Kubasittich

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Kubasittich, Kubasittiche (Aratinga euops, Cuban Conure, Red-speckled Conure, Cubaanse Aratinga, Cubaanse Parkiet)

Trotz einiger roter Federn gut getarnt:
der Kubasittich

Wiss.: Aratinga euops (Wagler, 1832)
Engl.: Cuban Conure, Red-speckled Conure
NL: Cubaanse Aratinga, Cubaanse Parkiet
 

Beschreibung:

Länge: 26 cm
Gewicht: 90 g

Männchen: Das Gefieder ist grün, , Brust und Bauch sind gelblichgrün, einzelne rote Federn sind über den Kopf und den Körper verteilt. Der Flügelbug und die kleinen Unterflügeldecken sind rot, die großen Unterflügeldecken, die Unterseite der Schwingen und die Schwanzunterseite sind olivgelb. Der Schnabel ist hornfarben, der unbefiederte Augenring weiß, die Iris gelb und die Beine bräunlich.

Weibchen: Die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen.

Jungvögel: Der Flügelbug ist grün. Die Unterflügeldecken haben weniger, das sonstige Gefieder gar keine rote Federn. Die Iris ist braun gefärbt.
 


 
Gattung: Keilschwanzsittiche
Unterarten: keine
Heimat: Kuba. Früher auch Isla de Pinos, dort bereits ausgestorben.
Lebensraum: Der Kubasittich lebt in Bergwäldern und baumbestandenem Grasland, teilweise auch in der Küstenregion.
Freileben: Der Kubasittich lebt paarweise oder in Gruppen bis zu 30 Vögeln zusammen. Gelegentlich ist er zusammen mit der Kubaamazone zu sehen. Kubasittiche sind nicht scheu und nicht besonders aufmerksam, wenn sie nach Nahrung suchen. Die Nahrung, die hauptsächlich aus Früchten, Beeren, Samen, Nüssen, Blüten und Blattknospen besteht, wird vorwiegend morgens und abends gesucht. Mit ihrem Gefieder fallen sie in den Bäumen kaum auf, allerdings machen sie durch laute Schreie auf sich aufmerksam. Sie sind sehr lebhaft. Die Sittiche leben nomadisch, im September und Oktober wandern sie aus den Bergen ins flachere Land ab. 

Der Kubasittich kommt nur noch in wenigen voneinander isolierten Inselgebieten vor und ist sehr stark gefährdet.

Die Brutzeit liegt im Mai und August. Die Nisthöhlen befinden sich vorzugsweise in Spechthöhlen in Palmen oder in Termitenbauten. Das Gelege besteht aus 3-5 Eiern.

Nahrung: Großsittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, viel Obst, Gemüse und Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter, gelegentlich Eifutter odere alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige mit Blüten und Knospen
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.
Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Eine Holzvoliere ist möglich. Keine Wohnungshaltung. Empfohlene Mindestmaße Außenvoliere für 1 Paar:
3x1-1,50x2 m LxBxH

Frostfreier Schutzraum

Für die Käfighaltung ist der Kubasittich nicht geeignet. Keine Wohnungshaltung.

In der Voliere sollten Schlafhöhlen angeboten werden.
  
  
Der Kubasittich ist lebhaft, verspielt und neugierig. Im Vergleich zu anderen Keilschwanzsitticharten ist er leiser, allerdings sind besonders die Warnrufe laut. Kubasittiche beruhigen sich nach Aufregungen schnell wieder. Sie nagen nicht besonders viel, dennoch sollten ihnen stets frische ungiftige Zweige zum Nagen zur Verfügung stehen. Sie baden gerne, deshalb sollte ihnen stets eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Außerhalb der Brutzeit können sie in der arteigenen Gruppe oder anderen kleinen Keilschwanzsitticharten zusammengehalten werden.

Kubasittiche werden in Deutschland fast nur von wenigen Züchtern und in wenigen Vogelparks gehalten. Deshalb eignen sie sich nicht für die private Haltung und wegen der nicht ganz einfachen Zucht nicht für Anfänger in der Sittichzucht.

Zucht: Die Zucht von Kubasittichen gilt als schwierig, die erfolgreiche Verpaarung von zwei gegengeschlechtlichen Vögeln gelingt vergleichsweise selten. Da Kubasittiche nicht besonders häufig gehalten werden, sind die Möglichkeiten einen passenden Partner zu finden leider auch beschränkt
.
Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da es sich anderen Sittichen gegenüber meistens sehr aggressiv verhält.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Bruten / Jahr: 1-2
Brutzeit: im Januar oder Februar
Nistkastenmaße: ca. 25x25x60 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: 6 cm
Bodenbelag: Hobelspäne
Gelege: 3-5 Eier
Legeabstand: 2-3 Tage
Brutbeginn: ab dem 2. Ei
Brutdauer: ca. 23 Tage
Nestlingszeit: ca. 50-60 Tage
Selbständigkeit: ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: 6,0 mm Ø
Beringung: am ca. 12. Lebenstag.


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