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auch: Fasansittich
Wiss.: Platycercus adelaida (Gould, 1840) Engl.: Adelaide Rosella, Adelaide Parakeet, Pheasant Parrot NL: Adelaide Parkiet, Adelaide Rosella Beschreibung: Länge: 35 cm
Männchen: Oberkopf, Brust und Bauch orangerot, Wangen blau, Kopfseiten und Nacken gelblich gefärbt, Federn auf Rücken und inneren Flügeldecken schwarz mit breiten olivgelben und roten Säumen, Schulterfleck schwarz, Flügelbug, Armschwingen und Handschwingen außen blau, Bürzel gelb, Oberschwanzdecken orangerot. Mittlere Schwanzfedern grünlich, äußere Schwanzfedern blau mit weißen Spitzen. Schnabel weißlich, Iris dunkelbraun, Beine graubraun. Weibchen: ähnlich den Männchen, etwas blasser, Kopf und Schnabel gelegentlich etwas kleiner. Jungvögel: Oberkopf, Kehle, Oberbrust
und Unterschwanzdecken mattrot, Unterseite ansonsten gräulichgrün,
Wangen violettblau, Kopfseiten und mittlere Flügeldecken olivgrün.
Häufig ist ein weißer Unterflügelstreifen vorhanden. Volle
Ausfärbung nach 15 Monaten.
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| Name: | Nach dem Ort Adelaide, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Südaustralien. | ||||||||||||||||||||||||||
| Systematik: | Der taxonomische Status, also die Einordnung in die Systematik der
Papageien, ist umstritten. Die Mehrheit der Forscher behandelt den Adelaidesittich
als eigenständige Art mit zwei Unterarten (wird so im Sittich-Lexikon
übernommen).
Einige Forscher glauben, dass der Adelaidesittich eine westliche Unterart des Pennantsittichs ist, da sich beide Arten sehr ähneln. Die hellere Färbung soll durch den trockeneren Lebensraum hervorgerufen worden sein. Andere Forscher wiederum sehen im Adelaidesittich eine Kreuzung aus Pennantsittich und Strohsittich. Mischlinge, die aus den beiden Arten bei Züchtern gezogen wurden, sind dem Adelaidesittich sehr ähnlich. |
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| Gattung: | Plattschweifsittiche | ||||||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | P. a. adelaidae, Adelaidesittich (Nominatform)
P. a. subadelaidae, Blasser Adelaidesittich, ähnlich dem Adelaidesittich, die Unterseite ist allerdings orangegelb gefärbt |
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| Heimat: | Nominatform: Südaustralien, Süden der Halbinsel Fleurieu
in Richtung Norden
Blasser Adelaidesittich: Südaustralien, südlich des Lebensraums der Nominatform Beide Unterarten leben räumlich getrennt. |
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| Lebensraum: | offene Wälder, bewaldete Täler, Grasland und Flussufer mit Bäumen, landwirtschaftliche Nutzflächen | ||||||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Adelaidesittich lebt paarweise und in kleinen Gruppen zusammen.
Er bleibt weitgehend an einem Standort, aber es gibt lokal jahreszeitliche
Wanderungen. Adelaidesittiche verbringen viel Zeit mit der Nahrungssuche,
die auf dem Boden, in Sträuchern und auf dem Boden stattfindet. Ihre
Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Früchten, Beeren, Nektar
und Insekten. Auf Feldern und Obstplantagen richten Sie gelegentlich Schäden
an. Während der heißen Mittgsstunden ruhen sie auf Eukalyptusbäumen.
Flug (wellenförmig) und Ruf (dreisilbiger und schriller Pfeifton als
Kontaktruf) ähneln dem von Pennantsittichen.
Brutzeit von September bis Dezember. Das Nest befindet sich in Baumhöhlen,
vorzugsweise von Eukalyptusbäumen, in einer Höhe bis zu ca. 5m.
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| Nahrung: | Großsittichfutter mit oder ohne Sonnenblumenkerne, vorzugsweise
ohne Erdnüsse, auch mit Wildsamen oder Grassamen angereichert, Obst,
Gemüse, Grünfutter, Beeren, Keimfutter,
Kolbenhirse, gelegentlich Eifutter
oder alternatives tierisches Ersatzfutter wie z.B. Garnelen,
frische
Zweige
Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
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| Haltung: |
Der Adelaidesittich ist robust und recht gut an unser Klima angepasst. Im Vergleich zu anderen Sitticharten ist er relativ leise und kann auch zutraulich werden. Adelaidesittiche sind gute Flieger, weshalb sie viel Platz brauchen. Sie halten sich häufig auf dem Boden auf, wo sie im Sand nach herabgefallenen Samen suchen. Sie baden normalerweise gerne. Da der sich der Adelaidesittich häufig auf dem Boden aufhält und anfällig für Würmer ist, sollte der Kot regelmäßig (halbjährlich) vorbeugend auf Wurmbefall untersucht werden. Eine vorbeugende Untersuchung ist der regelmäßigen Behandlung durch Wurmmittel (Gift) vorzuziehen. Adelaidesittiche sollten nur paarweise und auf keinen Fall mit anderen Plattschweifsittichen in einer oder in benachbarten Volieren gehalten werden, da sie aggressiv auf Artgenossen und andere Plattschweifsittiche reagieren. Wenn Plattschweifsittiche in einer Nachbarvoliere gehalten werden, sollte eine doppelte Verdrahtung vorhanden sein, um Verletzungen bei Aggressionen zu vermeiden. Der Adelaidesittich wird vergleichsweise selten gehalten, vorwiegend von Züchtern. Die Bestände bestehen häufig aus Mischlingen mit anderen Plattschweifsittichen, besonders mit dem Pennantsittich und dem Strohsittich. Deshalb sollten Züchter genau auf die Herkunft und den Stammbaum ihrer Sittiche achten, um möglichst mit reinrassigen Vögeln zu züchten, um die Artenreinheit zu erhalten. |
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| Lebenserwartung: | ca. 20-25 Jahre | ||||||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Während der Brutzeit muss das Paar alleine gehalten werden. Auch
in den direkt angrenzenden Volieren sollten keine Plattschweifsittiche
gehalten werden. Die Rufe anderer Plattschweifsittiche in weiter entfernt
gelegenen Volieren dagegen sollen nach Züchteraussagen brutstimulierend
wirken können.
Während der Balzzeit können Adelaidesittich-Männchen aggressiv gegenüber der Henne werden. Bei zu starker Aggressivität raten einige Züchter von der Zucht mit solchen Männchen ab, da der Zuchterfolg dann gefährdet ist. Das Weibchen brütet fest und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sind meistens unproblematisch. Wenn eine zweite Brut folgt, sollten die Jungvögel der ersten Brut nach dem Erreichen der Selbständigkeit von den Eltern getrennt werden. Um die Jungvögel vor Unfällen zu schützen raten Züchter,
die Gitter der Voliere mit Ästen, Schilfmatten oder ähnlichem
zu kennzeichnen, damit die Jungvögel nicht zu schnell dagegenfliegen.
Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
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| Mischlinge: | mit Pennantsittich, Strohsittich, Rosella, Gelbbauchsittich | ||||||||||||||||||||||||||
| Mutationen: | Lutino | ||||||||||||||||||||||||||
| Literatur über Plattschweifsittiche: |
Weitere Literaturempfehlungen finden Sie in der Literaturliste. |
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