Ich
hatte ja erst die Lotti alleine - diesen Fehler bemerkten wir schnell und
holten den Lenny dazu. Die ersten 1-2 Tage haben wir lotti eigentlich in
Ruhe gelassen, nur mit ihr geredet. Nachdem sie sich etwas eingewöhnt
hatte, saß ich jeden Abend ca. 2 Stunden vor ihrem Käfig und
habe mich langsam rangetastet. Erst leise mit ihr gesprochen, dann mit
der Hand gaaanz langsam in den Käfig um Futter zu wechseln. Nachdem
das überraschenderweise gleich ohne großes Geflatter von statten
ging, hilet ich ihr meine Handoberfläche hin. Natürlich würde
dies anfangs sehr misstrauisch beäugt, aber nach kurzer Zeit störte
sie sich auch daran nicht mehr.
Wichtig ist m.E. dabei immer sehr ruhig und in beruhigender Tonlage mit dem Tier sprechen. Was man erzählt ist letztendlich völlig schnuppe - wichtig ist die Ton- und Stimmlage! Ganz vorsichtig habe ich ihr dann die Hand vors Bäuchlein gehalten, bis sie entweder nen Rückwärtssalto machen musste oder aber auf die Hand steigen. Sie entschied sich für mich, stieg auf die Hand und andere Seite aber gaaanz schnell wieder runter auf den Ast. So spielten wir einige Zeit hopsen im Käfig, bis es für sie völlig normal war, auf meiner Hand zu sitzen. Mit Hirse habe ich diesbezüglich gar nicht gearbeitet. Soweit waren wir nach ca. 7-8 Tagen und dann kam der erste Freiflug! Es war schon sehr praktisch, dass ich sie mit der hand vom Schrank runterholen und in den Käfig setzen konnte. Mit Lenny selbst haben wir dann keinerlei Zähmungsversuche unternommen, der hat sich alles von Lotti abgeschaut! Mittlerweile nehmen sich beide nix und auch Lenny fordert seine Streicheleinheiten... Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass man mit viel Ruhe, Geduld
und Zeit große Erfolge erzielen kann. Ich habe bei meinen Wellis
festgestellt, dass die Kommunikation (ja, wir kommunizieren Ja! ) hauptsächlich
über stimme, stimm- und tonlage funktioniert.
© Adriana (05/05) |