Erkältung

 
Vorkommen:
Alle Sittiche
 
 

Mögliche Symptome:
Erkältete Sittiche sitzen meist aufgeplustert auf der Sitzstange und sind kaum noch aktiv. Viele Sittiche niesen häufig, teilweise wird dabei ein Sekret aus der Nase abgesondert, außerdem ist häufig ein schweres Atmen oder Husten zu beobachten. Manchmal kann man auch Atemgeräusche hören.
 
 

Mögliche Ursachen:
In den meisten Fällen ist Zugluft die Ursache einer Erkältung. Aber auch starke Temperaturschwankungen, vor allem in Außenvolieren, oder die Ansteckung durch erkältete Menschen sind als Ursache möglich.
 
 

Diagnose:
Die Symptome geben bereits eine ersten Verdachtsdiagnose. Ein Fachtierarzt kann diese durch einen Nasenabstrich und bei Bedarf einer zusätzlichen Kotuntersuchung bestätigen. In einigen Fällen muss auch geröngt werden, um andere mögliche Ursachen ausschließen oder feststellen zu können.
 
 
 

Differentialdiagnose:
Ähnliche Symptome gibt es z.B. bei folgenden Erkrankungen:
Aspergillose, Luftsackmilben, Luftröhrenwurm, Schilddrüsenvergrößerung (Schilddrüsenhyperplasie)
 
 

Therapie:

  • Trennung von den anderen Vögeln, damit der kranke Sittich seine Ruhe hat und die anderen nicht ansteckt (Krankenkäfig)
  • Wärmebestrahlung durch Rotlicht oder Elstein-Strahler
  • Vitaminpräparat (richtige Dosierung beachten!) und immunstimulierende Mittel wie z.B. 
  • Echinacea (alkoholfreier Saft aus dem Reformhaus / Bioloaden, als Auszug (geschmacksneutral!) aus der Apotheke oder in homöopathischer Form D1 oder D2 Globuli aus der Appotheke, 3-5 Globuli ins Trinkwasser) und / oder
  • Propolis. Hierbei handelt es sich um das Kittharz der Bienen, das antibiotisch (gegen viele Bakterienarten), antimykotisch (gegen einige Pilze) und antiviral wirkt. Propolis gibt es als Lösung oder homöopathisch. Falls Sie bereits homöopathisch behandeln wählen geben Sie Propolis homöopathisch, ansonsten ist es egal.
  • Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, die immer bei der Haltung von Sittichen mindestens ca. 50-55% liegen sollte. Die Wichtigkeit der Luftfeuchtigkeit wird leider meist stark unterschätzt! Aber sie lamm verschiedene Erkrankungen fördern.
  • Kamillendampfbäder zum Inhalieren bei Niesen und Atemproblemen. Dazu werden Kamillenblüten aus der Apotheke in heißes Wasser gegeben und kurze Zeit später neben den Käfig gestellt. Der Käfig wird mit einem Tuch so abgedeckt, dass der Dampf sich im Käfig verteilt.
  • Spitzwegerichtee kann bei Atemwegserkrankungen gegeben werden, er wirkt antibakteriell. Hier finden Sie Informationen zur Herstellung von Tees.
  • Vermeidung von Zugluft
  • Vermeidung von stärkeren Temperaturschwankungen
  • Vermeidung von Kontakten zu den Sittichen, wenn Sie selbst erkältet sind
Sollte es sich um eine stärkere Erkältung mit schwerer Atmung und eventuellem Sekretaustritt beim Niesen handeln oder der Zustand einer leichteren Erkältung sich nicht innerhalb der nächsten 1-2 Tage verbessern oder sogar verschlechtern sollten Sie einen Fachtierarzt aufsuchen. Es könnte sich um eine schwerere Infektion oder andere Erkrankung mit erkältungsähnlichen Symptomen handeln (siehe "Differentialdiagnose"), die mit Medikamenten behandelt werden sollte.
 
 

Vorbeugend:

  • Vermeidung von Zugluft
  • Vermeidung von stärkeren Temperaturschwankungen
  • Vermeidung von Kontakten zu den Sittichen, wenn Sie selbst erkältet sind
  
  
Ansteckungsgefahr:
Wenn Sie selbst erkältet sind sollten Sie in dieser Zeit keinen zu engen Kontakt mit Ihren Sittichen haben, da Ihre Erkältung ansteckend für die Vögel sein kann.
Ein erkälteter Sittich kann Sie nicht anstecken.
 
 
 
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