Luftsacküberdehnung, Luftsackriss (auch: Luftsackruptur)

 
Zu den Atmungsorganen der Vögel gehören neben der Lunge auch sogenannte Luftsäcke (Fachsprache: Sacci pneumatici).
 

Vorkommen:
Alle Sittiche, nicht sehr häufig.
 
 

Symptome:
Die Symptome bei einer Luftsacküberdehnung und einem Luftsackriss sind sehr ähnlich, weil sich in beiden Fällen eine von außen sichtbare Schwellung bildet. Häufig ist der Halsluftsack betroffen, weshalb die Schwellung sich dann im Halsbereich befindet. Zusätzlich kann Atemnot (Dyspnoe) auftreten. 

Manche Halter verwechseln diese Schwellung mit einem Lipom oder Tumor. Doch "wächst" die Schwellung infolge einer Luftsackerkrankung deutlich schneller als bei einem Lipom oder Tumor.
 
 

Mögliche Ursachen:
Eine Luftsacküberdehnung ist oft Folge von Verengungen im Nasenbereich, die die Ein- und Ausatmung einschränkt. Bei der Ausatmung kann es dann zu einem Überdruck in den Luftsäcken kommen.
Ein Luftsackriss entsteht durch Verletzungen bei Unfällen oder Angriffen von Feinden (z.B. Katzen oder Marder in der Wohnung oder in Außenvolieren).
 
 

Diagnose:
Der Fachtierarzt kann durch Abtasten der Schwellung und der Prüfung weiterer Symptome eine Diagnose stellen.
 
 

Therapie:
Der Sittich kann nur von einem Fachtierarzt behandelt werden. Er kann die Luft mithilfe eines kleinen chirurgischen Eingriffs ausleiten. Durch einen Verband können weitere Luftansammlungen meistens verhindert werden. Außerdem müssen eventuell vorliegende Ursachen (wie z.B. Aspergillose) für die Luftsacküberdehnung, behandelt werden. Bei einem Luftsackriss sollten eventuell vorliegende Traumata (z.B. Gehirnerschütterung oder Prellungen) oder Kratz- oder Bissverletzungen (Desinfektion, Antibiotika) mitbehandelt werden.
 
 
 
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