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Barnardsittich (Gelbnackensittich)
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Auch: Gelbnackensittich
Wiss.: Barnadius barnadi (Vigors & Horsfield, 1827) Engl.: Mallee Ringneck Parrot, Barnard's Parakeet NL: Barnards Parkiet, Barnards Rosella Beschreibung: Länge: 35 cm
Männchen: Der Barnardsittich besitzt einen grünen Oberkopf mit rotem Stirnband, der Hinterkopf ist olivbraun, das sich daran anschließende Nackenband ist gelb. Die Wangen haben einen bläulichem Anflug. Die Brust ist grün, der Bauch gelb, der Rücken blauschwarz und Bürzel und Oberschwanzdecken sind grün. Die kleinen Flügeldecken sind blau, die Armschwingen hellgrün und die Handdecken sowie die Handschwingen blau gefärbt. Die Innenfahnen besitzen bräunliche Spitzen. Die Unterflügeldecken sind blau, die mittleren Schwanzfedern dunkelgrün mit blauen Spitzen und die äußeren Schwanzfedern dunkelblau mit hellen Spitzen. Der Schnabel ist grauweiß, die Iris dunkelbraun und die Beine grau. Weibchen: Die Weibchen ähneln den Männchen. Ihr Gefieder ist matter gefärbt und sie besitzen meistens einen weißen Unterflügelstreifen. Jungvögel: Die Jungvögel ähneln den Weibchen, sind aber noch blasser gefärbt. Ober- und Hinterkopf sind olivbraun, die Federspitzen mit Grün. Der weiße Unterflügelstreifen ist vorhanden. Die volle Ausfärbung ist nach ca. 11-13 Monaten erreicht. |
| Name: | Name nach dem englischen Ornithologen Edward Barnard (1786-1861). Er schenkte der Londoner Linnean Society ein Exemplar des ihm zu Ehren benannten Barnardsittichs. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: | Ringsittiche | ||||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | B. b. barnadi, Barnardsittich (Nominatform)
B. b. whitei, Blasser Barnardsittich, ähnlich Nominatform, die Färbung variiert, grün meistens blasser, Rücken gräulichgrün bis dunkelgrün, teilweise mit dunkelblauen Spitzen, Scheitel und Hinterkopf bräunlich B. b. macgillivrayi, Cloncurrysittich, ähnlich Nominatform, 33 cm, insgesamt deutlich blasser, rotes Stirnband fehlt, Wangen bis Ohrdecken blassblau, Bauchband blassgelb |
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| Heimat: | Barnardsittich: Süd-Queensland, westliches Neusüdwales, Nordwest-Victoria,
östliches Südaustralien
Blasser Barnardsittich: östliches Südaustralien, südwestliches Queensland, westliches Neusüdwales Cloncurrysittich: nordwestliches Queensland |
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| Lebensraum: | Der Barnardsittich und seine Unterarten bewohnen offenes Waldland,
Flüsse und Feldränder mit Baumbestand sowie Gärten.
Der Cloncurrysittich hält sich vorwiegend an Flussläufen mit Eukalyptusbestand und in der Nähe von Wald- und Buschland auf. |
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| Freileben: | Der Barnardsittich lebt paarweise und in kleinen Gruppen zusammen.
Barnardsittiche fressen und trinken morgens und abends, tagsüber halten
sich sich auf Bäumen auf. Ihre Nahrung, die hauptsächlich aus
Samen, Früchten und Beeren besteht, suchen sie am Boden und auf Bäumen.
Sie nehmen zusätzlich auch Sand und Holzkohlestückchen auf.
Am Boden verhalten sie sich ruhig, während sie sich in den Bäumen häufig mit zwitschernden Kontaktlauten verständigen. Sie sind normalerweise standortreu, ziehen bei außergewöhnlichen Trockenzeiten aber auch weiter östlich. Ihr Flug ähnelt dem der Plattschweifsittiche, schnelle Flügelschläge und Gleitphasen wechseln sich ab. Während des Fliegens sind ihre Kontaktrufen zu hören. Die Brutzeit liegt in den Monaten August bis Januar, abhänig von den Regenfällen. Die Bruthöhle befindet sich in hohlen Ästen oder Baumhöhlen, vorwiegend in Eukalyptusbäumen. Das Gelege, das aus 4-6 Eiern besteht, wird ca. 20 Tage lang bebrütet. Nach ca. 5 Wochen fliegen die Jungvögel aus. Sie bleiben noch einige Zeit bei ihren Eltern. |
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| Status: | Barnardsittiche kommen häufig vor. Allerdings gewöhnen sie sich schlecht an Veränderungen ihres Lebensraumes, z.B. für Ackerbau oder Weiden. Diese Veränderungen können lokal zum Rückgang der Bestände führen. | ||||||||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Großsittichfutter, auch mit Wildsamen oder Grassamen angereichert,
Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, gelegentlich Keimfutter,
gelegentlich Eifutter oder alternatives
tierisches Ersatzfutter, z.B. getrocknete Garnelen, frische
Zweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: |
Die Sitzstangen sollten so weit entfernt voneinander angebracht sein,
dass die Sittiche fliegen können.
Die Verpaarung ist oft nicht einfach. Es wird empfohlen Barnardsittiche möglichst jung zu verpaaren oder die Möglichkeit der Partnersuche in Jungvogelgruppen zu ermöglichen. Ansonsten kann das Männchen dem Weibchen gegenüber sehr aggressiv werden, wodurch es zu Verletzungen oder sogar zum Tod des Weibchens kommen kann. Der Barnardsittich ist ein relativ zutraulicher, mittellauter Sittich, der allerdings sehr viel nagt. Deshalb sollten immer frische Zweige zum Knabbern angeboten werden. Er badet normalerweise sehr gerne, deshalb sollte eine Badegelegenheit zur Verfügung stehen. Da sich diese Sittiche viel auf dem Boden aufhalten, sollte der Kot regelmäßig (mindestens halbjährlich) auf Würmer untersucht werden. Diese Kontrolle vermeidet den unnötigen Einsatz von den Organismus belastenden giftigen Antiparasitka. Barnardsittiche und ihre Unterarten werden vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks gehalten. Sie sind für die Wohnungshaltung und für Anfänger in der Sittichhaltung nicht geeignet. |
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| Lebenserwartung: | ca. 20-30 Jahre | ||||||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Während der Balz läuft das Männchen in aufrechter Stellung
mit herabhängenden Flügeln und breitgefächerten Schwanzfedern
vor dem Weibchen hin und her, wobei es zusätzlich den Kopf auf- und
abbewegt.
Das Weibchen brütet alleine. Nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden. Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | mit Unterarten der eigenen Art, den Unterarten von Bauer's Ringsittich, Rosella, Blaßkopfrosella, Pennantsittich, Strohsittich, Gelbbauchsittich und Singsittich | ||||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | Blau, Gelb, Albino, Schecke, Zimter, Falbe, Isabell, Kobaltblau |
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