Ernährung bei Kropfentzündung

 
Kropfentzündungen gelten bei vielen Haltern noch immer als nicht heilbar. Wenn eine Kropfentzündung rechtzeitig erkannt und behandelt wird ist sie normalerweise heilbar. 
!! Leider werden während der Behandlung häufig Fehler bei der Ernährung gemacht, so dass die Krankheit häufig nicht richtig ausheilen und es zu Rückfällen kommen kann. !!

Während und auch nach der Behandlung einer Kropfentzündung muss auf weiches Futter geachtet werden. Trockenes hartes Futter wie z.B. Körnerfutter oder Kräcker reizen die angegriffene Kropfhaut zusätzlich und erschweren den Heilungsprozess bzw. machen die Kropfschleimhaut empfindlich gegen neue Krankheitserreger.
 

Das darf gegeben werden:
 
Futter
Hinweise
Weichfutter Quellfutter, Keimfutter - hier besonders auf die Qualität achten!
Kochfutter
Eifutter - nicht bei Vorliegen von Nierenerkrankungen, Gicht!
Körner wenn trockenes Körnerfutter gegeben werden  muss, weil der kranke Vogel nichts anderes annimmt: runde Körner, z.B. Hirsemischungen oder Kolbenhirse

außerdem z.B.:
Paprikakerne
Salatgurkenkerne

Grünfutter enthält wichtige Nährstoffe
Obst Banane
Ausnahme: nicht bei Vorliegen einer Pilzinfektion (Hefepilz (Candida) oder GLS (auch "Megabakterien" oder Macrorhabdiose genannt)

anderes Obst sollte wegen der enthaltenen Fruchtsäure nicht gegeben werden, da sie die Kropfschleimhaut zusätzlich reizt

Milchprodukte frischer fettarmer Magerquark ohne Geschmack
frischer fettarmer Magerjoghurt ohne Geschmack
Brei Handaufzuchtbrei
milchfreier (!) Babybrei
Vitaminpräparate zur Unterstützung der Zellregeneration (Vitamin A) und des Immunsystems, z.B. Vitamin-ADEC-Lösung (z.B. Quikon ADEC oder ADEC-Lösung vom Tierarzt)
Lactobazillen z.B. PT-12 oder (Bird) Bene Bac (Bene Bac nicht bei Hefepilzbefall (Candida) oder GLS)
unterstützen die Verdauung

 

Das sollte nicht gegeben werden:
 
Futtermittel / Zubehör
Begründung
trockenes Körnerfutter reizt den Kropf zu stark
enthält normalerweise zu viele spitze Körner

wenn trockenes Körnerfutter nicht zu vermeiden ist mischen Sie möglichst runde Samen, z.B. verschiedene Hirsearten

Kräcker zu hart, zu ungesund
Bisquits reizen den Kropf zu stark
Obst die Fruchtsäure reizt die angegriffene Kropfschleimhaut (Ausnahme: Banane)
Sand reizt den Kropf zu stark
Grit, Gritsteine reizen den Kropf zu stark
Magenkiesel reizen den Kropf zu stark

 

Phytotherapeutische Mittel:

  • Tees (Kamillentee, Salbeitee, zur Hälfte vermischt mit Wasser und abgekühlt reichen, bei Bedarf - nur wenn keine Pilzinfektion oder GLS ("Megabakterien") vorliegen - mit wenig Traubenzucker oder wenig Honig süßen)


Homöopathische Mittel:

  • Propolis, das Kittharz der Bienen. Ein natürliches Mittel, das unter anderem antibiotische Stoffe enthält und das Immunsystem unterstützt. Als Lösung oder homöopathisch (z.B. Propolis SC 2000). Ich empfehle Propolis in homöopathischer Verdünnung besonders dann, wenn Sie bereits homöopathisch behandeln. Propolis wirkt entzündungshemmend, ich habe damit bei Entzündungen immer sehr gute Erfahrungen gemacht.
  • Mucosa compositum der Firma Heel, erhältlich in der Apotheke. 2-3 mal täglich bis zur Besserung einen Tropfen direkt in den Schnabel geben. Mucosa compositum ist ein wirksames homöopathisches Präparat, mit dem die Regeneration der Schleimhaut angeregt wird.
  • Treten bei der Kropfentzündung außerdem Durchfälle und Kreislaufprobleme auf kann zusätzlich das homöopathische Mittel Veratrum-Homaccord, Gabe wie bei Mucosa compositum, gegeben werden.




 
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