Wellensittiche
Erfahrungen der LeserInnen dieser Seite zum Thema Einzelhaltung
vielen Dank für die zugesandten Geschichten :-)


Hallo,

meine Geschichte fängt mit unserem Rosenkopf-Hahn Rambo an. Rambo war sehr zahm, er hatte nur vor Händen Angst.

Wir dachten immer das er sehr glücklich wäre, so wie er eifrig seinen Plastikpartner fütterte, sich mit ihm paarte und auch seinen Spiegel mochte er recht gern. Außerdem war er ja viel mit uns zusammen und hatte mit uns Kindern auch viel Abwechslung. Eines Tages begann er aber trotzdem sich zu rupfen.

Wir reagierten zum Glück schnell und kauften ihm ein gelbes Rosenkopfweibchen, unsere Ricky. Rambo blühte richtig auf, fütterte sie und paarte sich mit ihr. :-)

Einige Jahre später, so mit 17 Jahren, bekam ich dann meine ersten Wellensittich, Robina. Ich hatte schon damals vor ihr noch einen Partner zu holen, aber erst wenn sie zahm wäre. Naja, ich verlor schon recht bald die Lust dazu und kaufte ihr den Partner, DJ meine zweite Henne. Die beiden wurden dicke Freundinnen, obwohl man keine zwei Hennen ohne Männchen halten soll, damals hielt ich Robina aber noch für einen Robbie.

Ich startete dann meinen zweiten Zähmversuch und bekam beide handzahm, noch ein Beweis das sehr wohl mehrere Wellensittiche zusammen zahm werden können!

Nochmal einige Jahre später, als ich erfuhr das mein Robbie eine Robina war, gesellte ich noch zwei Hähne zu den beiden: Balu und Simba. Die beiden waren von Anfang an zahm, sie haben sich das von meinen Henne abgeschaut. Alle vier blühten richtig auf und es macht einfach nur Spaß den vier bei ihren Aktionen und Aktivitäten zuzuschauen!

NIE, NIE würde ich das für einen einzigen auch noch so zahmen, sprechenden Vogel hergeben wollen!! Ein Wellensittich in Einzelhaltung wird  immer einsam bleiben, trotz Plastikkumpan, Spiegel und Menschenfreund. Das ist als ob man als Mensch gezwungen ist alleine mit Elefanten oder Meerschweinchen zusammenzuleben, man wird trotzdem irgendwie immer einsam bleiben.

Wellensittiche - gegen Einzelhaltung

Meine Meinung: EIN VOGEL IST KEIN VOGEL!!
Ich finde es einfach nur egoistisch und traurig einen Wellensittichen allein zu halten. In der  Natur leben Wellis zu hunderten oder manchmal sogar tausenden zusammen, sie sind daher absolute Schwarmvögel. Ein Welli in Menschenhand kann es sich nicht aussuchen und ist gezwungen das beste aus seiner Situation zu machen.

DJ Robina

04.10.07


 
 
Egoismus
Ich fand meinen ersten Welli auf der Straße, ging zum Arzt mit ihm und dann nach Hause. Damals war ich auch alleine und freute mich als niemand den Welli zurück haben wollte. Nach meiner Arbeit war ich nicht mehr alleine zu Hause, was für ein schönes Gefühl.

Erst erholte sich "Rübe" wunderbar, wurde gesund und kräftig, kein Wunder er hatte ja mich. Aber nach einigen Wochen wurde er immer ruhiger, zwar begrüßte er mich immer noch erfreut, aber anders als sonst. Erst fiel es mir nicht so auf, kein Wunder ich war ja frischverliebt und nicht mehr allein. Bis ich an einem Wochenende wieder allein war, aber ich hatte ja Rübe um den ich mich kümmern konnte. Hatte ihn ja auch ein bischen vernachlässigt durch die neue Liebe. 

Aber wie sah er aus, zauselig und unglücklich. Und dann begriff ich endlich, wir waren einsam, er genauso wie ich vorher, aber es gab ja vorher nur ein ich. Es mag sich für manche albern anhören, aber ich schämte mich für meinen Egoismus. Inzwischen sind wir glücklich, Rübe hat ein Weibchen und 2 Kinder, wir sind umgezogen, mein Schatz und ich in ein Haus mit Garten und Rübe lebt mit seiner Familie und 32 anderen Wellis sowie 4 Nymphen in einer großen Voliere mit Winterhaus.

Alle Vögel, die nach Rübe kamen, waren entweder Findelkinder oder wurden mir gebracht weil sie nicht mehr gebraucht wurden, oder einfach störten. Natürlich sagt das niemand, es ist immer die Allergie, das man sich leider trennen muß. Aber es ist mir lieber die Leute bringen die Tiere zu mir, ich habe auch schon gehört, "habe einfach Käfig und Fenster aufgemacht, dann war Ruhe".

Einmal hatte ich einen traurigen Fall, ein älterer Herr rief mich an, er hatte meiner Nr. von einer Bekannten bekommen. Seine Lebensgefährtin sei verstorben und er müsse die Wohnung. aufgeben, es gäbe da aber ein Wellizimmer mit 10 alten und teilweise auch kranken Sittichen. Er hatte schon alles versucht, aber niemand wollte sie haben. Weder zu zweit und alle schon gar nicht. Mein Schatz sagte zu mir, " ich kenne Dich, hole sie, es ist kein Problem". Sie hat eingekauft und die Voliere noch größer gemacht und alle kamen zu mir. Sie haben sich schnell in ihr neus Heim eingelebt, und noch ein paar glückliche Jahre verlebt. Der älteste war Olli, er litt an einem Fetttumor am Bauch konnte nicht mehr fliegen, aber krabbeln konnte er noch ganz gut, und so ist er immerhin 15 J.alt geworden, was wohl recht selten sein soll.

Liebe Grüße
Barbara

01.02.2005


 
 
Hallo,

auch ich möchte mich der Aktion gegen Einzelhaltung mit unserer - noch sehr kurzen - Geschichte anschliessen.

Ende März habe ich auf drängen meines Jüngsten (7) nach langen Überlegungen und mehreren Besuchen beim Züchter einen lieben gelb-grünen Benjamin ins Haus geholt. Natürlich mit Käfig und allem wichtigen für den Start. Nach etwa einer Woche hatten wir Benny soweit, dass er auf die Hand kam. Einen ganzen Nachmittag musste ich sogar mit einem "Buckelgeist" im Haus arbeiten. Mein neuer Spitzname war Hook. Eigentlich war uns - der Familie - klar, dass ein Vogel für uns ausreicht.

Doch nachdem wir im Internet gesurft haben, haben mein Jüngster und ich noch ein weiteres Familienmitglied gekauft. Der neue ist wohl ein Zimtiger, wesentlich scheuer aber dafür sehr kletterfähig. Timmy - hoffentlich wird es keine Tammy! - muss wohl einen Affen in der Ahnengalerie aufweisen können. Wir haben den neuen sofort in den Käfig mit Benny einquartiert, da beide von dem gleichen Züchter kommen und im Schwarm für ein paar Wochen aufgewachsen sind.

Tja und nun? Benny ist deutlich lebhafter und glücklicher geworden. Die beiden lieben sich vom ersten Moment. Glück gehabt! Die ersten Tage war Benny nicht mehr zu überzeugen, zu uns zu kommen. Doch gestern - eine Woche sind sie jetzt zu zweit - gab es wieder die erste Landung auf meinem Arm. Auch Timmy lässt mich schon viel näher kommen, bevor er abhaut. Und das Abhauen ist nicht mehr so weit und so hektisch wie am Anfang.

Den neuen, selbstgebauten Welli-Baum haben sie noch nicht angenommen. Der Ficus war den "Geiern" wohl lieber, aber da giftig und Liebling von meinem Mann jetzt nicht mehr zu erreichen. Doch die Hoffnung gebe ich nicht auf. Irgendwann wird der Baum angenommen und vielleicht kommen beide doch noch irgendwann zu mir und meinem Jüngsten auf die Schulter oder die Hand.

Was ich noch erwähnen wollte, das Wohn-Ess-Zimmer ist das Revier der beiden von 7:30 bis irgendwann am späten Nachmittag oder frühen Abend. Dann bleiben beide für länger im Käfig und wir schliessen das Tor. Tagsüber sind auch beide zwischendurch im Käfig. So ist der Käfig zumindest kein Gefängnis. Alleine die beiden zu beobachten ist auch schon Spaß.

Also Einzelhaltung ist auch für Menschen nur in absoluten Ausnahmen sinnvoll. Bei Wellis wohl noch seltener.

Viele Grüsse
Kirsten

30.04.2004


 
 
Hallo!

Früher hatte ich immer nur einen Wellensittich, wir dachten damals, das geht, weil auch in Büchern stand, dass man das so machen kann.

Als der 2. Einzelvogel krank wurde und starb zog der 3. ein. Er war sofort munter und verspielt. Er balzte seine Spielsachen und meine Finger etc. an, würgte Körner hervor und bekam auch bald die erste Kropfentzündung. Mir fiel nicht auf, wie er bald ständig Sand frass, anscheinend um die Entzündung zu stoppen. Er konnte nicht mehr richtig verdauen, die Kloake wurde rot und schwoll an. Nun setzte ich mich bei meinen Eltern durch und durfte einen 2. Vogel dazu kaufen. Sofort zeigte der 1. Interesse, gab erst Ruhe, als sie zusammen in den Käfig durften. Sie haben sich sofort gemocht und schnäbeln und füttern sich, obwohl es 2 Männchen sind. :) Der erste ist auch sofort wieder gesund geworden, er frisst weder Sand noch würgt er Körner auf Spielsachen. Die sind nur für seinen Kollegen! Beide spielen viel und sie machen alles immer zusammen.

Der erste ist immer noch zahm, der 2. ist nie zahm geworden aber ich mag beide so wie sie sind und für Kolbenhirse kommen sie auch auf die Hand.
Deshalb: Keine Einzelhaltung bei Wellensittichen!!

Lieben Gruß
"Lunchi" mit Nikki und Tiko


 
 
 
Hallo und guten Tag,

ich habe heute beim Surfen Ihre Seite entdeckt. Voriges Jahr habe ich mir 2 Wellensittiche angeschafft, weil die beiden sich zankten einen dritten dazu und dann, als das immer noch nicht optimal verlief noch einen vierten. Alle haben verschiedene Farben. Ich habe das große Glück nun zwei zufriedene, ständig turtelnde Pärchen zu haben. Der zuletzt gekaufte war wohl eine Handaufzucht, ich kann ihn so kurz nach dem Aufwachen von der Schaukel auf den Finger nehmen. In der Käfigecke habe ich einen Baum im Kübel einzementiert, einige Kokosseile gezogen Schaukeln aufgehängt und noch sonstige Spielplätze. Sie halten sich nur dort auf und machen keine Probleme mit den Möbeln, Gardinen usw.

Natürlich ist es viel Gezirpe und Gekreische und auch etliches an Federchen, die herumfliegen. Sie sind zwar zutraulich, aber nicht handzahm. Abends gehen sie fast immer freiweillig zur gleichen Zeit in den Käfig um an ihre Futternäpfe zu kommen. Wenn sie keine Lust auf ihr Nachtquartier haben, dann übernachten sie eben im Baum, die Käfigtüren lasse ich dann offen. Es macht mir sehr viel Spass, das Verhalten zu beobachten  und immer wieder lustige Situationen und neues Verhaltensweisen zu entdecken. 

Wenn ich nach Hause komme, werde ich mit lauten Lockrufen empfangen sowie die Tür aufgeht. Die "Körnchen- und Salatgeberin" kommt nach Hause"!

Herzliche Grüße aus Hannover
Barbara Borm

01.10.2003
 
 


 
 
 
Einen Wellensittich allein zu halten ist quälerei!! 

Ich habe zwei Wellis geschenkt bekommen. Die beiden haben sich nich vertragen. Dann haben wir einen weg gebracht und den andern erst mal allein gelassen weil der auch noch krank war. Als wir dann wieder einen zweiten gekauft haben war der den wir zuerst hatten zwar erst abweisend doch jetzt sind sie wie ein altes Ehepaar. Sie lieben und sie streiten sich.

Alina

23.11.2003
 


 
 
 
Anfangs hatte ich auch nur einen Wellensittich damit er zahm wird. Er wollte einfach nicht zahm werden und ich merkte schnell wie einsam und traurig er war.

Als ich einen Partner holte war alles ganz anders. Er war ganz glücklich. Sie spielten, schmusten miteinander. Schon nach wenigen Tagen waren beide ganz zahm und es macht riesig spaß ihnen beim spielen zuzuschauen.

Gruß,
Nicole

02.09.2003
 

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