Lebertumor

 
Die Leber ist für die Verdauung und die Entgiftung wichtig. In der Leber wird die für die Verdauung notwendige Galle produziert. Papageienvögel, also auch Sittiche, besitzen keine Gallenblase.

 

Vorkommen:
Alle Sittiche, vorwiegend Wellensittiche
 

Mögliche Symptome:
Typische Symptome fehlen, die Symptome eines Lebertumors bei Sittichen sind sehr unspezifisch. Der erkrankte Sittich magert häufig sichtbar ab und ist oft müde. Außerdem können Durchfall, Kotabsatzbeschwerden und Atemprobleme auftreten. Der Sittich sitzt häufig in gekrümmter Sitposition auf der Stange.
 

Ursache:
Es gibt verschiedene Tumorarten, die in der Leber wachsen können,  Wenn der Tumor zu groß wird, drückt er oft auf Lungen und Luftsäcke. Dadurch kommt es zu Atemproblemen. Wenn der Tumor auf den Darm drückt, sind Kotabsatzbeschwerden die Folge.
 

Diagnose:
Der Fachtierarzt kann durch Abtasten eine Vergrößerung der Leber ertasten. Um die Ursache für die Vergrößerung festzustellen wird der Sittich danach nach der Gabe eines Kontrastmittels geröngt.
 

Therapie:
Eine schulmedizinische Therapie, ein chirurgisches Entfernen des Tumors in diesem Bereich, ist bei Sittichen leider nicht möglich.

Homöopathie:
Im Internet wurde in den letzten Jahren viel über Tarantula Cubensis ("Nachfolger" von Theranekron, das vom deutschen Markt genommen wurde) berichtet. Es handelt sich um homöopathisch aufbereitetes Spinnengift (Tarantelgift). Dadurch wird der Tumor im Erfolgsfall zur Einkapselung gebracht, sein Wachstum wird dadurch gestört, so dass das Tumorwachstum deutlich verlangsamt oder sogar zum Stillstand gebracht wird. Es soll sogar vorkommen, dass der Tumor sich zurückbildet oder ganz verschwindet. Letztere Fälle sind mir persönlich allerdings noch nicht bekannt.
Je früher die Therapie begonnen wird, desto erfolgsversprechender ist sie. Leider habe ich persönlich bislang mehr Erfolge in der Tumorbehandlung von Säugetieren beobachtet als bei der von Vögeln.

Da die Behandlung von Vögeln mit Tarantula Cubensis nicht leicht ist und der Erfolg meiner Beobachtung nach oft relativ, sollte gut überlegt werden, welche Art der Behandlung man wählt.
 

Es gibt außerdem verschiedene homöopathische Einzelmittel oder Komplexmittel (am bekanntesten sind wohl die Komplexmittel der Firma Heel, bei denen es sich genaugenommen nicht um reine Homöopathie, sondern Homotoxikologie handelt), die den Tumor beeinflussen können.
 

Sprechen Sie mit Ihrem Fachtierarzt oder einem Tierheilpraktiker über eine alternative Therapie.

Geben Sie hömöopathische Mittel möglichst in Keramik- oder Plastiknäpfen. Es ist ein unter Heilpraktikern umstrittenes Thema und meines Wissens ist nichts erforscht und bewiesen, aber einige Fachleute sind der Ansicht, dass Metall (z.B. Edelstahlmäpfe) die Wirkung von homöopathischen Mitteln vermindert oder sogar ganz zunichte macht.

Wenn der Tumor bereits zu groß ist oder die Therapie nicht anschlägt, so dass sich der Sittich zu sehr quält, sollten Sie überlegen ihn von seinem Leiden zu erlösen, so schwer die Entscheidung auch fällt.
 
 
 
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