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| Bild folgt | Wiss.: Ognorhynchus
icterotis (Masséna & Souancé, 1854)
Engl.: Yellow-eared Conure NL: Geeloorparkiet Beschreibung: Länge: 42 cm
Männchen: grün, Vorderkopf, Zügel, obere Wangen und Ohrdecken gelb, Brust, Bauch und Unterflügeldecken gelblichgrün, Flügelunterseite gelblich, Unterseite der Schwanzfedern rötlichbraun. Schnabel schwärzlich, schwärzlicher nackter Augenring unter dem Auge breiter als über dem Auge, Iris orange, Beine grau. Weibchen: wie Männchen Jungvögel: Kopf statt gelb olivgelb gefärbt. Umfärbung ca. 2 Monate nach dem Ausfliegen. |
| Gattung: | Gelbohrsittiche |
| Unterarten: | keine |
| Heimat: | Zentrale Anden in Kolumbien und möglicherweise noch Nord-Ekuador |
| Lebensraum: | Wälder der subtropischen und der unteren gemäßigten Zone zwischen 2000 und 3000 m ü. NN. |
| Freileben: | Der Gelbohrsittich wird meist paarweise oder in Gruppen beobachtet.
Gelbohrsittiche leben nomadisch. Sie werden als sehr gesellige und Menschen
gegenüber nicht scheue Vögel beschrieben, die aber ohne erkennbaren
Grund sehr nervös auf andere Vogelarten reagieren können, obwohl
diese keine natürlichen Feinde sind.
Ihre Nahrung besteht aus Früchten und Blüten der Wachspalme, den Früchten der Gavilán (Citharexylum subflavescens) außerdem aus Samen, Grünfutter und Beeren. Ihr Ruf ist sehr laut. Sie sind Spezialisten, die von Wachspalmen als Nahrungsquelle und Schlaf- und Brutplätze abhängig sind. Durch diese Abhängigkeit reagieren sie sehr empfindlich auf menschliche Eingriffe in ihren Lebensraum, da sie im Gegensatz zu vielen anderen Sitticharten keine Kulturfolger sind und z.B. Felder, Obstplantagen oder Parks aufzsuchen. Wachspalmen (von den Einheimischen Cera-Palme genannt) wachsen leider sehr langsam, erst mit ca. 25-30 Jahren fangen sie an zu blühen. Sie ist ebenfalls gefährdet, auch ihr Schutz wird im Projekt berücksichtigt. Der Gelbohrsittich war vom Aussterben bedroht. Durch die Abholzung der Wachspalmen und durch die Jagd auf die Sittiche, die von Einheimischen auch gegessen werden, ist ihr Bestand stark dezimiert worden. 1996 war ein Bestand von 20 Vögeln bekannt. 1998 wurde der Bestand auf unter 50 Vögel geschätzt, die sich auf zwei voneinander unabhängige Gruppen in West-Ekuador und in Kolumbien verteilten. Der Handel mit Gelbohrsittichen soll am Bestandsrückgang nicht beteiligt, da nur wenige Sittiche zu diesem Zweck gefangen wurden. Seit Mitte der 90er Jahre gibt es Schutzprojekte zur Erhaltung dieser Art. 1995 gründete der Fonds für bedrohte Papageien ein Schutzprojekt für den Gelbohrsittich, dem sich 1996 die Loro Parque Fundación und die Zeitschrift Papageien vom Arndt-Verlag anschlossen. 1998 war die Population in Ecuador ausgestorben, die Gründe hierfür sind unbekannt. Deshalb konzentrieren sich die Schutzmaßnahmen heute auf die Gelbohrsittiche in Kolumbien. Die Schutzmaßnahmen zeigten Erfolg: 2005 wurde der Bestand auf 660 Sittiche geschätzt. Das Brutverhalten ist weitgehend unbekannt. Brutzeit wahrscheinlich von März bis Juni. Gelbohrsittiche brüten in Kolonien. Die wenigen gefundenen Bruthöhlen befinden sich in abgestorbenen Wachspalmen in Höhen von ca. 20 m und mehr. Bei einer gefundenen Bruthöhle beteiligte sich ein dritter Vogel an der Aufzucht der Jungvögel. Diese Form des Aufziehens der Jungvögel ist bei den Papageienvögeln selten. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch 4-5 Monate von den Eltern gefüttert. |
| Nahrung: | unbekannt, ähnlich Freiland |
| Haltung: | Gelbohrsittiche werden heutzutage vermutlich nicht mehr in Menschenhand gehalten. Der Vogelpark Walsrode besaß ein Exemplar. Weitere europäische Bestände sind nicht bekannt. Nach den Erfahrungen des Vogelpark Walsrode besitzen Gelbohrsittiche ein großes Kontaktbedürfnis und sind mit anderen Sittich- und Papageienarten verträglich. Sie gelten als robuste und ruhige Sittiche, die sehr laut rufen können und gerne nagen. |
| Zucht: | Das Brutverhalten in Menschenhand ist unbekannt.
Es gelten folgende Erfahrungswerte:
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| Links: | Gelbohrsittich-Projekt
in Ecuador (Fonds für bedrohte Papageien)
Aktivitäten und Ergebnisse des Gelbohrsittich-Schutzprojekts in Kolumbien, 2003 (Fonds für bedrohte Papageien) Schutzprojekt des Gelbohrsittichs der Loro Parque Fundatión Zeitschrift Papageien |
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