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Südmexikanischer Elfenbeinsittich
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Wiss.: Aratinga canicularis
(Linné, 1758)
Engl.: Orange-fronted Conure, Petz's Conure, Half-moon Conure NL: Ivooraratinga, Petz's Parkiet Beschreibung:
Männchen: Der Elfenbeinsittich ist allgemein grün, wobei die Unterseite heller gefärbt ist. Der Hals und die Brust sind helloliv. Der Vorderkopf ist auffällig gefärbt, die Federn an der Stirn sind orange und am Vorderscheitel blau. Die Unterflügeldecken und die Unterschwanzdecken sind gelblichgrün, die größeren Schwingen und Außenfahnen der kleineren Schwingen sind an den Spitzen blau. Die Schwanzfederunterseite ist olivgelb. Elfenbeinsittiche besitzen einen hornfarbenen Schnabel, die Iris ist blassgelb, der unbefiederte Augenring gelblichweiß und die Beine graubräunlich gefärbt. Weibchen: Es gibt kaum einen Geschlechtsdimorphismus, das heißt, dass die Weibchen sich nicht im Aussehen von den Männchen unterscheiden. Gegebenenfalls kann das orange Stirnband etwas schmaler sein als beim Männchen. Jungvögel: Das Stirnband ist noch
schmaler als bei den adulten Sittichen, die Iris ist braun.
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| Gattung: | Keilschwanzsittiche | ||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Aratinga canicularis canicularis, Elfenbeinsittich
(Nominatform)
Aratinga canicularis eburnirostrum, Südmexikanischer Elfenbeinsittich. Er ähnelt im Aussehen der Nominatform, Brust- und Bauchfedern sind etwas grünlicher und das Stirnband schmaler. Aratinga canicularis clarae, Westmexikanischer Elfenbeinsittich. Auch er ähnelt der Nominatform, das Gefieder ist insgesamt grünlicher und das Stirnband ebenfalls schmaler. |
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| Heimat: | Elfenbeinsittich: Südwest-Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador,
Costa Rica
Südmexikanischer Elfenbeinsittich: Südwest-Mexiko Westmexikanischer Elfenbeinsittich: West-Mexiko |
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| Lebensraum: | Der Elfenbeinsittich bewohnt Laubwälder, trockenes Busch- und offenes Grasland mit wenigen Bäumen bis 1200 m ü. NN, gelegentlich höher. | ||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Elfenbeinsittich lebt paarweise und in kleinen Gruppen bis etwa
30 Vögeln zusammen. Gelegentlich ist er auch in Schwärmen bis
zu mehreren hundert Vögeln zu sehen. Elfenbeinsittiche haben feste
Schlafplätze auf Bäumen oder Kakteen, wo sie morgens und abends
unter lautem Gekreische ab- oder anfliegen. Wegen ihres tarnenden Gefieder
sind sie in den Bäumen kaum zu sehen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich
aus Früchten, Beeren, Samen, Grünfutter, Nüssen, Blüten
und Insekten.
In ihrem Verbreitungsgebiet kommen sie häufig vor und passen sich Veränderungen in ihrem Lebensraum durch den Menschen gut an. Wenn sie Felder zur Nahrungsaufnahme aufsuchen können sie gelegentlich Schäden anrichten. Die Brutzeit liegt je nach Ort zwischen Dezember und Mai. Der Elfenbeinsittich brütet in Termitenhügeln, bei denen etwa 30 cm lange Gänge zur Nistkammer führen. Wenn zu wenige Termitenhügel vorhanden sind brüten die Sittiche auch in Baumhöhlen. |
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| Haltung: | Die Unterarten werden in Deutschland häufiger gehalten als die
Nominatform. In der Literatur findet man unterschiedliche Angaben zu den
Importen. So schreibt z.B. Thomas Arndt1, dass der Westmexikanische
Elfenbeinsittich von allen drei Unterarten am häufigsten eingeführt
wurde. Andere Autoren wie z.B. Horst Mayr2 dagegen sind
der Meinung, dass der Südmexikanische Elfenbeinsittich am häufigsten
in den Volieren vertreten wäre.
Der Elfenbeinsittich wird häufig als zutraulich und verspielt beschrieben und besitzt ein relativ gutes Nachahmungstalent. In der Literatur, besonders in der älteren, werden sie teilweise als "vorzügliche Einzelvögel" beschrieben, die sich, als Jungtier gezähmt, dem Pfleger eng anschließen, kleine Kunststückchen erlernen und wie erwähnt eine relativ gute Sprachbegabung besitzen würden. Abgesehen davon, dass auch einige andere Sitticharten diese Eigenschaften besitzen, ist diese Einstellung inzwischen natürlich überholt. Einzelhaltung ist bei Schwarmvögeln wie Sittichen keine artgerechte Haltung, Elfenbeinsittiche sollten, wie alle anderen Arten auch, mindestens paarweise gehalten werden. Andere Halter und Züchter wiederum beschreiben den Elfenbeinsittich als scheuen Vogel. Dies scheint besonders in den Außenvolieren, in denen kein enger Kontakt zu dem Pfleger besteht, der Fall zu sein. Dennoch können auch anfangs scheue Vögel mit Geduld zutraulicher werden. Elfenbeinsittiche können laut rufen. Wenn sie zutraulich oder zahm sind tun sie dies allerdings den Berichten der Halter nach seltener. Sie nagen und baden relativ wenig. Trotzdem sollten ständig frische Knabberzweige und eine Badegelegenheit zur Verfügung stehen. Es sind friedliche Sittiche, die außerhalb der Brutzeit mit anderen friedlichen Arten vergesellschaftet werden können. Elfenbeinsitiche werden in Deutschland vorwiegend von Züchtern gehalten. Für Anfänger in der Sittichhaltung und für die Wohnungshaltung sind sie sehr bedingt geeignet, ihre Anschaffung sollte vorher gut durchdacht werden. |
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| Nahrung: | Großsittichfutter mit oder ohne Sonnenblumenkerne, auch mit Wildsamen,
Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, viel
Obst und Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Lebenserwartung: | 20-25 Jahre, gelegentlich bis 30 Jahre | ||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Erstzucht in Deutschland 1932.
Die Zucht ist wegen des natürlichen Brutverhaltens (siehe "Freileben")
des Elfenbeinsittichs nicht ganz einfach und deshalb besonders anfangs
vergleichsweise selten erfolgreich. Das Paar sollte während der Brutzeit
alleine gehalten werden. Während der Brut benötigt es verschiedenen
Züchterangaben nach viel Ruhe. Besonders bei empfindlicheren Paaren
sollte der Nistkasten oder die Naturstammhöhle in einer ruhigen dunkleren
Ecke stehen (bei Außenvolieren ggf. Innenraum), was für ein
größeres Sicherheitsgefühl sorgt.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Fotos: |
Elfenbeinsittiche, links Weibchen, rechts Männchen
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| Literaturhinweise: | 1 Arndt, Thomas: Südamerikanische Sittiche,
Band 3: Keilschwanzsittiche i.e.S., Müller, Walsrode, 1981, ISBN 3-923269-02-1
2 Mayr, Horst: Der Elfenbeinsittich - ein angenehmer "Mittelamerikaner" in: Die Voliere 24, 7 (2001) |
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