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Die Schockmauser, auch Schreckmauser genannt, ist keine
Krankheit, sondern eine instinktive Schutzreaktion.
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Vorkommen:
Alle Sittiche, besonders Laufsittiche (Ziegensittich
und Springsittich)
Symptome:
| Der Sittich wirft plötzlich seine Federn, vorwiegend
die Schwanzfedern, aber auch Schwungfedern, ab. Häufig findet der
Halter zu Hause plötzlich auffällig viele Federn, deren Ursache
keine normale Mauser sein kann. Wenn der Halter in einer Schrecksituation
anwesend ist, kann er das Abwerfen der Federn auch beobachten. Schrecksituationen
können z.B. das Einfangen für Transporte zum Tierarzt oder wegen
eines Umzugs sein oder auch durch plötzliche laute Geräusche
oder am Fenster vorbeifliegende Wildvögel ausgelöst werden. In
Außenvolieren können z.B. an das Gitter springende Katzen oder
Marder eine Schockmauser auslösen.
Eine Schockmauser kommt auch nicht selten beim Tierarzt beim Herausfangen
aus dem Käfig und bei der Untersuchung vor, wenn der Vogel in die
Hand genommen wird. |
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Zusätzlich können manchmal Symptome wie Schock oder schnelles
Atmen beobachtet werden.
Wenn der Sittich panisch auffliegt und z.B. nachts im Dunkeln gegen
Hindernisse fliegt, können weitere Verletzungen oder eine Gehirnerschütterung
die Folge sein.
Ursache:
In der Natur kann das Abwerfen der Schwanzfedern einem Sittich vor
Fressfeinden retten, wenn diese sie an den Schwanzfedern greifen. Dieser
Schutzreflex existiert auch noch in menschlicher Haltung. Ursache ist Stress,
meistens durch plötzliches Erschrecken, z.B. beim Einfangen durch
den Halter oder den Tierarzt, plötzliche laute Geräusche oder
auch beim Nightfright (nächtliches
Erschrecken).
Diagnose:
Dem Halter fehlt auf, dass die Schwanzfedern und vielleicht die Schwungfedern
ausgefallen sind. Vielleicht fällt ihm auf, dass der Sittich noch
unter Schock steht oder sich ruhiger verhält als gewöhnlich.
Die Federn wachsen innerhalb weniger Wochen relativ schnell wieder nach.
Therapie:
Eine Schockmauser, ohne weitere Symptome, ist eigentlich kein Grund,
den Tierarzt aufzusuchen, da
dieser nicht weiterhelfen kann. Ein Tierarztbesuch
kann sogar erneuten Stress mit sich bringen. Meistens hat sich der Sittich
bereits wieder beruhigt und muss nicht versorgt werden. |
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Bei Verletzungen oder weiteren Symptomen wie z.B. Apathie sollte allerdings
umgehend ein Fachtierarzt aufgesucht
werden.
Unterstützend bei Schock, Panik oder Angst:
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Ruhe, bei Bedarf gedämmtes Licht oder leise "Lieblingsmusik"
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bei Bedarf Notfall-Tropfen (Bach-Blüten, erhältlich in der Apotheke)
oder Notfall-Globuli in Wasser aufgelöst, einen Tropfen in den
Nacken geben
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bei Verdacht auf Gehirnerschütterung
Ruhe, gedämmtesLicht, kleiner Käfig, homöopathische Versorgung
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bei Blutungen: Blutungen stillen
(z.B. mit Kernseife oder blutstillender Watte), sofort Tierarzt
aufsuchen
Das Federwachstum kann mit verschiedenen Mitteln
unterstützt werden, z.B. durch
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eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung
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Kieselerde oder Kieselsäure (z.B. in Salatgurke enthalten)
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UV-Licht
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bei Bedarf zusätzliche Mineralstoffe und Aminosäuren, die für
die Federbildung wichtig sind
Weitere Mittel und weitere Hinweise zum Federwachstum finden Sie
auch bei den Informationen über die Mauser
bei Sittichen in der Rubrik Haltung.
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Seiten-Adresse: http://www.sittich-info.de/medizin/schockmauser.html
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