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| Bild folgt | Auch: Kobaltflügelsittich
Wiss: Brotogeris cyanoptera (Pelzeln, 1870) Engl.: Cobalt-winged Parakeet NL: Kobaltvleugelparkiet Beschreibung: Länge: 18 cm
Männchen: grün, Unterseite gelblichgrün, Stirn und Zügel gelblich, Scheitel und Hinterkopf bläulichgrau, Kinn orangerot, Schwungfedern blau, Unterseite der Schwungfedern blaugrün, mittlere Schwanzfedern dunkelblau mit grünem Saum, äußere Schwanzfedern auf der Oberseite grün, auf der Unterseite gelblichgrün. Wachshaut weißlich, Schnabel hornfarben, nackter Augenring weißlichgrau, Iris dunkelbraun, Beine fleischfarben. Weibchen: ähnlich Männchen, weniger und häufig matteres Gelb an der Stirn Jungvögel: ähnlich erwachseneVögel,
matter gefärbt, Schnabel dunkler
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| Name: | nach den blauen Flügeln. Die Blaufärbung ist allerdings nur bei ausgebreiteten Flügeln bzw. im Flug gut zu sehen, zusammengelegte Flügel sind grün. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: | Schmalschnabelsittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | B. c. cyanoptera, Blauflügelsittich (Nominatform)
B. c. gustavi, Gustavsittich, ähnlich Nominatform, Vorderkopf grünlichgelb, Scheitel, Hinterkopf und Nacken mit weniger Blau, Flügelbug und Flügelrand gelb, Unterflügeldecken grün B. c. beniensis, Beni-Blauflügelsittich, ähnlich Nominatform, aber blasser und mehr gelblichgrün, Scheitel, Hinterkopf und Nacken mit bläulichem Anflug, Flügelbug und Flügelrand gelb |
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| Heimat: | Blauflügelsittich: Südvenezuela, Südost-Kolumbien, Ost-Ecuador,
Nordost-Peru, Nordwest-Bolivien und Westbrasilien. Die Verbreitungsgebiete
der Unterarten grenzen in Nord-Peru und Nord-Bolivien an das der Nominatform
an, wo es an den Grenzen auch zu Vermischungen der Unterarten kommen kann.
Gustavsittich: Nord-Peru Beni-Blauflügelsittich: Provinz Beni in Nord-Bolivien |
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| Lebensraum: | Regenwald, offene Wälder, Savannen mit Baumbestand und bewaldete Flussufer sowie Überschwemmungsgebiete | ||||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Blauflügelsittich lebt in kleinen Gruppen bis zu ca. 30 Vögel
zusammen. Sie sind sehr lebhaft und wenig scheu. Die Nahrung dieser Sittiche
besteht hauptsächlich aus Früchten, Samen, Blüten und Insekten.
Bei der Nahrungsaufnahme lassen sie sich kaum stören. Während
ihres wellenförmigen und schnellen Fluges lassen sie ihre lauten Kontaktrufe
vernehmen.
Der Blauflügelsittich-Bestand ist stabil. Er kommt häufig vor, in der Literatur (z.B. Robiller, Papageien) wird angegeben, dass der Gustavsittich allerdings weniger häufig vorkommt. Das Brutverhalten ist weitgehend unbekannt. Brutzeit von Mai bis Juli, in einigen Gebieten möglicherweise etwas später. Das Nest befindet sich in Baumhöhlen. |
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| Nahrung: | Schmalschnabelsittiche fressen im Vergleich zu den meisten anderen
Sittichgattungen viel Weichfutter und weniger Körnerfutter. Dies sollte
bei der Ernährung des Blauflügelsittichs berücksichtigt
werden. Weichfutter (Obst, Brei usw.) sollten ca. 50% der Ernährung
ausmachen.
Zur Ernährung gehören:
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| Haltung: | In Deutschland wird nur die Nominatform gehalten. Der Blauflügelsittich
ist immer noch sehr selten in den Volieren zu finden, da er wegen seiner
einfachen Färbung nicht sehr beliebt ist. Dazu kommt, dass er erst
sehr spät in Deutschland eingeführt wurde und es nur wenige Importe
gab.
Schlafhöhlen (z.B. Wellensittichnistkasten) sollten ganzjährig vorhanden sein. Der Blauflügelsittich ist ein sehr kontaktfreudiger, zutraulicher und verspielter Sittich. Sein Sozialverhalten ist sehr groß, alles wird gemeinsam unternommen und auch die gegenseitige Gefiederpflege spielt eine große Rolle. In der Gruppe sind Blauflügelsittiche auch lebhafter als bei paarweiser Haltung, deshalb sollten sie möglichst in der artgleichen Gruppe zusammen und nicht nur paarweise gehalten werden. Es sind relativ ruhige Sittiche, die gelegentlich laut rufen. Obwohl sie vergleichsweise wenig nagen sollten sie regelmäßig frische Zweige zum Knabbern erhalten. Sie lassen sich gerne beregnen. Sie fliegen gerne und halten sich selten auf dem Boden auf. Sie fressen sehr viel Weichfutter (unter anderem viel Obst und Grünfutter), worauf bei der Haltung geachtet werden muss (siehe Ernährung). Aufgrund dieser Ernährung verschmutzen die Sittiche die Voliere mehr als es Sitticharten tun, die mehr Körnerfutter fressen. Dementsprechend größer ist der Aufwand der Säuberung der Voliere. Als Bodenbelag empfiehlt sich deshalb z.B. Buchenholzgranulat. Blauflügelsittiche können mit allen Schmalschnabelsitticharten vergesellschaftet werden. Blauflügelsittiche eignen sich nicht für Anfänger in der Sittichhaltung und Sittichzucht und nicht für die Käfighaltung und Haltung in der Wohnung. |
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| Zucht: | Erstzucht 1978 in Deutschland und Dänemark.
Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da
innerhalb einer Gruppe Störungen auftreten können.
Verschiedene Züchter berichten, dass die Elternvögel ihre
Jungen anfingen zu rupfen, wenn sie fast befiedert sind. Eine Erklärung
für dieses häufige auffällige Verhalten gibt es meines Wissens
nicht.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Links: | Kleine
Blauflügelsittichgruppe (Ian Montgomery, Birdway)
Foto mit Blauflügelsittichschwarm (Ian Montgomery, Birdway) Foto des Blauflügelsittichs (Mongabay.com) |
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