Juckreiz ist keine eigenständige Krankheit, sondern Symptom
für eine Anzahl anderer Krankheiten.
Vorkommen:
Alle Sittiche und Papageien
Mögliche Symptome:
Der betroffene Sittich putzt sich sein Gefieder auffällig
häufig oder kratzt sich oft an bestimmten Körperregionen, z.B.
der Schnabelregion oder der Kloake. Dabei wirkt er oft unruhig und hektisch.
Durch das viele Putzen und Kratzen kann Federausfall die Folge sein. Bei
genauerem Hinsehen können gelegentlich auch Hautrötungen, Hautreizungen
oder Geschwülste entdeckt werden. Nicht selten kommt es, besonders
wenn der Juckreiz unbehandelt bleibt regelrecht zum Federrupfen.
Mögliche Ursachen:
Verschiedene Krankheiten, z.B.
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Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit kann die Haut und die Schleimhäute
austrocknen und empfindlicher gegenüber Krankheitserregern (Bakterien,
Pilze, Viren) machen.
Diagnose:
Der Tierarzt untersucht das Gefieder auf mögliche Ursachen wie
Parasiten oder Hauterkrankungen. Wird er hier nicht fündig und besteht
der Verdacht auf organische Erkrankungen, die einen Juckreiz auslösen,
kann er zusätzlich röntgen. Außerdem kann er den Kot auf
innere Parasiten untersuchen.
Differentialdiagnose:
Ähnliche Symptome können z.B. auftreten
bei:
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Mauser
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Stockmauser
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Verhaltensstörungen, Federrupfen aus
psychischen Gründen (z.B. Langeweile, Stress, Unverträglichkeit
mit dem Partnervogel, Veränderungen in der Umgebung, Eifersucht (häufiger
bei Papageien als bei Sittichen), Nervosität, Angst usw.), ohne das
ein Juckreiz vorliegt.
Therapie:
Wenn sich Ihr Sittich oder Ihre Sittiche vermehrt putzen oder sogar
Federn ausreißen sollten Sie sie von einem Fachtierarzt
untersuchen lassen. Er kann die zugrundeliegende Krankheit meist schnell
und effektiv behandeln. Eine Ausnahme bilden organische Erkrankungen, die
teilweise chronisch und schulmedizinisch schwer zu behandeln sind und innere
Tumoren. Lassen Sie ihre Sittiche baldmöglichst untersuchen, weil
der Juckreiz sehr unangenehm ist.
Fütterung:
Zusätzlich sollten Sie Ihre Ernährung überprüfen
und bei Bedarf etwas verändern oder ergänzen. Erhalten Ihre Sittiche
ausreichend Frischfutter
und nehmen sie das auch gut an oder handelt es sich um "Obstverweigerer"?
Wie häufig gibt es zusätzliche Vitaminpräparate, könnte
hier eventuell auch unter- oder überdosiert worden sein?
Tipp:
Kontrollieren Sie regelmäßig die Luftfeuchtigkeit,
da zu trockener Luft die Haut und die Schleimhäute wie erwähnt
austrocknet und Infektionen der Haut fördern kann. Das ist besonders
im Winter in beheizten Räumen der Fall. Die Luftfeuchtigkeit sollte
ca. 45-55% betragen und mit einem Messgerät, einem sogenannten Hygrometer,
regelmäßig kontrolliert werden. Auf dieser Seite erhalten Sie
weitere Informationen zum Thema Luftfeuchtigkeit
in der Sittichhaltung.
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