Goldstirnsittich

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Goldstirnsittich, Goldstirnsittiche, Aratinga aurea, Peach-fronted Conure, Golden-crowned Conure, Goudvoorhoofdparkiet Wiss.: Aratinga aurea (Gmelin, 1788)
Engl.: Peach-fronted Conure, Golden-crowned Conure
NL: Goudvoorhoofdparkiet
 

Unterarten:
Goldstirnsittich (Nominatform), Großer Goldstirnsittich (allerdings umstrittene Unterart)
 

Beschreibung:
Länge: je nach Quelle 25-26 cm
Gewicht: 80-105 g

Männchen: Der Goldstirnsittich ist überwiegend grün gefärbt, auf der Oberseite dunkler  grün und auf der Unterseite, (untere Brust und Bauch) gelblichgrün. Die Federn an Stirn, Vorderscheitel und Augenregion sind orange, Zügel, Hinterscheitel und Nacken blau. Hals und obere Brust sind olivbraun. Unterflügeldecken und sind gelblichgrün, die Armschwingen blau und die Handschwingen blau und grün. Die Schwanzfedern sind auf der Oberseite grün mit blauen Spitzen, auf der Unterseite olivgelb. Der Schnabel ist schwarz, der schmale unbefiederte Augenring weiß, die Iris orange und die Beine grau.

Weibchen: Es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus, die Weibchen unterscheiden sich nicht von den Männchen.

Jungvögel: Die Augenregion ist noch nicht orange. Die Iris ist noch dunkel gefärbt.


 
Gattung: Keilschwanzsittiche
Unterarten: Aratinga aurea aurea, Goldstirnsittich (Nominatform)
Aratinga aurea major, Großer Goldstirnsittich. Es gibt keine Unterschiede zur Nominatform außer der Länge von 30 cm und dem Verbreitungsgebiet (siehe Punkt "Heimat"). Diese Unterart wird diskutiert und in Frage gestellt.
Heimat: Goldstirnsittich: verstreute Gebiete südwärts des Amazonas und östlich des Madreira sowie in Mato Grosso und Sao Paulo (Brasilien), Ostbolivien, Nord-Argentinien, Südost-Peru
Großer Goldstirnsittich: nördliches Paraguay
Lebensraum: Goldstirnsittiche bewohnen Laubwälder, Galeriewälder, Savannen sowie halboffene Landschaften und suchen auch landwirtschaftlich genutzte Flächen auf.
Freileben: Außerhalb der Brutzeit lebt der Goldstirnsittich paarweise oder in Gruppen von bis zu 30 Vögeln, an Nahrungsplätzen auch in größere Schwärmen. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Früchten, Beeren, Nüssen und Insekten. Goldstirnsittiche sind wenig scheu und kommen recht häufig vor.

Die Brutzeit  ist von Mai bis September. Die Bruthöhlen befinden sic in hohlen Ästen, Baumstämmen und Höhlen von Baumtermiten. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern.

Haltung:
Voliere
Außenvoliere
Käfig
Zimmervoliere mit zusätzlichem Freiflug. Ganzmetallvoliere. Ganzmetallvoliere.
Empfohlene Mindestmaße für 1 Paar:
3x1x2 m LxBxH

Frostfreier Schutzraum

Käfig mit sehr viel Freiflug

Empfohlene Mindestmaße für ein Paar:
1x0,80x1 LxBxH

Der Goldstirnsittich ist allgemein zutraulich und kann zahm werden. Das Nachahmungstalent ist oft relativ gut ausgeprägt, so dass diese Sittiche das ein oder andere Wort sprechen lernen oder Melodien nachpfeifen können. Außerdem sind es sehr verspielte Vögel. Diese Eigenschaften machen sie besonders in den USA zu beliebten Heimvögeln, die aber leider meist als Einzelvögel gehalten werden (-> Informationen zum Thema Einzelhaltung). Nicht selten stammen die Jungvögel aus Handaufzuchten, um die Sittiche handzahm abgeben zu können und damit für die Käufer attraktiver zu machen. In Deutschland dagegen sind Goldstirnsittiche in privater Haltung nicht weit verbreitet, man findet sie hauptsächlich bei Züchtern und in Vogelparks.

Goldsittiche sind allgemein vergleichsweise ruhige Sittiche, die allerdings auch laut rufen können. Es sollten immer frische Zweige zur Verfügung stehen, da es starke Nager sind. Die Zweige eignen sich auch gut zum Spielen und zum Klettern. Sie können fest angebracht sein oder auch als Schaukeln angeboten werden. Eine Badegelegenheit sollte deshalb ebenfalls immer zur Verfügung stehen, denn viele Sittiche baden gerne oder lassen sich gerne beregnen.

Außerhalb der Brutzeit können Goldstirnsittiche in der arteigenen Gruppe oder mit anderen Sittichen zusammen gehalten werden.

Nahrung: Großsittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter, gelegentlich Eifutter oder alternative tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung.
Zucht: Die Zucht des Goldstirnsittichs gilt als relativ einfach, obwohl Nistkastenkontrollen schwierig werden können, falls das Männchen aggressiv reagiert. Während der Brutzeit sollte das Paar alleine gehalten werden, da es sehr aggressiv gegenüber anderen Vögeln reagieren kann.

Der Nistkasten sollte wegen des starken Nagens aus dickwandigen Brettern bestehen, am besten mit zweitem Boden, der benagt werden kann. Wenn es keinen zweiten Boden gibt empfehlen einige Züchter den Boden zu kontrollieren, damit dieser nicht teilweise durchgenagt wird. Bei hohen Nistkästen ist eine Einstiegshilfe empfehlenswert.

Das Weibchen brütet alleine, das Männchen sitzt gelegentlich mit im Nistkasten, brütet aber nicht mit.
 

Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von Züchtern):
 
Bruten / Jahr: 2-3
Brutzeit: im Frühjahr
Nistkastenmaße: verschiedene Angaben, die Maße variieren zwischen
ca. 20x20x30-40 cm LxBxH und
ca. 25x25x30-70 cm LxBxH
Einschlupflochdurchmesser: 7-8 cm
Bodenbelag: Sägespäne, Hobelspäne
Gelege: 3-4 Eier
Legeabstand: 2-3 Tage
Brutdauer: ca. 23 Tage, in einer Quelle1 wurden 26 Tage angegeben
Nestlingszeit: ca. 50 Tage
Selbständigkeit: ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen
Ringgröße: 5,5 mm Ø

Literatur: 1 Rudolf Vit: Goldstirnsittiche - empfehlenswerte Pfleglinge in: Die Voliere 19, 4 (1996)


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