| Rhinitis bedeutet eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die u.a.
Schnupfen zur Folge hat.
Vorkommen:
Alle Sittiche.
Symptome:
Schnupfen (Nasenausfluss), verklebte Federn im Nasenbereich, Atemprobleme,
Atmen mit geöffnetem Schnabel, Niesen, geschwollene Lidbindehäute,
tränende Augen, Reiben des Kopfes an Sitzstangen oder am Käfiggitter,
Aufplustern.
Ursache:
Bakterien (z.B. Chlamydien, E. coli, Streptokokken, Staphylokokken),
Pilze, Viren. Rhinitis ist gelegentlich auch Begleitsymptom einer Infektionskrankheit.
Sie wird durch Vitamin-A-Mangel begünstigt.
Diagnose:
Nasenabstrich zur Bestimmung des Krankheitserregers.
Therapie:
Zunächst sollte ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden,
der den Krankheitserreger bestimmt und entsprechende Medikamente verabreichen
kann. Möglicherweise muss eine andere Krankheit, deren Begleitsymptom
Rhinitis ist, mitbehandelt werden.
Rhinitis ist ansteckend, daher sollten betroffene Vögel im Krankenkäfig
gehalten werden. Der normale Käfig / die Voliere sollte desinfiziert
werden, ebenso die Einrichtung. Vögel sollten während der Desinfektion
nicht in der Nähe gehalten werden und erst nach dem Lüften wieder
zurückgelassen werden. Die Einrichtung des Krankenkäfigs sollte
täglich mit heißem oder kochendem Wasser abgespült werden.
Außerdem sollten die Verkrustungen an Nase und ggf. anderen Körperpartien
entfernt werden. Die Vitaminversorgung muss verbessert werden (außer
Obst, Gemüse etc. empfiehlt sich ein Vitaminpräperat, das nach
Dosierungsanleitung angewendet wird). Da betroffene Sittiche oft frieren,
sollte ihnen eine Wärmequelle angeboten werden (z.B. Rotlicht oder
Dunkelstrahler). Die Luftfeuchtigkeit sollte ggf. erhöht werden (die
Luftfeuchtigkeit sollte für Sittiche ca. 50-60% betragen).
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