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Wiss.: Guaruba
guarouba (Gmelin, 1788)
Engl.: Golden Conure NL: Goudparkiet Beschreibung:
Männchen: Der Goldsittich erhielt seinen Namen wegen seines goldgelben Gefieders. Nur die Schwingen haben eine dunkelgrüne Farbe. Der Schnabel ist hornfarben und die Beine rosa gefärbt. Der Augenring ist weiß, die Iris braun. Weibchen: Es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus, die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen. Jungvögel: Das gelbe Gefieder ist mit grünen Federn durchsetzt, außerdem ist der Kopf mit graugrünen Streifen überzogen. Nach ca. 21 Monaten sind die Jungvögel vollständig ausgefärbt. |
| Gattung: | Goldsittiche | ||||||||||||||||||||||||||
| Systematik: | Früher: Aratinga guarouba
Der Goldsittich wurde den Keilschwanzsittichen zugeordnet, auch Thomas Arndt1 führt ihn 1981 noch als Unterart der Keilschwanzsittiche auf. Wegen seiner Gestalt (die Schwanzfedern sind z.B. im Verhältnis zum Körper im Vergleich mit anderen Keilschwanzsitticharten kürzer), Farbe und Verhaltens wird er heute als eigenständige (monotypische) Gattung geführt. |
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| Unterarten: | keine | ||||||||||||||||||||||||||
| Heimat: | Nordost-Brasilien südlich des Amazonas, inzwischen auch in West-Brasilien (Rondonia, Mato Grosso) gesichtet. | ||||||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Goldsittich lebt im tropischen Regenwald. | ||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Außerhalb der Brutzeit leben Goldsittiche paarweise und in kleinen
Gruppen. Sie halten sich hauptsächlich auf Bäumen auf, vorwiegend
in der Nähe von Flüssen. Offenes Land meiden sie möglichst,
deshalb führt die Zerstörung der Wälder zu einem Rückgang
des Goldsittichbestandes.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Beeren, Samen und Nüssen. Brutbeginn ist im Oktober. Die Nester befinden sich in Baumhöhlen in etwa 10 m Höhe über dem Boden. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern, die ca. 28-30 Tage bebrütet werden. Die Nestlingszeit beträgt ca. 55-60 Tage. Nach dem Ausfliegen der Jungvögel bleibt der Familienverband noch einige Tage bestehen, bevor sie sich wieder einer Gruppe anschließt. |
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| Schutzstatus: | Fachleute gehen davon aus, dasss der Goldsittich vermutlich noch nie
häufig vorkam. Inzwischen ist er zusätzlich u.a. durch die Zerstörung
seines Lebensraums gefährdet.
Er ist durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES), Anhang A, geschützt. Außerdem gibt es seit 1991 ein Erhaltungs-Zuchtprogramm, das Eurpopäische Erhaltungs-Zuchtprogramm (EEP). Das Zuchtbuch wird im Zoo von San Diego geführt. |
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| Haltung: |
In der Voliere sollte ein Schlafkasten ganzjährig angeboten werden.
Goldsittiche gelten als sehr gesellig. Sie pflegen einen großen sozialen Kontakt zueinander. Innerhalb der arteigenen Gruppe verhalten sie sich friedlich, während sie anderen Papageienvögeln gegenüber aggressiv werden können. Ihre Stimme ist sehr laut und schrill, gelegentlich wird auch von meliodiösen Tönen und einem Nachahmungtalent (Sprechen weniger Wörter) berichtet. Sie nagen viel, weshalb frische ungiftige Zweige zum Knabbern zur Verfügung stehen sollten. Sie dienen auch der Beschäftigung der Sittiche. Diese verspielten Sittiche benötigen viele Möglichkeiten zur Beschäftigung. Verschiedene Autoren (z.B. Thomas Arndt1 oder Rosemary Low2) schreiben, dass Goldsittiche stärker zum Federrupfen neigen als andere südamerikanische Sittiche. Die genaue Ursache hierfür ist noch unklar, möglicherweise hängt sie mit einer falschen Haltung und / oder Unterbeschäftigung zusammen. Auch die Jungvögel aus einer Brut werden anscheinend vergleichsweise häufig gerupft. Wenn mehrere Goldsittiche in einer Voliere gehalten bzw. gezüchtet werden sollen, sollten sie nach Erfahrungen verschiedener Züchter möglichst gemeinsam hineingesetzt werden, da sie Neulinge sonst trotz ihres ansonsten sehr sozialen Verhaltens in der Gruppe oft angreifen. Goldsittiche sollte nicht mit anderen Sitticharten oder Papageien zusammen gehalten werden. Diese Sittichart wird in Deutschland sehr selten gehalten, vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks. Für die Wohnungshaltung ist der Goldsittich wegen seiner Eigenschaften nicht geeignet. Er eignet sich nicht für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter ohne oder mit wenigen Sonnenblumenkernen, auch
mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, viel
Obst
(bevorzugt werden süße Sorten wie z.B. Äpfel, Kiwis, Bananen,
Melonen), Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Zucht: | Die Zucht von Goldsittichen gilt als schwierig. Die Empfehlungen der
Haltung während der Brutzeit sind unterschiedlich.
Die Mehrheit der mir bekannten Züchter empfiehlt die paarweise Haltung, andere bevorzugen die Gruppenhaltung (meistens 2 Paare). Rosemary Low2 stellt fest, dass die Zucht scheinbar erfolgreicher ist, wenn mehrere Goldsittiche paarweise in verschiedenen Volieren zur Zucht angesetzt werden, da sich die Vögel durch ihre Rufe gegenseitig zur Brut anregen. Die anderen Goldsittiche befinden sich dabei nicht in Nachbarvolieren, sondern weiter entfernt. Offenbar ist diese Rufstimulanz ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Zucht. Die Gruppenhaltung in einer Voliere wiederum kann die Sittiche den Erfahrungen einiger Züchter nach vom Brüten zu sehr ablenken. Die Voliere sollte möglichst einen schattigen Standort haben, da dies dem natürlichen Lebensraum Wald näherkommt als ein sonniger Standort. Als Nistgelegenheit werden Bruthöhlen in Baumstämmen und dickwandigen Nistkästen angenommen. Um das Zerbrechen der Eier zu verhindern, kann der Nistkasten L-förmig sein oder schräg aufgehängt werden. Auf Nistkastenkontrollen reagieren die Elternvögel teilweise sehr
empfindlich oder aggressiv, das Gelege kann sogar ganz verlassen und der
Nachwuchs nicht mehr gefüttert werden.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mutationen: | keine | ||||||||||||||||||||||||||
| Foto: | ![]() |
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| Literatur: | 1 Arndt, Thomas: Südamerikanische Sittiche,
Keilschwanzsittiche, Müller, Walsrode, 1981, ISBN 3-923269-02-1
2 Rosemary Low u.a. in: Die Voliere 18, 11 (1995) |
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| Links: | Sehr informative
und schöne Homepage über den Goldsittich (englisch)
Golden Conure Survival Fund des World Parrot Trust (WPT) (englisch) |
| Copyright © www.sittich-info.de
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