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auch: Blauflügelsittich
(nicht zu verwechseln mit dem Blauflügelsittich
(auch Kobaltflügelsittich), Brotogeris cyanoptera!)
Wiss.: Neophema chrysostoma (Kuhl, 1820) Engl.: Blue-winged Parrot, Blue-winged Grass-Parakeet, Blue-banded Parrot, Grass Parrot, Hobart Ground Parrot NL: Blauwvleugelparkiet Der Feinsittich ähnelt im Aussehen dem Schmucksittich,
weshalb es häufiger zu Verwechslungen und dadurch auch zu Mischlingen
zwischen den Arten kam.
Beschreibung:
Männchen: Der wildfarbene Feinsittich ist an Kopf und Oberseite olivgrün gefärbt. Das Stirnband ist blau und die Zügel gelb. Kehle und Brust sind grüngelb. Das Bauchgefieder ist gelb, bei einigen Männchen mit orangefarbenen Bauchfleck. Die Flügeldecken sind blau, die Handschwingen schwarz und die Unterflügeldecken blau. Die Schwanzfedern sind bläulichgrau und die Unterschwanzdecken gelb. Der Schnabel ist schwärzlich und die Iris braun gefärbt, die Beine sind braungrau. Weibchen: Die Gefiederfärbung ist matter als bei den Männchen, Brust und Bauch sind etwas dunkler gefärbt. Der Bauchfleck fehlt bei vielen Weibchen. Das blaue Stirnband ist schmaler und die Handschwingen eher bräunlichschwarz gefärbt. Jungvögel: Die Gefiederfärbung
ist noch matter als bei Weibchen, das Stirnband fehlt ganz und der Schnabel
ist hornfarben. Die volle Ausfärbung ist im Alter von ca. 8-9 Monaten
erreicht.
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| Gattung: | Grassittiche | ||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | keine | ||||||||||||||||||||||||||
| Heimat: | Südost-Australien, Tasmanien, Inseln der Bass-Straße | ||||||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Feinsittich ist von den Grassittichen am wenigsten spezialisiert und kommen deshalb in unterschiedlichen Lebensräumen, von Hochwäldern bis zu offenen Graslandschaften, vor. | ||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Feinsittichen lebt auch während der Brutzeit In Gruppen und
Schwärmen. Feinsittiche wurden früher als Zugvögel beschrieben,
die den Sommer im Süden Tasmaniens und an der Küste Südaustraliens
verbringen, die restlichen Monate im Norden. In der neueren Literatur finden
sich Hinweise, dass Feinsittiche sich Veränderungen in ihrer Umgebung
so anpassen können, dass sie aufgrund der stärkeren Bewirtschaftung
von Feldern und dadurch größeren Nahrungsangebot auf die saisonalen
Wanderungen verzichten. Auch die südlichen Populationen scheinen inzwischen
standorttreu zu sein.
Die Nahrung, die vorwiegend auf dem Boden gesucht wird, besteht hauptsächlich aus Gras- und Kräutersamen, aber auch aus Früchten und Insekten. Sie suchen auch Obstplantagen auf, um dort Früchte zu fressen. Hierbei sind sie häufig mit dem Gelbbauchsittich zu sehen. Während der Nahrungsaufnahme zwitschern sie. Ihr Kontaktruf ist leise und melodisch. Bei Gefahr verständigen sie sich mit einem schrillen zweisilbigen Ton. Ihr Flug ist schnell und etwas wellenförmig, aber relativ geradlinig. Die Brutzeit liegt im Oktober bis Januar. Die Bruthöhlen befinden sich in Baumhöhlen und Astlöchern in ca. 5-30 m Höhe. Das Gelege, das in der Regel aus 4-6 Eiern besteht, wird ca. 18 Tage bebrütet. Das Weibchen brütet fest und wird außerhalb der Höhle vom Männchen gefüttert. Die Jungvögel fliegen im Alter von ca. 4 Wochen aus. Der Familienverband bleibt noch einige Zeit bestehen. |
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| Haltung: |
Der Feinsittich gilt als relativ robust und akklimatisiert. Es sind ruhige Sittiche, deren Stimme angenehm leise zwitschernd ist. Ihre Rufe sind hohe zweisilbige Pfiffe. Wie alle Grassitticharten ist der Feinsittich eher zurückhaltend und wird eher nicht zahm. Auch sein Nachahmungstalent ist bescheiden. Es ist friedlich und die verträglichste Art der Grassittiche. Er nagt wenig, was ihn auch für die Wohnungshaltung interessant macht. Trotzdem sollten immer frische Knabberzweige zur Verfügung stehen. Diese dienen sowohl der Beschäftigung als auch der Abnutzung von Schnabel und Krallen. Der Feinsittich ist sehr gesellig und kann gut in der arteigenen Gruppe oder mit anderen friedlichen Sittichen oder Prachtfinken zusammen gehalten werden. Es sollte - wie bei allen Sittichen - mindestens ein Paar gehalten werden. Am geeignetsten ist die Haltung in der arteigenen Gruppe, die dem Freileben am ehesten entspricht. In der Gruppe sind Feinsittiche auch aktiver als bei der Haltung als einzelnes Paar und neigen weniger zu Übergewicht. Feinsittiche werden in Deutschland vergleichsweise selten gehalten. Vermutlich liegt das an der etwas schwierigeren Zucht und den fehlenden Mutationen. Nicht gerade wenigen Züchtern und Haltern sind die Feinsittiche zu schlicht gefärbt, also zu unauffällig. Sie sind für Anfänger in der Sittichhaltung jedoch im Prinzip geeignet. Sie können auch gut in der Wohnung gehalten werden. |
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| Lebenserwartung: | ca. 10 Jahre, eventuell bis 15 Jahre möglich | ||||||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Neophemenfutter oder Wellensittichfutter, auch mit Wildsamen, Grassamen
oder halbreifen Sämereien angereichert, Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, gelegentlich Kolbenhirse,
frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Zucht: | Die Zucht von Feinsittichen gilt als etwas schwieriger als bei den
anderen Grassittichen,
weil sie bei der Wahl des Partners anscheinend anspruchsvoller sind. Mehrere
Paare können auch während der Brut zusammen gehalten werden.
Es sollten mehr Nistkästen zur Verfügung stehen als Paare vorhanden
sind.
Bei der Zucht sollte darauf geachtet werden, dass die Artenreinheit
bestehen bleibt und es nicht zu Mischlingen kommt.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
* BNA = Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. |
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| Mischlinge: | mit Schmucksittich, Schönsittich, Glanzsittich, Klippensittich | ||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | In Europa bislang offenbar keine. Eine blaue Mutation ist laut Jörg Ehlenbröker1 in Australien gefallen. | ||||||||||||||||||||||||||
| Buchtipp: |
Diese und weitere Literaturempfehlungen finden Sie auch in der Literaturliste. |
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| Literatur: | 1Ehlenbröker, Jörg: Der Feinsittich in:
Die Voliere 17, 10 (1994)
Bielfeld, Horst: Grassittiche: Neophema und Neopsephotus, Ulmer, 1999, ISBN 3-8001-7465-0 Robiller, Franz: Papageien, Handbuch der Vogelpflege, Bd. 2, Ulmer, 1997, ISBN 3-8001-7229-1 Weitere Vogelliteratur |
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