Vorkommen:
Vermutlich können alle Sitticharten von Federspulmilben befallen
werden, auch wenn es noch keine entsprechenden Nachweise gibt. Nachgewiesen
wurden Federspulmilben in einer Untersuchung unter anderem beim Nymphensittich,
Ziegensittich, Springsittich,
Rosella, Stanleysittich,
Schönsittich, Pennantsittich
und Afrikanischen Halsbandsittich,
um die bekanntesten und in Deutschland am weitesten verbreiteten Arten
zu nennen.1 Bei Wellensittichen,
den am häufigsten untersuchten Papageienvögeln in dieser Untersuchung,
wurden keine Federspulmilben gefunden. Dies könnte bedeuten, dass
Wellensittiche nicht so
häufig von Federspulmilben befallen werden wie z.B. Nymphensittiche.
Ein Federspulmilbenbefall ist auch beim Großen
Alexandersittich und vom Pflaumenkopfsittich
beschrieben.
Mögliche Symptome:
Ein Federspulmilbenbefall verläuft häufig ohne sichtbare
Symptome, da die Federn nicht stark beschädigt werden. Etwas älterer
Literatur (vor dem Jahr 2000) nach können Gefiederauffälligkeiten
wie z.B. Federmissbildungen oder Federabbruch sowie vermehrter Federausfall
auftreten. In der aktuelleren Literatur und in den Untersuchungen von Dr.
Schöne1 wird die Schadwirkung als gering beschrieben.
Eine Todesfolge bei massivem Befall wie es bei anderen Parasitenarten häufig
der Fall ist, gilt als unwahrscheinlich. Allerdings sind die Schadwirkung
und auch der Lebenszyklus (wichtig für die Therapie) bislang kaum
erforscht.
Ursache:
Federspulmilben befallen die Federspulen (vorwiegend der Schwung- und
Schwanzfedern) und auch die Federschäfte. Sie ernähren sich dort
von Gewebesäften. Der Übertragungsweg auf andere Sittiche ist
laut verschiedenen Literaturquellen bisher nicht genau untersucht worden.
Die Übertragung der Milben erfolgt wahrscheinlich durch direkten Körperkontakt,
z.B. bei der Jungenaufzucht (Hudern) oder während der Mauser.
Diagnose:
Die Diagnose ist meist ein Zufallsbefund, da der Befall von Federespulmilben
wie erwähnt meist kaum sichtbare Symptome hervorruft. Es muss eine
Federprobe (Mauserfedern oder Ausrupfen einer oder mehrer Federn) genommen
werden, anhand der die Milben mikroskopisch nachgewiesen werden können.
Allerdings können eventuell Federn untersucht werden, die nicht von
Federspulmilben befallen sind, obwohl diese - in anderen Federn - durchaus
vorhanden sind. Dies erschwert die Diagnostik zusätzlich.
Therapie:
Wenn Sie bei Ihren Sittichen Gefiederauffälligkeiten feststellen
sollten Sie sie einem vogelkundigen
Tierarzt vorstellen und das Gefieder auf Parasiten untersuchen lassen.
Wenn Federspulmilben nachgewiesen wurden kann der Befall mit entsprechenden
Medikamenten (sogenannten Antiparasitika) erfolgreich behandelt werden.
Dabei wird das Medikament mit der sogenannten "Spot-On-Methode" auf die
Haut geträufelt. Es ist sinnvoll den ganzen Sittichbestand behandeln
zu lassen, da andere Sittiche ebenfalls von Federspulmilben befallen sein
können, auch wenn der Befall noch nicht sichtbar ist. Die Behandlung
sollte nach 14 Tagen wiederholt werden.
Weiterführende Informationen:
1 Untersuchung von Dr. Richard Schöne et. al.,
veröffentlicht in Papageien, 2 (2011), Tabellenauszug
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Seiten-Adresse: http://www.sittich-info.de/medizin/parasiten/federspulmilben.html
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