| Vorkommen:
Alle Sittiche Mögliche Symptome:
Ursache:
Diagnose:
Vögel haben im Vergleich zu Säugetieren einen hohen Glukosespiegel im Blut. Mir bekannte Referenzwerte für Glukose bei Sittichen:
Es handelt sich hierbei um Glukosewerte für Sittiche. Die Werte anderer Vogelarten, auch von Papageien, können sich hiervon unterscheiden. Hinweis: Es
kann wohl vorkommen, dass ein erhöhter Glukosespiegel vorliegt, ohne
das der Vogel klinische Symptome zeigt und man keinen Zusammenhang mit
einer Diabetes nachweisen kann.
Therapie:
Die Therapie der Zuckerkrankheit wird oft nur auf besonderen Wunsch des Vogelhalters durchgeführt, denn dieserer sollte nach der Einstellung täglich Insulin spritzen und das lebenslang. Würde man das Insulin irgendwann absetzen würde der Sittich wieder die oben genannten Symptome zeigen. Diese Information ist für den Tierbesitzer erfahrungsgemäß erstmal ein Schreck, einmal wegen des täglichen Stresses für den Vogel, aber natürlich auch wegen der ungewohnten und zunächst abschreckenden Vorstellung des täglichen Spritzens. Aus der Erfahrung heraus kann ich dazu sagen, dass sich die Tierhalter normalerweise mit der Zeit daran gewöhnen und gar nicht mehr schlimm finden. Sie sollten sich von Ihrem Tierarzt zeigen lassen, wie Ihr Sittich richtig gehalten und wie gespritzt wird. Die Frage ist letztendlich, wie der Vogel darauf reagiert und ob ein scheuer Sittich mit dem täglichen Stress des Einfangens zurechtkommt. Hier kann man eventuell durch entsprechende alternative Maßnahmen (z.B. Bach-Blüten und / oder Farbtherapie) unterstützend wirken. Sie wirken gut gegen Schock- oder Angstzustände während des Einfangens und der Behandlung. Von vielen Haltern weiß ich allerdings, dass ein Vogel sich auch an die tägliche Prozedur gewöhnen kann, wenn der Halter ruhig bleibt, zu den gleichen Zeiten spritzt und (mit der Zeit) sicher und relativ schnell ist. Auch zunächst unsichere Halter werden mit der Zeit normalerweise sicherer und haben weniger Probleme mit der täglichen Prozedur. Für die richtige Einstellung der Insulin-Therapie wird der Sittich einige Tage in der Praxis oder Klinik behalten, um die notwendige Dosierung herauszufinden. Bei einer gut eingestellten Insulin-Therapie und einer Diät kann der Sittich noch einige Zeit lang (die Fachliteratur rechnet von bis zu einem Jahr) relativ beschwerdefrei leben. Wenn die Insulin-Gabe anschlägt sinkt der Glukosewert und das vermehrte
Trinken sollte sich vermindern bzw. aufhören.
Empfohlene Diät:
Komplikationen:
Referenzwert-Quellen: Pees: Leitsymptome bei Papageien und Sittichen, Enke, 2004 Kaleta: Kompendium der Ziervogelkrankheiten, Schlütersche, 2003 Wedel: Ziervögel, Parey, 1999
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