|
Durch Skripte generierte Adressen mit "/?" werden beim geplanten neuen Layout leider ungültig. |
![]() |
Wiss.: Psittacula
echo (Newton & Newton, 1876) bzw. Psittacula eques echo (siehe
Taxonomie)
Engl.: Echo Parakeet, Mauritius Parakeet NL: Echo Parkiet, Mauritius Parkiet Beschreibung:
Länge: 42 cm
Männchen: Der Echosittich ist überwiegend grün gefärbt. Die Zügel sind schwarz. Er besitzt ein schwarzes Band von Unterschnabel bis zum Nacken, das im Nacken in Rosa übergeht. Hinterkopf und Halsseiten sind blaugrün, Kehle und Unterflügel gelbgrün. Der Oberschnabel ist dunkelrot, der Unterschnabel schwarz mit dunkelroter Basis. Die Iris ist gelblich, die Beine grau. Weibchen: Die Weibchen ähneln den Männchen. Ihr Kopf ist graugrün. Das gelbgrüne Band bis zum Nacken ist schmaler und ohne rosa, der Schnabel schwarz. Jungvögel: Die Jungvögel ähneln
den Weibchen.
|
| Gattung: | Edelsittiche |
| Taxonomie: | Die wissenschaftliche Bezeichnung ist je nach Quelle unterschiedlich.
Eine wissenschaftliche Bezeichnung für den Echosittich ist "Psittacula
echo", eine andere "Psittacula eques". Auf einer privaten schweizer Internetseite1)
sind beide wissenschaftlichen Namen für den Echosittich aufgeführt.
Die amerikanische Seite World Parrot Trust2) führt den
Namen "Psittacula echo" auf, während BirdLife3) "Psittacula
eques" angibt.
Im Buch "Edelsittiche" von Jörg und Renate Ehlenbröker4) wird der Echosittich ebenfalls als "Psittacula echo" bezeichnet, während "Psittacula eques" hier den ausgestorbenen Bourbonsittich (auch: Réunionsittich) meint. Im englischsprachigen Wikipedia wird der Echosittich als Psittacula eques echo bezeichnet. 5) Einige Wissenschaflter vermuten, dass er ein naher Verwandter des Bourbonsittichs (Réunionsittich) ist. Vom Bourbonsittich gab es nur eine Beschreibung, seine Existenz wurde von vielen Fachleuten angezweifelt. Neuere Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass diese Art tatsächlich existierte. Weitere Beweise werden derzeit ausgewertet. Das sich die Taxonomie mit neuen Erkenntnissen der Forscher ändert und nicht zwangsläufig überall durchsetzt ist normal und betrifft auch einige andere Sitticharten. |
| Unterarten: | verschiedene Angaben:
der Echosittich wird in einigen Quellen als Art ohne weitere Unterarten genannt, in anderen - vermutlich aufgrund neuerer Erkenntnisse - werden der Echosittich und der Bourbonsittich (auch: Réunionsittich) als eine Art mit zwei Unterarten genannt.. |
| Heimat: | Südwesten von Mauritius
Wie der Bourbonsittich auch lebte er früher auf der Insel Rèunion, ist dort aber ausgestorben. |
| Lebensraum: | Der Echosittich lebt in Wäldern. |
| Freileben: | Außerhalb der Brutzeit lebt der Echosittich (Mauritiussittich)
in Gruppen zusammen. Sie halten sich vorwiegend auf Bäumen auf, wo
sie auch fressen und ruhen. Ihre Nahrung besteht aus verschiedenen Blättern,
ausschließlich einheimischer Bäume (nach Robiller 6),
Papageien Bd. 2, 1997, v.a. des Tabernaemontana maritiana, ihm zufolge
werden die Blätter mit dem Fuß festgehalten), Früchten
und Knospen und zu einem vergleichsweise kleinen Anteil aus Sämereien
und Blüten.
Der Flug ist schnell, von Gleitflügen unterbrochen. Das Brutverhalten ist weitgehend unbekannt. Brutzeit ist von August bis Januar.Die Nester befinden sich in Baumhöhlen. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern, die ca. 22-24 Tage lang bebrütet werden. Die Brutzeit wird vom World Parrot Trust (WPT) mit 21-25 Tagen angegeben, das Ausfliegen der Jungvögel wurde nach ca. 8-9 Wochen beobachtet. Der Familienverband bleibt dann noch ca. 2-3 Monate zusammen. |
| Schutzstatus: | Seit 1975 ist der Echosittich im Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens
(CITES) aufgeführt.
Der Echosittich oder Mauritiussittich ist bedroht. 1987/88 wurden 5 und acht Sittiche gezählt. Dank Schutzmaßnahmen (Schutzprojekte, v.a. durch den World Parrot Trust, WPT 6)) hat sich der Bestand inzwischen leicht erholt, dennoch bleibt der Status alarmierend. 1997 wurden 73 Sittiche gezählt, heute sind es ca. 300 Sittiche. 2007 wurde der Status in der Roten Liste (IUCN Red List) 7) deshalb von "stark gefährdet" (critically endangered) auf nur noch "gefährdet" (endangered) herabgesetzt.8) Sein Lebensraum wurde durch Abholzungen der Wälder stark dezimiert, dazu kommen neue Tierarten, die eigentlich nicht hierhergehören und die Nahrungs- und Brutplatzkonkurrenten sind. Nach Robiller soll unter anderem besonders der Halsbandsittich ein Problem für den Echosittich sein. Nicht zuletzt tragen auch Wirbelstürme dazu bei, dass die Nahrungs- und Brutbäume beschädigt und unbrauchbar werden. |
| Haltung: | Der Echosittich kam selten nach Europa und wurde extrem selten in Deutschland eingeführt. Robiller beschreibt einen Halter, der auch nur einen Echosittich besaß. Er war zahm und sprachbegabt und ähnelte in seinem Verhalten dem Halsbandsittich. |
| Nahrung: | unbekannt
Allgemeine Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
| Zucht: | Es gibt meines Wissens bislang keine deutschen Zuchtdaten. |
| Links: | Erstmalige
Nutzung eines künstlichen Nistkastens durch einen freilebenden Echo-Sittich (Arbeitsgemeintschaft Papageien-Netzwerk)
Durrell Wildlife Conservation Trust: Echo Parakeet (PDF, englisch) Echo or Mauritius Parakeets (AvianWeb) Nest protection and brood manipulation has helped the Mauritius Parakeet to recover The Mauritius Wildlife Foundation (englisch) |
| Quellen + Hinweise: | 1) http://www.markuskappeler.ch/tex/texs2/mauritiussittich.html
2) http://www.parrots.org/index.php/encyclopedia/profile/echo_parakeet 3) http://www.birdlife.org/datazone/speciesfactsheet.php?id=1530 4) 5) http://en.wikipedia.org/wiki/Psittacula_echo 6)
|
| Copyright Text: © www.sittich-info.de
Copyright Foto: © Art Böringer, Vogelladen.de, vielen Dank! Bitte beachten Sie: Sämtliche Inhalte auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Die Übernahme von Bildern, Texten oder Textauszügen (auch leicht verändert) ist ohne vorherige Genehmigung und gut sichtbarem Verlinken der Quelle nicht gestattet. Text- und Bilddiebstahl werden rechtlich verfolgt. Bei Interesse am Foto wenden Sie sich bitte an den Fotografen. |