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St.-Thomas-Sittich
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auch: St.-Thomas-Braunwangensittich
Wiss.: Aratinga pertinax (Linné, 1758) Engl.: Brown-throated Conure, St. Thomas Conure NL: Maisparkiet, Pertinax Parkiet Beschreibung: Länge: 25 cm
Männchen: Der St.-Thomas-Sittich ist allgemein grün gefärbt, Stirn, Kopfseiten und Kehle sind gelborange, der Scheitel bläulich, der Hinterkopf grün und Hals und Oberbrust blassolivbraun gefärbt. Die Unterbrust ist gelblichgrün und wird zum Bauch hin orange. Die Außenfahnen der großen Schwungfedern besitzen bläuliche Spitzen, die Außenfahnen der restlichen Schwungfedern sind blau. Die Unterflügeldecken sind gelblichgrün, die Schwanzfedern auf der Unterseite olivgelb. Der Schnabel ist schwärzlich, der unbefiederte Augenring weiß, die Iris gelb, und die Beine grau. Weibchen: Die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen. Jungvögel: Die Jungvögel besitzen
braune Wangen, Hals und Oberbrust sind grünlich gefärbt. Sie
besitzen einen hornfarbenen Schnabel und eine dunkle Iris. Sie sind im
Alter von ca. 3 Jahren voll ausgefärbt.
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| Name: | St.-Thomas-Sittich, Arubasittich, Brasilienbraunwangensittich,
Guayana-Braunwangensittich, Kolumbien-Braunwangensittich, Margarita-Braunwangensittich,
Surinam-Braunwangensittich, Tortuga-Braunwangensittich Venezuela-Braunwangensittich,
Bonaire-Sittich: nach ihrer Heimat
Sinú-Braunwangensittich, Tapajós-Braunwangensittich: nach Flussläufen, an denen sie sich aufhalten Braunwangensittich, Augenstreif-Braunwangensittich: nach ihren Merkmalen |
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| Gattung: | Keilschwanzsittiche | ||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Mit 14 Unterarten ist der St.-Thomas-Sittich eine der unterartenreichsten
Papageienarten.
A. p. pertinax, St.-Thomas-Sittich (Nominatform) A. p. aeruginosa, Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, 24 cm, Stirn bräunlich, Wangen und Ohrdecken braun, wenige gelbe Federn um den schmalen Augenring, Scheitel und Nacken blaugrün, Hals und Oberbrust olivbräunlich, Bauch mit orangem Anflug A. p. arubensis, Aruba-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, Stirn blassgelb, Wangen und Kopfseiten bräunlichorange, Ohrdecken gelblich mit braunen Säumen, Scheitel bläulichgrün, Hals und Oberbrust bräunlichgelb, Augenring orangegelb A. p. chrysogenys, Brasilien-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, 24 cm, Gefieder etwas dunkler, Scheitel blau, Vorderkopf, Zügel, Wangen und Ohrdecken dunkelbraun, Hals und Oberbrust blasser braun, Bauch dunkelorange, Außenfahnen der Schwungfedern dunkelblau, Schnabel schwärzlich A. p. chrysophrys, Guayana-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, Stirn bräunlichgelb, Scheitel bläulich, Augenumgebung gelb, Zügel, Wangen und Ohrdecken bräunlich, Hals und Oberbrust blassolivbraun nicht eindeutig, wird von Fachleuten eigentlich eher weniger als
eigene Unterart betrachtet, da so gut wie keine Beobachtungen dieser Rasse
vorliegen:
A. p. lehmanni, Kolumbien-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, 24 cm, Vorderscheitel blaugrün, Hals und Oberbrust braun, Schwingen mit weniger Blau, breiter Augenring orangegelb A. p. margaritensis, Margarita-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, 25 cm, Stirn weißlich, Vorderscheitel bläulich, Zügel, Wangen und Ohrdecken olivbräunlich, Hals und Oberbrust blassoliv, Bauch mit wenig orangem Anflug, Augenring orange, Schnabel schwärzlich A. p. ocularis, Augenstreif-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, Gefieder dunkler, Stirn und Scheitel grün, Augenumgebung orangegelb, Zügel, Wangen, Hals und Oberbrust braun, Ohrdecken dunkler braun, Bauch mit gelborangem Anflug, Schnabel schwärzlich A. p. paraensis, Tapajós-Braunwangensittich, ähnlich Nominatform, 24 cm, Gefieder dunkler, Stirn und Scheitel blaugrün, Zügel, Wangen, Ohrdecken und Oberbrust dunkelbraun, Bauch dunkelorange, Außenfahnen der Schwungfedern dunkelblau, Iris rot, Augenring orangegelb, Schnabel schwärzlich A. p. surinama, Surinam-Braunwangensittich, ähnlich Guayana-Braunwangensittich, 24 cm, Stirn gelblichweiß, Orangegelb der Augenumgebung dehnt sich über Wangen und Zügel bis zum Unterschnabel aus, Hals und Oberbrust gelblichbraun bis gelblichgrün, Bauch gelborange A. p. tortugensis, Tortuga-Braunwangensittich, die größte Unterart, ähnlich Braunwangensittich, 26 cm, Kopfseiten mehr orange, Wangen und Hals braun, Scheitel mit weniger oder ganz ohne Blau, Brust bräunlich-oliv, Unterflügeldecken gelblichgrün A. p. venezuelae, Venezuela-Braunwangensittich, 24 cm, Stirn weißlich, Vorderscheitel bläulich, Zügel, Wangen und Ohrdecken braun, Hals und Oberbrust blassolivbraun, Bauch mit wenig oder ohne orangem Anflug, Rand der Innenfahnen der Schwanzfedern mit gelblichem Anflug, Augenring orangegelb, Schnabel schwärzlich nicht eindeutig, wird von einigen Fachleuten nicht als eigene Unterart
betrachtet, da sie dem St.-Thomas-Sittich zu sehr ähnelt:
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| Heimat: | St.-Thomas-Sittich: Inseln St. Thomas, Curaçao, St. Croix
Braunwangensittich: Nord-Kolumbien, Nordwest-Venezuela Aruba-Braunwangensittich: Insel Aruba (vor Venezuela) Brasilien-Braunwangensittich: Region des Rio Negro (Nordwest-Brasilien) Guayana-Braunwangensittich: Südost-Venezuela, Guyana, Nord-Brasilien Sinú-Braunwangensittich: Sinú-Flusstal in Nordost-Kolumbien Kolumbien-Braunwangensittich: Ost-Kolumbien, Venezuela Margarita-Braunwangensittich: Inseln Margarita und Los Frailes (vor Venezuela) Augenstreif-Braunwangensittich: Panama Tapajós-Braunwangensittich: Nord-Brasilien Surinam-Braunwangensittich: Küstenregionen von Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana Tortuga-Braunwangensittich: Insel Tortuga (vor Venezuela) Venezuela-Braunwangensittich: Venezuela (außer im äußersten Nordwesten) Bonaire-Sittich: Insel Bonaire |
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| Lebensraum: | Der St.-Thomas-Sittich bewohnt natürliche Savannen und Laubwälder und sucht zur Nahrungsaufnahme auch Felder auf. Außerdem leben viele Sittiche heutzutage in den Städten. | ||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Außerhalb der Brutzeit lebt der St.-Thomas-Sittich in kleinen
Gruppen bis zu 100 Vögeln. Er ist ein schneller Flieger, der während
des Fluges und auf den Schlafplätzen häufig laute Schreie vernehmen
lässt. Die Nahrung dieser Sittiche besteht aus Samen, Früchten,
Nüssen, Beeren, Blüten und Insekten. Sie sammeln sich auch auf
Feldern und richten dort Schäden an. Sie sind nicht scheu.
Das Brutverhalten ist nicht vollständig bekannt. Brutzeit gewöhnlich im Frühling, auf Curaçao und Surinam ganzjährig möglich. Die Bruthöhle befindet sich in Bäumen, Termitenbauten oder Felsspalten. Häufig wird in kleinen Kolonien gebrütet. Das Gelege besteht aus 3-5 Eiern. |
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| Status: | Der St.-Thomas-Sittich-Bestand ist stabil, da sich die Sittiche den ökologischen Veränderungen gut anpassen können. | ||||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Großsittichfutter mit wenigen Sonnenblumenkernen, auch mit Wildsamen
oder Grassamen angereichert, viel
Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternative
tierische Proteinquellen wie z.B. getrocknete Garnelen, frische Knabberzweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: | Die Nominatform St.-Thomas-Sittich ist in Europa selten, da nur sehr
wenige Importe stattfanden. Da die Zahl der in Europa gehaltenen St-Thomas-Sittich-Männchen
scheinbar überwiegt, ist es offenbar noch immer nicht ganz einfach,
ein Zuchtpaar zu finden. Meistens findet man in Deutschland Vögel
der Untarten, z.B. Guyana-Braunwangensittich oder Venezuela-Braunwangensittich,
die am häufigsten importiert wurden. Sie werden auch unter der Bezeichnung
St.-Thomas-Sittich oder "Braunwangensittich" verkauft.
Der St.-Thomas-Sittich bevorzugt den Angaben einiger Literaturquellen
offenbar kleinere Volieren.
Außerhalb der Brutzeit können sie in der arteigenen Gruppe oder mit anderen Keilschwanzsittichen oder Rotschwanzsittichen zusammen gehalten werden. Die Unterart Braunwangensittich wird vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks gehalten und eignet sich nur bedingt für private Halter. Aufgrund ihres starken Nagebedürfnisses sind sie nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Die meisten Unterarten kommen selten oder gar nicht in Deutschland vor und sind deshalb für private Sittichhalter oder Anfänger in der Sittichzucht nicht geeignet. |
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| Zucht: | Die Zucht gelingt selten, obwohl der St.-Thomas-Sittich eigentlich
zuverlässig brütet.
Wegen des starken Nagebedürfnisses sollte der Boden des Nistkastens verstärkt werden, um eine Zerstörung zu verhindern, z.B. durch eine eingelegte zweite Bodenplatte. Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | Mischlinge innerhalb der Unterarten sowie mit Nanday-Sittich und Goldstirnsittich |
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