Kirschen gegen Gicht bei Sittichen und Papageien

von Gudrun Maybaum


Gicht tritt auf, wenn der Harnsäureanteil im Blut zu hoch wird. Die Harnsäure kristallisiert sich und setzt sich um die Gelenke. Gicht  findet man bei Vögeln, wenn die Nieren nicht mehr in der Lage sind die Stickstoffabfälle aus dem Blut zu entfernen. Als Ergebnis fangen Harnsäuren an, sich verschiedenen Stellen des Körpers zu lagern.

Es gibt zwei Arten von Gicht bei Sittichen. Die eine Art findet man in den Gelenken im unteren Teil der Beine und in den Füßen. Wellensittiche sind hiervon am meisten betroffen. Es erscheint als eine cremefarbige, schimmernde Schwellung unter der Haut. Das ist sehr schmerzhaft für den Vogel und kann zur Verkrüppelung führen.

Die andere Art beeinflusst die inneren Organe und ist sehr schwer festzustellen.

Die Gründe die zu Gicht führen, können viele sein. Nicht richtig arbeitende Nieren, Mangel an Vitamin A, Infektionen, Vergiftungen und vieles mehr.

Kirschen, frisch, gefroren, eigemacht oder als Saft haben in vielen Fällen in kürzester Zeit Abhilfe geschaffen. Die frischen (möglichst ökologisch gezogenen) Kirschen helfen natürlich am besten. Aber in Zeiten, in denen diese nicht zur Verfügung stehen, tut jede andere Form es auch.

Besser ist nicht zu warten, bis es soweit ist, sondern schon mal vorsorglich anfangen Kirschen zu füttern, damit die Vögel bereits daran gewöhnt sind.

[Eine Zusammenstellung von Erfahrungen amerikanischer Papageienzüchter]
 
 

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