Federbalgzyste

Bei Federbalgzysten handelt es sich um Wachsstumsstörungen der Federn. Die Feder wächst nicht in der normalen Richtung aus der Haut, sondern rollt sich unter der Haut innerhalb einer Kapsel ein, wo sie sich langsam zersetzt.

 

Vorkommen:
Vor allem Wellensittiche. Federbalgzysten bilden sich meist an Schwungfedern und Schwanzfedern.
 

Mögliche Symptome:
Eine Federbalgzyste erscheint als eine tumorartige, meist gelbliche Verdickung unter der Haut. Es können einzelne oder auch mehrere Zysten auftreten. Gelegentlich führen Federbalgzysten zu Juckreiz.
 

Mögliche Ursachen:
Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Verletzungen des Federfollikels über Stoffwechselstörungen, z.B. durch eine Mangelernährung, bis hin zu Infektionen. Auslöser einer Infektion können Bakterien oder Circo-Viren (Auslöser von PBFD) sein. Auch eine genetische Veranlangung kann eine Rolle spielen.
 

Diagnose:
Ein Fachtierarzt kann anhand der recht typsichen Symtpome meist recht schnell eine Diagnose stellen. Bei Bedarf kann er anhand von Gewebeuntersuchungen Hauttumore ausschließen. In den meisten Fällen ist dies allerdings nicht notwendig.
 

Therapie:
Betroffene Sittiche sollten umgehend einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt werden. Federbalgzysten heilen nicht von alleine, sie müssen operativ entfernt werden. Dabei wird die komplette Kapsel inklusive Federfollikel entfernt. Unbehandelt kann eine Zyste, die beispielsweise aufgebissen wird, sogar zum Tod durch Verbluten führen. Rückfälle oder die Bildung neuer Zysten sind selten, sie kommen hauptsächlich bei einer genetischen Veranlagung oder einer entsprechenden Vorerkrankung wie PBFD vor.

Sittiche, bei denen eine genetische Ursache vermutet wird, sollten von der Zucht ausgeschlossen werden.
 


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