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Wiss.: Aratinga
auricapilla (Kuhl, 1820)
Eigentlich falsch, richtig wäre wiss.: Aratinga auricapillus Engl.: Golden-capped Conure, Flame-capped Parakeet, Golden-headed Conure NL: Goudkap Aratinga Beschreibung: Länge: 30 cm
Männchen: Das Gefieder ist grün und wird zum Bauch hin rotbraun. Wangen, Ohrdecken und der Bereich bis unter den Schnabel sind gelblich oder gelblichgrün gefärbt. Stirn, Scheitel und Augenregion sind rot bis orangerot. Die grünen Federn von Unterrücken und Bürzel sind rot umsäumt. Die Oberflügeldecken und äußere Schwingen sind blau, die Unterflügeldecken orange und die Schwanzfedern olivgrün mit bläulicher Spitze. Der Schnabel ist schwärzlich, der unbefiederte Augenring weiß, die Iris braun und die Beine gräulich gefärbt. Weibchen: Die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen. Jungvögel: Sie besitzen weniger Gelb im Gefieder, dafür mehr Rot auf dem Kopf. Wangen und Ohrdecken sind grün, Unterrücken und Bürzel teilweise blassrot, der Augenring schwärzlich. |
| Name: | Aufgrund des leuchtend (orange)roten Kopfgefieders
Wiss: auricapilla: aus dem lateinischen für aurum = Gold und capillus = Haar, Kopfhaar = übertragend Kopfgefieder Thomas Arndt berichtet in der Zeitschrift Papageien 5 (2002), dass Normand David und Michel Gosselin im Bulletin of the British Ornithologists' Club die Ergebnisse einer sprachlichen Überprüfung der wissenschaftlichen Namen u.a. auch von Papageienarten. Demnach wäre der richtige wissenschaftliche Name für den Goldscheitelsittich Aratinga auricapillus und nicht auricapilla, weil auricapillus kein Eigenschaftswort (Adjektiv) ist und deshalb grammatikalisch nicht an Aratinga angepasst werden muss (wer mal Latein in der Schule hatte erinnert sich vielleicht ;-). |
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| Gattung: | Keilschwanzsittiche | ||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | A. a. auricapilla, Goldscheitelsittich (Nominatform)
A. a. aurifrons, Goldkappensittich (s. auch "Fotos" unten) ; ähnlich Nominatform, Gefieder etwas dunkler, Wangen grün, Stirn und Scheitel mehr gelb, Bürzel und Unterrücken ohne rot Früher auch:
Diese Unterarten werden heute als eigene Arten geführt. |
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| Heimat: | Goldscheitelsittich: Nordost-Brasilien
Goldkappensittich: Südost-Brasilien |
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| Lebensraum: | Der Goldscheitelsittich bewohnt vorwiegend Savannen, aber auch offene Wälder und Palmenhaine. | ||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Goldscheitelsittich lebt paarweise und in Gruppen bis zu ca. 20
Vögeln zusammen, nach der Brutzeit auch in Schwärmen. Die Nahrung
besteht hauptsächlich aus Früchten, Beeren, Samen und Nüssen.
Das Brutverhalten ist weitestgehend unbekannt. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen
Sämereien angereichert, viel
Obst, Gemüse, Grünfutter, viele Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, gelegentlich Kolbenhirse,
gelegentlich Mais, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: |
Eine dickwandige Schlafhöhle aus Hartholz sollte ständig zur
Verfügung stehen (empfohlene Maße ca. 50x20x30 cm LxBxH)
Der Goldscheitelsittich ist friedlich, zutraulich, lebhaft und verspielt. Er ist bekannt für seine sehr lauten Schreie, die bei zunehmender Zahmheit nachlassen können. Etwas Nachahmungstalent ist oft vorhanden. Da sie starke Nager sind benötigen sie frische Zweige zum Knabbern. Ihnen sollte außerdem immer eine Badegelegenheit zur Verfügung stehen. Goldscheitelsittiche können in der arteigenen Gruppe oder mit größeren Papageienarten zusammen gehalten werden. Sie werden in Deutschland recht selten gehalten, vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks. Wegen ihrer Eigenschaften sind sie für Anfänger in der Sittichhaltung wenig geeignet. Wegen ihrer lauten Stimme (Nachbarn) und ihres Nagetriebs sind sie auch für die Wohnungshaltung wenig geeignet. |
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| Zucht: | Züchter empfehlen Goldscheitelsittiche während der Brutzeit
paarweise zu halten, da sie sehr aggressiv auf andere Vögel reagieren
können.
Es werden Nistkästen und Naturstämme angenommen. Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mutationen: | Goldscheitelsittich: Keine bekannt. In der Literatur (T. Arndt: Südamerikanische
Sittiche, Keilschwanzsittiche i.e.S., Müller, 1981) wird beschrieben,
dass es 1974 Lutino-Goldscheitelsittiche in Sao Paulo gab. Weiteres ist
mir nicht bekannt.
Unterart Goldkappensittich: Lutino
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| Fotos: | Unterart Goldkappensittich, von Jürgen Führer |
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