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Junges Männchen
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Wiss.: Alisterus
scapularis (Lichtenstein, 1818)
Engl.: Australian King Parakeet NL: Australische Koningsparkiet Beschreibung: Länge: 42-43 cm
Männchen: Das Gefieder an Kopf, Hals und Unterseite ist scharlachrot. Der Australische Königssittich besitzt ein blaues Nackenband, hellgrüne Schultern und einen dunkelgrünen Rücken. Auf den dunkelgrünen Flügeln befindet sich ein hellgrüner Streifen. Unterrücken, Bürzel und Schwanzfederoberseite sind dunkelblau bis schwarz, die Schwanzfederunterseite schwarz gefärbt. Die Unterschwanzdecken sind rot und schwarz gesäumt. Der Oberschnabel ist rot, Spitze und Unterschnabel sind schwarz. Die Iris ist gelb und die Beine sind grau gefärbt. Weibchen: Kopf und Schwanzfedern sind grün gefärbt, die grünen Hals- und Brustfedern besitzen einen rötlichem Anflug. Der blauen Federn des Unterrückens und des Bürzels sind grün gesäumt. Der Bauch ist rot, die grünen Unterschwanzdecken sind rot gesäumt. Meistens fehlt der hellgrüne Flügelstreifen. Der Oberschnabel ist grauschwarz, Spitze und Unterschnabel sind hellbraun. Die Iris ist blassgelb gefärbt. Jungvögel: Die Jungvögel ähneln den Weibchen, ihre Iris ist braun. Der Schnabel ist bei Männchen gelblich oder hellrot, bei Weibchen färbt er sich kurz nach dem Ausfliegen schwarz. Die Umfärbung beginnt normalerweise ab dem 16. Monat, häufig auch schon im 1. Lebensjahr. Die volle Ausfärbung nach ca. 2 Jahren erreicht. |
| Name: | Wissenschaftliche Bezeichnung alisterus:
der australische Ornithologe Gregory Macalister Mathews (1876-1949) widmete
diese Gattungsbezeichnung seinem Sohn Alister
scapulares = lateinisch: Schulterfedern |
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| Gattung: | Königssittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | A. s. scapularis, Australischer Königssittich (Nominatform)
A. s. minor, Kleiner Australischer Königssittich, wie Nominatform, 38 cm |
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| Heimat: | Australischer Königssittich: östliches Queensland, östliches
Neusüdwales, östliches Victoria (Ost-Australien, Küstengebiete)
Kleiner Australischer Königssittich: nordöstliches Queensland (Nordost-Australien, Küstengebiete) |
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| Lebensraum: | Der Australische Königssittich bewohnt den Tropischen Regenwald, Eukalyptuswälder, offenes Waldland, dichtes Buschland, Felder, Gärten und Parks. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Australische Königssittich lebt paarweise oder in kleinen
Gruppen, an Nahrungsplätzen auch in größeren Gruppen. Im
Herbst sammeln sich Jungvögel in Gruppen von bis zu 30 Vögeln.
Ihre Nahrung suchen Königssittiche auf Bäumen und auf dem Boden,
ihr Gang wirkt auf dem Boden recht ungeschickt. Die Nahrung besteht hauptsächlich
aus Samen, Früchten, Grünfutter, Knospen, Nektar, Beeren, Nüssen
und Insekten. Auf Feldern und Obstplantagen können sie bei der Nahrugnssuche
einigen Schaden anrichten. Während der Nahrungsuche sind sie recht
leise und verständigen sich mit gackernden Lauten. Ihr Kontaktruf
ist ein zweisilbiger schriller Ton. Es sind sehr vorsichtige Sittiche,
die bei Gefahr mit rauhen metallischen Schreien warnen und schnell wegfliegen.
Der Flug ist geradelinig und wirkt leicht.
Die Brutzeit liegt im September bis Januar. Die Bruthöhle befindet sich in hohlen Stämmen oder Ästen. Die Höhlen sind oft mehrere Meter tief und mit kleinen Holzstücken ausgelegt. Das Gelege, das aus 3 bis 6 Eiern besteht, wird ca. 20 Tage bebrütet. Das Weibchen brütet alleine, das Männchen wacht in der Nähe und füttert das Weibchen. Im Alter von ca. 35 Tagen fliegen die Jungvögel aus. Der Familienverband bleibt noch einige Wochen bestehen. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter, auch mit Wildsamen oder Grassamen angereichert,
Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternatives
tierisches Ersatzfutter wie z.B. Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: |
Die Voliere sollte am besten in der Nähe von Bäumen stehen und / oder bepflanzt sein, da die Königssittiche in ihrer Heimat Waldgebiete bewohnen. Für Käfige ist der Australische Königssittich überhaupt
nicht geeignet, da er hierfür zu groß ist und dann außerdem
zu Trägheit und Verfettung
neigt. Er braucht vergleichsweise große Volieren, was bei der Anschaffung
unbedingt beachtet werden sollte. Die Sitzäste sollten so weit entfernt
voneinander angebracht werden, dass er die Möglichkeit hat, in der
Voliere zu fliegen.
Königssittiche sollten auch außerhalb der Brutzeit paarweise
gehalten werden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Sitticharten ist aber
in sehr großen Volieren möglich
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| Zucht: | Die Zucht gilt als schwierigiger als bei vielen anderen Sitticharten.
Züchter empfehlen meistens, keine weiteren Königssittiche in
benachbarten Volieren zu halten, da sie sich sonst von ihrer Brut ablenken
können.
Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Nistkästen und Naturstammhöhlen werden nach verschiedenen Zuchtberichten häufig lieber in der Außenvoliere angenommen als im Schutzraum. Die Nistkastenkontrolle erfolgt den Berichten nach normalerweise problemlos. Sollten die Elternvögel den Jungvögeln gegenüber aggressiv
reagieren, müssen sie voneinander getrennt werden. Einige Züchter
empfehlen eine vorbeugende Trennung nach ungefähr 4 Wochen nach dem
Ausfliegen der Jungvögel.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | mit Grünflügel-Königssittich, Rotflügelsittich, Schildsittich, Singsittich, Pennantsittich | ||||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | Lutino (rote Farbe bleibt, Flügel gelb), Gelb (Schwarzauge), Schecke
(selten), Zimt, Blau (selten)
Orange gilt derzeit (2002) nicht als Mutation (weil scheinbar nicht vererbbar), sondern als farbliche Modifikation |
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| Weiterführende Literatur: | Forshaw, Joseph M.: Australische Papageien, Bd.2, Arndt-Verlag, 2003
Pfeffer, Franz: Der gelbe Australische Königssittich (Alisterus scapularis) und andere Mutationen in: Die Voliere 25, 12 (2002), S. 367-370 |
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