Vorkommen:
Alle Sittiche.
Symptome:
Kurzatmigkeit, rasche Ermüdung, besonders nach Anstrengungen,
geringere Aktivität als bei gesunden Sittichen, plötzlicher Tod.
Mögliche Ursachen:
Unbekannt, teilweise durch Überzüchtung / Inzucht.
Diagnose:
Anhand des klinischen Bildes, Abhören, ggf. Röntgen. Bei
bereits gestorbenen Sittichen Obduktion.
Therapie:
Der Sittich kann nur von einem vogelkundigen Tierarzt behandelt werden.
Er kann entspechende Medikamente verabreichen und mitgeben. Die Medikamente
werden per Injektion oder oral über das Trinkwasser verabreicht. Trotz
der Therapie muß man davon ausgehen, dass die Lebenserwartung im
Vergleich zu gesunden Sittichen nicht sehr hoch ist.
Stress sollte herzkranken Vögeln möglichst erspart werden, da dies lebensgefährlich für sie ist. Deshalb sind Tierarztbesuche möglichst stressfrei zu gestalten. Gehen Sie vorsichtig mit dem kranken Vogel um. Unterstützend können Sie dem Sittich einige Zeit vor einem Tierarztbesuch Mittel geben, die die Psyche des Sittichs in Angstsituationen (Einfangen, Transport usw.) stärken. Hierfür eignen sich meiner Meinung nach natürliche Mittel wie Bachblüten am besten. Für Tierarztbesuche eignet sich z.B. Rock Rose (Sonnenröschen) gut. Man kann auch eine Mischung aus Rock Rose, Aspen (Espe) und Mimulus (Gauklerblume) verwenden, besonders wenn der Sittich von Natur aus ängstlich ist. Bachblüten kann man sich in der Apotheke mischen lassen. Achtung: Alkohol sollte besser weggelassen werden, da er die Leber der Vögel zu stark belastet! Ohne Alkohol sind die Mittel ca. 3 Monate nach der Abfüllung haltbar. Die Behandlung sollte einige Tage vor dem Tierarztbesuch beginnen. Man kann ca. 4-5 Tropfen auf 200 ml Wasser mischen und ihn damit besprühen. Man kann auch ein Tuch mit einigen Tropfen befeuchten und dieses in die Transportbox legen.