Hoffmann's Rotschwanzsittich

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Hoffmann's  Hoffmanns Rotschwanzsittich, Pyrrhura hoffmanni, Sulphur-winged Conure , Hoffman's Conure, Hoffmanns Parkiet

Foto: © Roderich Warnsing

Wiss.: Pyrrhura hoffmanni (Cabanis, 1861)
Engl.: Sulphur-winged Conure, Hoffman's Conure
NL: Hoffmanns Parkiet
 

Beschreibung:

Länge: 24 cm

Gewicht: ca. 85 g
Gewicht Unterart Chirqui-Sittich (nach M. Reinschmidt, Loro Parque, Teneriffa*):
ca. 80-90 g

Männchen: grün, Federn am Ober- und Hinterkopf, Nacken, Zügel und Wangen mit blassgelben Säumen. Hals und Brust mit variablem orangegelben Anflug. Ohrdecken dunkelrot, Handdecken, Armschwingen und innere Handschwingen gelb, zu den Spitzen hin grün, Außenfahnen der Handschwingen blau. Schwanzoberseite oliv, Unterseite braunrot. Schnabel hornfarben, nackter Augenring weiß, Iris braun, Beine grau.

Weibchen: wie Männchen

Jungvögel: wie Männchen und Weibchen
 

* M. Reinschmidt: Haltung und Zucht des Chiriqui-Sittichs, Papageien, 10 (2001)


 
Name: Hoffmann's Rotschwanzsittich: nach Dr. Carl Hoffmann (1823-1859), einem Arzt, der 1853 nach Costa Rica auswanderte, um Tiere und Pflanzen zu erforschen und ein Buch darüber zu veröffentlichen. Er entdeckte dabei u.a. den dann nach ihm benannten Hoffmann's Rotschwanzsittich.

Chirqui-Sittich: nach seiner Heimat, westliches und zentrales Chiriqui (sowie in Bocas del Toro) in West-Panama

Gattung: Rotschwanzsittiche
Unterarten: P. h. hoffmanni, Hoffmann's Rotschwanzsittich (Nominatform)
P. h. gaudens, Chiriquisittich, ähnlich Nominatform, 25 cm, Federn am Kopf mit ausgeprägteren gelben Säumen, am Scheitel orange und zum Nacken hin rot, Unterseite dunkler grün. Jungvögel ähnlich wie Erwachsene, aber Scheitel und Nacken ohne Orange und Rot
Heimat: Hoffmann's Rotschwanzsittich: südliches Costa Rica
Chiriquisittich: West-Panama
Lebensraum: Bergwälder und ihre Randgebiete, Weiden. Überwiegend subtropische Zone zwischen 500-1000 und 2400-3000 m ü. NN (unterschiedliche Angaben in der Literatur)
Freileben: Der Hoffmann's Rotschwanzsittich lebt paarweise und in kleinen Gruppen zusammen, gelegentlich auch in Schwärmen. Hoffmann's Rotschwanzsittiche halten sich vorwiegend in Baumkronen auf, wo sie auch einen Großteil ihrer Nahrung, die hauptsächlich aus Früchten, Beeren, Blüten, Samen und Nüssen besteht, suchen. Sie besitzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sitzen während des Ruhens häufig in kleinen Gruppen zusammen, auch um sich gegenseitig zu putzen. Hierbei sind auch ihre Kontaktlaute zu hören. Während ihres schnellen und vergleichsweise niedrigen Fluges rufen sie laut und schrill. Thomas Arndt (Südamerikanische Sittiche, Rotschwanzsittiche, 1983) beschreibt die Laute als fast singvogelartig. Der Tovisittich soll stimmlich recht ähnlich sein.

Das Brutverhalten ist weitestgehend unbekannt. Brutzeit ab Mai.

Nahrung: Großsittichfutter mit wenigen oder ohne Sonnenblumenkerne, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, viel Obst, Gemüse und Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter und Eifutter und / oder alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.
Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Voliere aus Metall. Keine Wohnungshaltung. Außenvoliere aus Metall

Mindestmaße für 1 Paar:
3x1-1,50x2 m LxBxH

Mindestmaße Schutzraum: 1x1-1,50x2m LxBxH

Beheizbarer Schutzraum (empfohlene Mindesttemperatur: ca. 10°C)

Für die Käfighaltung ist der Hoffmann's Rotschwanzsittich nicht geeignet. Keine Wohnungshaltung.

Den Sittichen sollte ganzjährig eine Schlafhöhle zur Verfügung stehen.
 

Der Hoffmann's Rotschwanzsittich ist relativ leise. Er badet gerne und nagt viel, deshalb sollten stets eine Badegelegenheit und frische Zweige zum Knabbern zur Verfügung stehen.

Hoffmann's Rotschwanzsittiche können gut in der arteigenen Gruppe gehalten werden.

Sie werden vergleichsweise selten gehalten, vorwiegend von Züchtern.
Für Anfänger in der Sittichhaltung sind sie schon wegen des seltenen Vorkommens derzeit nicht unbedingt besonders geeignet.

Zucht: Welterstzucht des Chiriqui-Sittichs 1982 in Arizona (USA).

Die Zucht gilt als schwierig. Es hat sich als hilfreich erwiesen, Nistkästen verschiedener Größe (auch bezogen auf die Höhe) anzubieten, damit sich das Paar die bevorzugte Kastenart auswählen kann.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Bruten / Jahr: 1-2
Brutzeit: ab Februar
Nistkastenmaße: ca. 20x20x45-80 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: ca. 7 cm
Bodenbelag: Hobelspäne
Gelege: 4-6 Eier
Legeabstand: 2 Tage
Brutbeginn: ab dem 1. oder 2. Ei
Brutdauer: ca. 24 Tage
Nestlingszeit: ca. 50 Tage
Selbständigkeit: ca. 4 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: 5,0 mm Ø


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Copyright Foto © Roderich Warnsing, vielen Dank :-)
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