Hornsittich

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Hornsittich (Eunymphicus cornutus, Horned Parakeet, Hoornparkiet)

 

Wiss.: Eunymphicus cornutus (Gmelin, 1788)
Engl.: Horned Parakeet
NL: Hoornparkiet
 

Beschreibung:

Länge: 32 cm
Gewicht: ca. 80-90 g

Männchen: Der Hornsittich ist allgemein grün gefärbt, die Unterseite ist gelblichgrün. Der Oberkopf ist rot, Augenregion, Zügel und untere Wangenregion sind schwärzlich, die Ohrdecken bis zum Hinterkopf gelblichgrün gefärbt. Er besitzt zwei bis drei schmale längere Scheitelfedern. Die Außenfahnen der Handschwingen sind violettblau, die Schwanzfedern sind auf der Oberseite bläulich und auf der Unterseite bräunlichschwarz. Schnabel und Wachshaut sind schwarz, die Iris ist orangerot, die Beine sind dunkelgrau.

Weibchen: Die Weibchen ähneln den Männchen, Körper, Kopf und Schnabel sind allerdings kleiner, die Scheitelfedern schmaler und kürzer und mehr nach oben gebogen.

Jungvögel: Sie sind blasser gefärbt. Bei den Männchen ist die Maske schwärzer und der Schnabel größer als bei den Weibchen, die Scheitelfedern sind länger und nicht so gebogen wie bei Weibchen. Der Schnabel ist noch hornfarben, die Iris dunkel. Die Jugendmauser beginnt ab dem 10.-12. Monat.

 
 
Gattung: Hornsittiche
Unterarten: E. c. cornutus, Hornsittich (Nominatform)
E. c. uvaeensis, Uvea-Hornsittich, grün, schwärzlich-grünes Gesicht, wenig Rot auf dem Oberkopf, sechs verlängerte, stark aufwärts gebogene gründe Scheitelfedern unterschiedlicher Länge, Schnabel schwarz mit blaugrauem Band auf der Schnabelwurzel
Heimat: Hornsittich: Neukaledonien
Uvea-Hornsittich: Ouvéa (Loyauté-Inseln)
Lebensraum: Der Hornsittich bewohnt Feuchtwälder.
Freileben: Der Hornsittich lebt einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen zusammen, die sich vorzugsweise in Baumkronen, aber auch in Büschen ca. 1m über dem Boden aufhalten. An Plätzen mit ausreichendem Futterangebot können sich größere Gruppen ansammeln. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Samen, Beeren, Nüssen, jungen Blättern und Blütenknospen. Während der Nahrungsaufnahme und während des Ruhens verständigen sich Hornsittiche mit eigenartigen glucksenen Tönen, bei Gefahren lassen sie eine Reihe schriller Schreie erklingen.

Der Hornsittich ist durch die Zerstörung der Wälder gefährdet, die Unterart Uvea-Hornsittich ist sehr gefährdet. Die beiden Unterarten sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang A, geschützt.

Die Brutzeit liegt im Oktober bis Dezember. Sie brüten in Baumhöhlen oder Felsspalten. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern.

Nahrung: Großsittichfutter mit wenigen Sonnenblumenkernen, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, viel Obst und Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter, gelegentlich Eifutter oder alternative tierische Eiweißquellen, z.B. Mehlwürmer oder getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.
Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Eine Voliere aus Holz ist möglich. Empfohlene Mindestmaße für 1 Paar:
3-4 x 1,50 x 2m LxBxH

Frostfreier, besser beheizbarer Schutzraum (empfohlene Mindesttemperatur: 10°C)

Für die Käfighaltung ist der Hornsittich ungeeignet, u.a. weil er Rückzugsmöglichkeiten benötigt

Es wird häufig empfohlen Rückzugsmöglichkeiten in der Voliere anzubieten, wo die Sittiche ungestört sind.
 

Der Hornsittich gilt im Gegensatz zur Unterart Uvea-Hornsittiche als relativ robust. Er ist ein lebhafter Sittich, außerdem neugierig, verspielt und zutraulich. Er nagt wenig, badet aber gerne und lässt sich gerne beregnen. 

Hornsittiche können auch in der Gruppe gehalten werden. Außerhalb der Brutzeit können sie gut mit anderen friedlichen Sitticharten zusammen gehalten werden. 

Hornsittiche ähneln im Verhalten den Laufsittichen (Ziegensittich, Springsittich). Sie sind ähnlich verspielt und neugierig und zeigen außerhalb der Brutzeit ebenso wenig Paarverhalten wie gegenseitige Gefiederpflege und gegenseitiges Füttern. 

Es ist verschiedenen Berichten nach nicht einfach ein harmonisierendes Paar zu finden.

Hornsittiche werden in Deutschland fast nur von Züchtern und in Vogelparks gehalten. Für die private Haltung und Wohnungshaltung sind sie u.a. deshalb wenig geeignet.

Lebenserwartung: ca. 20-25 Jahre
Zucht: Die Zusammenstellung eines harmonsisierenden Zuchtpaares gilt als nicht ganz einfach. Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden.
Das Weibchen brütet alleine und verlässt die Bruthöhle gelegentlich, um zu fressen, es wird aber auch vom Männchen gefüttert.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Fortpflanzungsfähigkeit: ab 2 Jahren, gelegentlich werden im ersten Jahr unbefruchtete Eier gelegt
Bruten / Jahr: 1-2
Brutzeit:  im April / Mai, manchmal wird im Juni / Juli ein zweites mal gebrütet
Nistkastenmaße: ca. 25x25x40-50 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: 9 cm
Bodenbelag: Hobelspäne
Gelege: 3-5 Eier
Legeabstand: 1-2 Tage
Brutbeginn: ab dem 1. oder 2. Ei
Brutdauer: ca. 21 Tage
Nestlingszeit: ca. 35 Tage
Selbständigkeit: ca. 3-4 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: 6,0 mm Ø
Beringung: im Alter von ca. 10-14 Tagen


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