Voliere sollte ganzjährig ein Schlafkasten zur Verfügung stehen.
  
  
Der Langschnabelsittich ist ein robuster Sittich, der gut in der Außenvoliere gehalten werden kann. Er ist sehr neugierig und zutraulich. In der Voliere sollten Bade- und Nagegelegenheiten (Zweige, morsche Stämme) angeboten werden. Sie lassen sich aber auch gerne beregnen.

Die Stimme ist sehr laut, allerdings rufen diese Sittiche selten, hauptsächlich bei Erregung. 

Da sie sich sehr viel auf dem Boden aufhalten und dort nach Nahrung suchen ist eine regelmäßige (mindestens halbjährliche, besser häufigere) vorbeugende Kotuntersuchung auf Würmer empfehlenswert.

Langschnabelsittiche können in der arteigenen Gruppe gehalten werden, da sie sehr verträglich sind.

Sie werden hauptsächlich in Vogelparks und von wenigen Züchtern gehalten. Für die Haltung in der Wohnung sind sie wegen ihrer Haltungsansprüche und ihrer Seltenheit nicht geeignet.

Zucht: Es wird häufig empfohlen den Langschnabelsittich während der Brutzeit paarweise zu halten, da sie sich in dieser Zeit häufig nicht mehr vertragen. Eventuell ist dies auch platzabhängig. Trennungsmöglichkeiten sollten bei Gruppenhaltung jedenfalls vorhanden sein.

Beide Eltern brüten.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Bruten / Jahr: 1
Brutzeit: normalerweise ab April
ganzjährig möglich
Nistkastenmaße: ca. 30x30x30-80 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: 8 cm
Bodenbelag: Hobelspäne, Sägespäne
Gelege: 2-6 Eier
Legeabstand: 2 Tage
Brutbeginn: ab dem 2.-3. Ei
Brutdauer: ca. 26 Tage
Nestlingszeit: ca. 7-8 Wochen
Selbständigkeit: ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: Angaben unterschiedlich: 
6,5 mm Ø (auch laut BNA) oder 7,5 mm Ø

Foto: Langschnabelsittich, Langschnabelsittiche (Enicognathus leptorhynchus, Slender-billed Conure)
Langschnabelsittiche halten sich viel auf dem Boden auf, um z.B. 
eingeharkte Sonnenblumenkerne zu suchen.
Dabei wühlen sie den Boden regelrecht auf. 


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