Vorkommen:
Alle Sittiche
Mögliche Ursachen und ihre Symptome:
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Zugluft: Rötung
und Schwellung der Bindehäute, Tränenfluss, Reiben der Augen
an Sitzstangen, Gitter usw.
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Fremdkörper (z.b. Sandkörner, Körnerspelzen):
Reiben
der Augen an Sitzstangen, Gitter usw., Rötung und Schwellung der Bindehäute,
Tränenfluss
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Bakterien (z.B. Streptokokken, Salmonellen,
Pseudomonaden, Klebsiellen, Escherichia
coli (E. coli), Chlamydien):
ein- oder beidseitige Rötung und Schwellung der Bindehäute,
Tränenfluss, Absonderung eines eitrigen Sekrets, Reiben der Augen
an Sitzstangen, Gitter usw., Blinzeln, Trübung der Hornhaut, Verdickung
der Nickhaut, granulomatöse Veränderungen an den Lidbindehäuten,
häufig wird ein Auge (halb) geschlossen gehalten.
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Pilze (z.B. Aspergillus spp., Candida albicans (Hefepilz)):
Rötung
und Schwellung der Bindehäute, Tränenfluss, Augenreiben an Sitzstangen,
Gitter usw. Vitamin-A-Mangel kann den
Befall mit Pilzen begünstigen.
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Ziegensittich mit Bindehautentzündung
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Viren (z.B. Herpes-Viren, Papova-Viren): Bindehautentzündung,
trockene weiße Hautwucherungen, granulomatöse Veränderungen
an den Bindehäuten.
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Parasiten (Mikrofiliarien): Rötung und
Schwellung der Bindehäute, Tränenfluss, Reiben der Augen an Sitzstangen,
Gitter usw.
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Reizungen durch Dämpfe (z.B. Zigarettenrauch,
Insektenspray, Desinfektionsspray, ...): Augenrötung, Tränenfluss,
Schwellung der Bindehäute
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Allergieen (beim Vogel kaum zu beobachten bzw. zu
diagnostizieren): Augenrötung, Tränenfluss, Schwellung
der Bindehäute
| Kleine Verletzungen
im Auge können Augenentzündungen fördern.
Augenentzündungen können auch auf Infektionen im Nasenbereich
hindeuten. |
Es kann auch eine Mischinfektionen verschiedener Bakterien oder
mit Bakterien und Pilzen vorliegen. Ein Pilzbefall kann nach einer Therapie
mit Antibiotika auch als sogenannte Sekundärinfektion auftreten, da
Antibiotika das Wachstum von Pilzen begünstigen.
Diagnose:
Anhand der Symptome kann der Fachtierarzt
eventuell bereits eine erste (Verdachts-)Diagnose stellen. Mittels einer
Untersuchung eines Bindehaut-Abstrichs kann in den meisten Fällenb
bereits der Krankheitserreger gefunden werden.
Bei Verdacht auf Fremdkörper muss das Auge sehr gut untersucht
werden, um Fremkörper unter den Augenlidern (besonders dem dritten
Augenlid) feststellen zu können. Eventuell ist sogar eine Narkose
notwendig.
Bei Verdacht auf eine innere Infektion, an der die Augen nur mitbeteiligt
sind, kann bei Bedarf geröntgt werden.
Therapie:
Wenn der Fachtierarzt Krankheitserreger
im Auge nachweisen kann, kann er Medikamente (Augentropfen oder Salben)
verabreichen. Bei schweren Infektionen ist es manchmal notwendig, dass
der Vogel weitere Medikamente bekommt, die von innen wirken. Der Fachtierarzt
wird Ihnen erklären, ob eine lokale Behandlung im Auge ausreicht oder
weitere Medikamente notwendig sind.
Der Fachtierarzt kann auch
Fremdkörper
entfernen. Fremdkörper können Sie in eindeutigen Fällen
auch selbst entfernen, indem Sie das Auge vorsichtig mit weichem Tuch und
lauwarmen Wasser (ohne weitere Zusätze!) auswaschen. Allerdings kann
man nicht alle Fremdkörper selbst finden.
Ist Zugluft die Ursache, sollten Sie ab sofort darauf achten,
dass Sie diese vermeiden. Eventuell hilft ein Standortwechsel des Käfigs
oder der Voliere. Achten Sie auf größtmögliche Hygiene
und desinfizieren Sie bei Bedarf die Sitzstangen und das Käfiggitter.
So können Sie erneute Infektionen, die durch das Reiben der entzündeten
Augen an der Sitzstange oder dem Käfiggitter entstehen können,
vermeiden.
Es empfiehlt sich bei Vorliegen einer Erkrankung außerdem das
Immunsystem mit Vitaminen und
Mineralstoffen sowie bei Bedarf alternativen Mitteln (z.B. Echinacea oder
Propolis) zu unterstützen.
Wichtig: Kamille
Verwenden Sie niemals Kamillenzubereitungen zum
Abtupfen oder Auswaschen der Augen.
Kamillenaufgüsse (auch Tees aus Teebeuteln)
enthalten immer Kamillenteilchen, die die Augen zusätzlich reizen
können anstatt Linderung zu verschaffen! |
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