| Auch: "Bumble foot", Pododermatitis
Vorkommen:
Mögliche Symptome:
Wird an der Ursache nichts geändert bilden sich im weiteren Verlauf
zunächst gerötete Stellen in der Haut, die sich später entzündet.
Häufig ist der Fuß auch geschwollen und wärmer als normal.
Bei weit fortgeschrittenen Fällen kann das entzündete Gewebe sogar absterben. Meist ist nur ein Fuß von einem Sohlenballengeschwür betroffen, es können aber auch beide Füße erkranken. Eine einseitige Belastung des gesunden Beines kann auf Dauer zu der
Bildung einer Arthrose führen.
Mögliche Ursachen:
Häufige Auslöser sind beispielsweise falsche Sitzstangen. Die im Handel angebotenen Plastikstangen oder glatte Holzstangen, auf denen die Sittiche immer den gleichen Durchmesser und die gleiche Oberflächenstruktur greifen sind ungesund. Denn dadurch werden die Füße immer an der gleichen Stelle belastet, die dann besonders abgenutzt wird. In der Natur greifen Sittiche auf Baumästen unterschiedliche Durchmesser und Oberflächenstrukturen. Diese "Fußgymnastik" fördert die Belastung unterschiedlicher Fußstellen und die Durchblutung der Füße. Eine weitere, manchmal zusätzliche Ursache kann Übergewicht sein. Durch die übermäßige Belastung wird ein starker Druck auf die Bein- und Fußmuskulatur ausgeübt, was die Bildung eines Sohlenballengeschwürs fördert. Ein weiterer Auslöser oder Mitauslöser sind häufig Durchblutungsstörungen, die durch fehlende Bewegung, z.B. mangelnden Freiflug oder fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten, entstehen. Anstatt sich zu bewegen sitzt der Sittich oft auf der gleichen Stelle. Vitamin-A-Mangel kann die Bildung einer Pododermatitis ebenfalls fördern. Ursache eines Sohlenballengeschwürs können auch Verletzungen sein, z.B. Bruch im Fuß- oder Beinbereich, der zu einseitigen Belastungen führen kann. Eine andauernde einseitige Belastung kann wie erwähnt zusätzlich eine Arthrose verursachen. Häufig sind mehrere auslösende Faktoren beteiligt. Sie führen
dazu, dass die überanspruchten Fußsohlenbereiche zunächst
Verhornungen bilden, die sich im Laufe der Zeit abnutzen. Die Haut wird
dünn und ist stark gerötet. Die Abwehr der Fußsohlenhaut
ist geschwächt, so dass Krankheitskeime wie Bakterien oder Pilze leichter
in die Haut eindringen können. Hierdurch entstehen Entzündungen
in den Fußsohlen, der Fuß schwillt an und wird oft wärmer.
Diagnose:
Therapie:
Wenn das Sohlenballengeschwür schon größer ist, werden meist zusätzlich Antibiotika gegeben und der Fuß mit einem Verband bandagiert. Der Verband muss abhängig vom Stadium der Krankheit und den verwendeten Medikamenten gebenenfalls öfter gewechselt werden. In weit fortgeschrittenen Fällen muss das Geschwür in einer Operation entfernt werden, um eine Wundheilung zu ermöglichen. Zusätzlich wird mit Antibiotika behandeln, um eine Infektion der Wunde zu vermeiden. Im Käfig oder in der Voliere sollten die Sitzstangen gepolstert werden, um dem Vogel das Sitzen zu erleichtern. Sie können die Sitzstangen z.B. mit einem weichen Tuch umwickeln. So sitzt der Sittich weich und belastet die Füße weniger stark. Zusätzlich können Sie Sitzbrettchen anbieten, auf denen der Sittich bequem sitzen oder liegen kann. Ein Sohlenballengeschwür ist im Anfangsstadium gut zu heilen. Manchmal reichen Veränderungen in der Haltung bereits aus. Ist das Sohlenballengeschwür bereits fortgeschritten dauert die Heilung länger, bei weit fortgeschrittenem Krankheitsprozess sieht es leider manchmal schlecht aus. Es ist sehr wichtig, die Haltungsbedingungen nochmals zu überprüfen
und gegebenenfalls zu verbessern:
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