Vorkommen:
Alle Sittiche, vorwiegend beim Wellensittich beobachtet
Symptome:
Dem Halter fällt meist als erstes ein verstärktes Picken
des Sittichs an der Bürzeldrüse auf. Bei näherem Hinsehen
ist eine Schwellung der Bürzeldrüse erkennbar, die von Juckreiz,
Entzündungen, Blutungen und Federausfall rund um die Bürzeldrüse
begleitet sein kann.
Mögliche Ursachen:
Es gibt unterschiedliche Ursachen. Häufig sind bakterielle Infektionen
der Auslöser für Bürzeldrüsenveränderungen, aber
auch ein Tumor der Bürzeldrüse
kommt nicht selten vor. Vitamin-A-Mangel
kann Infektionen und begünstigen.
Bei den Infektionen kann es sich auch um eine sogenannte Sekundärinfektion
handeln. Das bedeutet, dass die eigentliche Ursache der Bürzeldrüsenveränderung
eine andere sein kann (z.B. ein Tumor) und die Infektion durch das viele
Bepicken und die Bildung von Wunden entstanden ist. Sie ist dann also eine
Begleiterscheinung, aber nicht die eigentliche Ursache für die Veränderungen.
Die Schwellung der Bürzeldrüse entsteht durch eine Entzündung
oder auch durch einen Sekretstau in der Drüse.
Diagnose:
Wenn eine Bürzeldrüsenveränderung festgestellt wird
sollte der Sittich umgehend einem Fachtierarzt
vorgestellt werden. Er kann die Veränderungen mittels Tupferprobe
auf Bakterien hin untersuchen oder einen Tumor diagnostizieren. Eventuell
kann er etwas Gewebe entnehmen und untersuchen.
Therapie:
Der Fachtierarzt kann versuchen
angestautes Sekret vorsichtig aus der Bürzeldrüse zu massieren.
Begleitend wird meistens Vitamin A gegeben, entweder als Injektion oder
als Vitamin-Präparat für die Gabe in das Trinkwasser. Wenn eine
Infektion vorliegt kann er diese mit einem passenden Antibiotikum behandeln.
Häufig ist ein Resistenztest empfehlenswert, um ein wirksames Antibiotikum
zu finden.
Sollte eine Therapie nicht anschlagen kann die Bürzeldrüse
unter Umständen ganz entfernt werden. Dies hat keine Auswirkung auf
das Gefieder. Wenn verändertes Gewebe vollständig entfernt werden
kann und Infektionen ausheilen können ist die Heilungsaussicht gut.
Die Bürzeldrüse kann unterstützend zur tierärztlichen
Therapie ca. 1-2 Wochen lang vorsichtig mit Traumeel-Salbe eingerieben
werden, wenn der Vogel die Bürzeldrüse bepickt und es zu Verletzungen
/ Blutungen kommt. Wenn der Sittich nicht von dem Bepicken der Bürzeldrüse
ablässt kann eine Halskrause die Heilung unterstützen. Sie wird
solange getragen, bis die Bürzeldrüse oder die Wunde nach einer
Entfernung vollständig ausgeheilt ist. Auch bei Tumoren ist eine Halskrause
manchmal notwendig.
|
Seiten-Adresse: http://www.sittich-info.de/medizin/buerzeldruesenveraenderungen.html
|
Copyright © www.sittich-info.de
Bitte beachten Sie: Sämtliche Inhalte auf dieser Seite sind urheberrechtlich
geschützt. Die Übernahme von Bildern, Texten oder Textauszügen
(auch leicht verändert) ist ohne vorherige Genehmigung und gut sichtbarem
Verlinken der Quelle nicht gestattet. Text- und Bilddiebstahl werden rechtlich
verfolgt. |
|