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Wiss.: Rhynchopsitta
pachyrhyncha (Swainson, 1827)
Engl.: Thick-billed Parrot NL: Araparkiet, Dikbekpapegaai Unterarten:
Beschreibung:
Männchen: Der Arasittich ist überwiegend grün gefärbt. Stirn, Vorderscheitel und ein breiter Streifen hinter dem Auge sowie Flügelbug und Schenkel sind rot gefärbt, die Unterflügeldecken sind gelb. Er besitzt einen schwarzen Schnabel und eine befiederte Wachshaut. Der unbefiederte Augenring ist gelblich, die Iris gelb bis orange und die Beine dunkelgrau. Weibchen: Es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus, d.h. die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen. Jungvögel: Die Jungvögel sind
grün gefärbt, sie unterscheiden sich von den Erwachsenen durch
ein schmaleres rotes Stirnband und einen hornfarbenen Schnabel. Der bei
den ausgewachsenen Sittichen rot gefärbte Flügelbug ist bei den
Jungvögeln noch grün gefärbt. Die Iris ist dunkel.
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| Name: | Die wissenschaftliche Bezeichnung Rhynchopsitta
pachyrhyncha kommt aus dem Griechischen:1)
Rhyncho von rhýnchos = Schnabel psitta = Kurzform von psittakós = Papagei pachýs = groß, plump, dick
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| Gattung: | Arasittiche | ||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Die Fachleute sind sich uneinig, ob der Maronenstirnsittich eine Unterart
des Arasittichs oder eine eine eigene Art der Gattung Arasittiche ist.
Er wird hier als Unterart aufgeführt.
Rhynchopsitta pachyrhyncha pachyrhyncha,
Arasittich
(Nominatform)
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| Heimat: | Arasittich: begrenztes Gebiet in West-Mexiko, Sierra Madre Occidental
(Gebiet von ca. 600 m2)
Maronenstirnsittich: Nordost-Mexiko |
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| Lebensraum: | Der Arasittich lebt in Kieferwäldern. | ||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Arasittich lebt paarweise oder in Gruppen zusammen. Abhängig
vom Nahrungsangebot kommt es außerhalb der Brutzeit zu Wanderungen.
Arasittiche sind Nahrungsspezialisten, sie ernähren sich hauptsächlich
von Kiefernsamen, was die Sittiche abhängig von Gebieten, in denen
Kiefern vorkommen, macht.
Die Brutzeit liegt im April / Mai. Die Bruthöhlen befinden sich überwiegend in abgestorbenen Kiefern, häufig in Spechthöhlen. Die 2-4 Eier liegen auf dem mit Holzspänen ausgelegtem Höhlenboden. |
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| Schutzstatus: | Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang I und II
Der Arasittich ist in seiner Heimat durch Waldrodungen sehr stark gefährdet. Im Jahr 2004 wurde die Population von BirdLife International1) noch auf 3000-6000 Exemplare geschätzt, die aktuellen Schätzungen gehen von einem Bestand von ungefähr 2000-2800 Vögel aus. Es gibt verschiedene Schutzprojekte zum Erhalt der Population. Erste Auswilderungsversuche in den USA in Arizona, wo die Sittiche früher ebenfalls beheimatet waren, schlugen fehl. Ursache war vermutlich das "falsche" Gebiet, da in einer wichtigen Wanderroute für Zugvögel lag und damit auch Sammelpunkt von Greifvögeln war. Viele der ausgewilderten Arasittiche fielen diesen Greifvögeln zum Opfer. |
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| Haltung: |
Der Arasittich gilt als robust und kann deshalb in einem frostfreim Schutzraum gehalten werden. In der Voliere sollten Schlafhöhlen angeboten werden, auch wenn einige Sittiche sie nicht nutzen. Er ist laut Züchterangaben vergleichsweise nervös und scheu und stößt bei Aufregung durchdringende Schreie aus, weshalb die Voliere in einem ruhigen Bereich stehen sollte. Um den Sittichen mehr Rückzugsmöglichkeiten zu bieten können z.B. Büsche an den Seiten gepflanzt werden. Es sind sehr laute Sittiche, deshalb sollte die Umgebung (Nachbarn) bei den Vorüberlegungen zur Anschaffung mit einbezogen werden. Sie sind regelrechte Holzzerstörer, weshalb immer Nagemöglichkeiten, z.B. morsche Holzstämme oder Äste und Knabberzweige, angeboten werden müssen, um sie artgerecht zu beschäftigen. Arasittiche werden sehr selten gehalten und sind in privater Haltung
in Deutschland kaum zu finden.
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| Nahrung: | Die Nahrung besteht vorwiegend aus Kiefernsamen. Es ist grundsätzlich
möglich, die Sittiche auf Großsittichfutter umzustellen, entspricht
aber nicht den Anforderungen dieses Nahrungsspezialisten. Zu einer möglichst
artgerechten Haltung gehört meiner Meinung nach eine möglichst
artgerechte Ernährung. Kiefernzapfen oder Kiefersamen sind außerdem
im Handel leicht erhältlich, so dass objektiv betrachtet keine Notwendigkeit
besteht, umzustellen.
Frische Knabbezweige (einige Züchter empfehlen häufig besonders Kiefer- und Fichtenäste), Grit und etwas Frischfutter ergänzen die Nahrung. |
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| Zucht: | Welterstzucht: San Diego, Zoo, 1965
Die Zucht gilt allgemein als nicht besonders schwierig. Während
der Brutzeit muss das das Paar alleine gehalten werden. Um eine erfolgreiche
Brut und Aufzucht zu gewährleisten sollte die Voliere wie im Punkt
"Haltung" beschrieben in ruhiger Lage stehen. Störungen, z.B. vom
Züchter oder auch von Besuchern, können eine Brut gefährden.
Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert.
Die ersten 10 Tage werden die Jungvögel nur von dem Weibchen gefüttert,
danach von beiden Eltern.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mutationen: | keine | ||||||||||||||||||||||
| Links: | 1) BirdLife
International (2009) Species factsheet: Rhynchopsitta pachyrhyncha
(englisch)
BirdLife International Red Data Book (1992): Fully detailed species account (englisch) Informationen des World Parrot Trust (WPT), mit vielen Fotos (englisch) |
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| Literaturhinweise: | 1)Strunden, Hans: Die Namen der Papageien und Sittiche :
Herkunft und Bedeutung. Müller,1986. ISBN 3-923269-21-8
Bueno, Miguel: Die Zucht des Arasittichs im Loro Parque in: Papageien 6 (2002), S. 193-198 Robiller, Franz: Papageien : Handbuch der Vogelpflege, Bd. 3, 1990, ISBN 3-8001-7207-0 |
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