| Während oder nach einer Krankheit,
bei schlechter Haltung oder einem unfreiwilligen "Ausflug"
ins Freie können Wellensittich,
Nymphensittich
und Co. stark abnehmen. Häufig reicht es nicht aus (mehr) Körnerfutter
und Obst und Gemüse
anzubieten, um einen abgemagerten Sittich wieder aufzupäppeln.
Diese Liste soll Ihnen helfen, Ihre Ernährung eventuell zu ergänzen, bis das Normalgewicht wieder erreicht wird. Das Normalgewicht der Sittiche können Sie im Sittichlexikon im Arten-Lexikon nachlesen. Hinweis: Achten Sie grundsätzlich darauf, dass Sie alles in Maßen geben (besonders Kräcker) und ihre Sittiche nicht überfüttern! |
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| Kolbenhirse | werden von Sittichen meistens sehr gerne und gut angenommen | leicht verdaulich, werden manchmal auch dann noch angenommen, wenn die normale Körnermischung verweigert wird |
| Erhöhen des Nährwertgehalts des Körnerfutters | Zugabe verschiedener Saaten | durch Hafer (in Maßen, da sonst bruttriebfördernd),
Hirse
Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts / Kropfentzündung sollten keine zusätzlichen trockenen Körner gegeben werden. Wenn möglich (also vom Sittich akzeptiert) sollte das Körnerfutter dann reduziert und mehr Weichfutter gegeben werden! Wenn dies nicht angenommen wird empfiehlt es sich das Futter mit runden Hirsekörnern anzureichern, die den Kropf nicht so stark reizen. |
| Erhöhen des Nährwertgehalts des Körnerfutters | Zugabe verschiedener ölhaltiger Saaten (maximal ca. 2% des normalen Körnerfutters über wenige Tage) | z.B. durch Mariendistelsamen Sesam, Mohn, Leinsamen, Sonnenblumenkerne,
Kardi - siehe auch Körnertabelle)
oder durch Anreichern des Futters durch Wildsamen
Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts / Kropfentzündung sollten keine zusätzlichen trockenen Körner gegeben werden. Wenn möglich (also vom Sittich akzeptiert) sollte das Körnerfutter dann reduziert und mehr Weichfutter gegeben werden! Wenn dies nicht angenommen wird empfiehlt es sich das Futter mit runden Hirsekörnern anzureichern, die den Kropf nicht so stark reizen. Bei Lebererkrankungen darf das Körnerfutter nicht um ölhaltige Samen (außer Mariendistelsamen) erweitert werden! |
| Kräcker | enthalten besonders viel Energie
Kräcker, die ausschließlich Honig und keinen Zucker als Süßungsmittel enthalten eignen sich am besten, auch bei gesunden Sittichen (z.B. die "Grainola Bars", erhältlich im Internet-Handel) Oder probieren Sie es doch mal mit selbst gebackenen Kräckern. |
über wenige Tage und in Maßen!
Kräcker dürfen bei verschiedenen Erkrankungen,
z.B. Lebererkrankungen, Pilzerkrankungen
oder Kropfentzündungen nicht
gegeben werden!
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| Eifutter / Aufzuchtfutter | energiereich + nährstoffreich (enthält u.a. tierische Proteine
und Vitamin B12, das in Pflanzen und Körnern nicht enthalten
ist)
Unter das Eifutter kann man bei Bedarf auch Vitamin- und Mineralstoffpräperate mischen. |
Eifutter darf bei Nierenerkrankungen / Gicht nicht gegeben werden! |
| Kochfutter | Unter das Kochfutter kann man bei Bedarf auch Vitamin- und Mineralstoffpräperate mischen. | Gut geeignet bei Erkrankungen des Verdauungstrakts (Magen-Darm-Erkrankungen,
Kropfentzündung)
Vorsicht bei Nierenerkrankungen und Gicht - keine proteinreichen Sämereien (z.B. Erbsen) verwenden |
| Keimfutter | Unter das Keimfutter kann man bei Bedarf auch Vitamin- und Mineralstoffpräperate mischen. | Gut geeignet bei Erkrankungen des Verdauungstrakts (Magen-Darm-Erkrankungen, Kropfentzündung) |
| Trockenfrüchte | sehr energiereich | nur in Maßen geben
nur unbehandelte (ungeschwefelte und ungezuckerte) Trockenfrüchte anbieten, am besten Bio-Trockenfrüchte (z.B. Apfel, Banane, Beeren) Wegen des Fruchtzuckergehalts sollten Trockenfrüchte nicht bei Vorliegen einer Pilzinfektion mit Hefepilzen oder beim Going-Light-Syndrom (GLS) gegeben werden! |
| Beeren | vergleichsweise energiereich | nur in Maßen geben
möglichst nur unbehandelte Beeren anbieten Wegen des Fruchtzuckergehalts sollten Beeren bei Vorliegen einer Pilzerkrankung mit Hefepilzen oder beim Going-Light-Syndrom (GLS) nicht gegeben werden! |
| Grünfutter, Obst und Gemüse | Vitamine | Obst sollte bei Vorliegen einer Pilzerkrankung
mit Hefepilzen oder beim Going-Light-Syndrom
(GLS) aufgrund seines Gehalts an Fruchtzucker nicht gegeben werden!
Obst sollte bei einer Kropfentzündung wegen der enthaltenen Säure und bei pilzbedingten Kropfentzündungen zusätzlich wegen des Fruchtzuckers nicht gegeben werden! Gemüse kann roh oder gekocht als Bestandteil im Kochfutter gegeben werden. |
| Saft | Traubensaft, sehr energiereich
Karottensaft, sehr nährstoffreich |
Traubensaft sollte wegen des hohen Anteils an Fruchtzucker nicht bei Vorliegen einer Pilzinfektion mit Hefepilzen oder beim Going-Light-Syndrom (GLS) gegeben werden! |
| Amynin®
alternativ Volamin® |
enthält B-Vitamine, Aminosäuren, Elektrolyte und Glukose,
nach Absprache erhältlich beim Tierarzt
Amynin® ist nicht mehr überall erhältlich. Volamin® ist ähnlich zusammengesetzt und wird als Ersatz verwendet |
Amynin® / Vomamin® sollte
bei Vorliegen einer Nierenerkrankung nicht oder ausschließlich nach
Absprache mit dem vogelkundigen Tierarzt gegeben werden!
Amynin® / Vomamin® sollte nicht bei Vorliegen einer Pilzinfektion mit Hefepilzen gegeben werden! |
| Vitamin-Mineralstoffpräparate | Zoofachhandel, Online-Shops | bei Bedarf
z.B. Manuvit-S (Fa. Wagner) oder Prime (Fa. Hagen) |
| Honig | wirkt stärkend und antibakteriell
sehr energiereich |
zur Stärkung des Kreislaufs oder zum Süßen des Trinkwassers,
wenn dies z.B. durch Vitaminpräparate geschmacklich verändert
ist und nicht mehr getrunken wird
Honig sollte nicht bei Vorliegen einer Pilzinfektion mit Hefepilzen oder Going-Light-Syndrom (GLS) gegeben werden! |
| Traubenzucker | Apotheke | zur Stärkung des Kreislaufs oder zum Süßen des Trinkwassers,
wenn dieses z.B. durch Vitaminpräparate geschmacklich verändert
ist und nicht mehr getrunken wird
bei geschwächten Sittichen zur schnellen Energieversorgung Traubenzucker darf nicht bei Vorliegen einer Pilzinfektion mit Hefepilzen gegeben werden! |
| Propolis | das Kittharz der Bienen, wirkt gegen zahlreiche Bakterien und Pilze sowie einige Virusarten | Unterstützung des Immunsystems
"natürliches Antibiotikum", homöopathisch oder als Lösung ins Trinkwasser |
| Hüttenkäse, Magerquark, Magerjoghurt | nur frisch, fettarm und ohne Geschmack | Zufuhr von Eiweißen und Calcium. Hierein kann man auch sehr gut
Vitaminpräparate oder andere Mittel mischen.
Milchprodukte sollten wegen des Eiweißgehalts nicht bei Nierenerkrankungen / Gicht zugefüttert werden. |
| Handaufzuchtfutter | Das Pulver wird zu einem Brei angerührt und per Löffel angeboten
oder per Spritze ohne Kanüle vorsichtig in den Schnabel gegeben. Achten
Sie darauf, dass der Brei nicht zu heiß ist und keine heißen
Stellen mehr enthält (also gut umrühren!). Geben Sie nicht zu
viel auf einmal und halten Sie die Spritze nicht zu tief in den Schnabel.
Sonst besteht die Gefahr, dass der Brei in die Luftröhre gelangt und
der Vogel erstickt. Geben Sie nur soviel, wie er mag, zwingen Sie nicht
mehr hinein. Dann füttern sie lieber häufiger.
Handaufzuchtfutter hat außerdem den Vorteil, das man hier leicht Medikamente oder Aufbaumittel (Nährstoffe, pflanzliche Mittel, Traubenzucker, Tees usw.) druntermischen kann. Wenn der Brei dann nicht mehr schmecken sollte kann man ihn mit Traubenzucker oder Honig süßen. Dies hilft meiner Erfahrung nach. Aber auch hier gilt: Honig und Traubenzucker sind bei Pilzerkrankungen und beim Going-Light-Syndrom (GLS) ungesund und sollten dann weggelassen werden. |
Wenn der Sittich stark abgenommen hat und andere Futtermittel nicht
mehr (ausreichend) annimmt
Fütterung mit Löffel oder Spritze (ohne Kanüle) Ich empfehle - auch aus eigener Erfahrung - folgende Handaufzuchtfutter-Marken:
Im Gegensatz zu anderen bekannten Marken enthalten diese Futtermittel kein Vitamin K3! |
| Zwangsernährung | Hier wird der Brei mittels Kropfkanüle direkt in den Kropf gegeben. Diese Art der Fütterung sollten Sie einem Fachmann überlassen und sich von ihm zeigen lassen, denn auch sie ist nicht ohne Risiken (Kropfverletzung, Führen der Kanüle in die Luftröhre statt der Speiseröhre usw.). Meistens sind die Tiere dann sowieso bereits so geschwächt, dass sie beim Tierarzt oder in der Klinik bleiben, so dass dieser Tipp eher eine Information ist als der Hinweis es selbst zu probieren. | Wenn der Sittich nicht mehr selbst frisst und Handaufzuchtfutter nicht mehr angenommen wird. |
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