| Wofür ist das Clickertraining da?
Mit
dem Clickertraining kann man seinen Tieren schnell und einfach ein bestimmtes
Verhalten beibringen, so z. B. die Angst vor verschiedenen Situationen
zu verlieren. Ebenso kann man mit ihnen Verhaltensweisen trainieren, die
im Notfall von Bedeutung sein können, z. B. ohne Einfangen in ihre
Transportbox zu gehen, sich die Fußnägel oder den Schnabel schneiden
zu lassen oder einfach nur zahm zu sein.
Das tolle dabei ist, dass es den Vögeln sichtlich Spaß macht,
weil es eine Abwechslung zum täglichen Leben ist.
Was ist Clickertraining?
Clickertraining ist eine Trainingsmethode, die auf der Lerntheorie von
Skinner zum operanten Konditionieren beruht. Grundsätzlich geht es
bei dieser Theorie darum, dass Verhalten, welches sich für ein Lebewesen
lohnt, wiederholt ausgeführt wird, während Verhalten, welches
sich nicht lohnt, „erlischt".
Man kann nach dieser Theorie also ein Verhalten
lehren, indem man es belohnt (= verstärkt). Hierbei werden
verschiedene Arten der Verstärkung unterschieden:
-
positive Verstärkung z. B. Futter (ein angenehmer Reiz folgt
einem Verhalten und erhöht so die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten
wiederholt wird)
-
negative Verstärkung z. B Wegnehmen eines unangenehmer Reizes;
erhöht ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verhalten wiederholt
wird
-
Bestrafung: ein positiver Reiz wird entfernt oder ein negativer
Reiz wird hinzugefügt (hiermit soll ein Verhalten unterdrückt
werden).
Da unser Training ja allen Beteiligten Spaß machen soll und natürlich
auch freiwillig ist, wählt man für das Clickertraining die Verstärkungsmöglichkeit
a) = BELOHNUNG ;). Bestrafung (um ein Verhalten abzugewöhnen) ist
absolut sinnlos, da es dem Vogel nur zeigt, dass er da irgendwas
falsch gemacht hat, er aber nicht gezeigt bekommt, wie das „richtige" Verhalten
aussieht (deshalb hat Bestrafung in der aktuellen Pädagogik oder bei
Therapien auch keinen hohen Stellenwert mehr!!).
Die effektivste Belohung bei den meisten Papageien und Sittichen dürfte
etwas Leckeres zu Essen sein. Daher sollte man sich vor dem Training im
Klaren sein, was der Vogel am allerliebsten frisst (man kann dem Vogel
zu diesem Zweck eine Schale mit verschiedensten Leckerlis anbieten und
sollte dann genau darauf achten, welches Leckerli sich der Vogel als erstes
raussucht, dies sollte man evt. mehrmals wiederholen, bis man wirklich
weiß, was der oberste Gaumenschmaus seines Vogels ist). Dieses Futter
gibt es ab jetzt nur noch im Training. Somit lernt der Papageienhalter
schon VOR seinen Tieren das erste neue Verhalten: ER muss von nun an, die
Lieblingskörner- oder Nusssorte aus der täglichen Futtermischung
entfernen ;-D. Damit die Vögel durch das Training nicht dick werden,
sollten sie nur soviel Leckerlies beim Training bekommen, wie sie vorher
auch durch die Futtermischung davon aufgenommen haben. Wichtig beim Einsetzen
der Belohnung ist dann vor allem, dass sie unmittelbar (in der ersten Sekunde)
nach dem Zeigen des gewünschten Verhaltens gegeben wird. Nur so verknüpft
das Tier im Kopf sein Verhalten mit der Belohnung.
Tja, doch wie verstärke ich es z. B. wenn ich möchte, dass
der Vogel auf einen bestimmten Ast fliegt? Renne ich ihm hinterher und
gebe ihm schnell die Belohnung, dann verknüpft der Vogel sicher nicht
mehr den Flug zu dem Ast mit der Belohnung, sondern das Verhalten, dass
er zeigte als ich ihm die Belohnung gegeben habe. Und so kommen wir zu
einem elementaren Punkt beim Clickertraining: Dem Clicker.
Es gibt nämlich verschiedene Verstärker:
-
primäre Verstärker: verstärken
den Organismus, ohne dass ein Lernprozess vorangegangen sein muss (dies
kann z. B. Nahrung sein).
-
sekundäre oder generalisierte Verstärker:
das sind anfänglich
neutrale Reize, die ursprünglich nicht
verstärkend wirkten, aber durch wiederholte Paarung mit primärer
Verstärkung selbst zum Verstärker werden ( z. B. unser Clickgeräusch)
Dies bedeutet also, wenn der Clicker nur oft genug mit dem Lieblingsleckerlie
gepaart dem Vogel vorgeführt wird, „verknüpft" der Vogel im Kopf
sehr schnell das Clickgeräusch mit einem „Belohnungsgefühl".
Somit gibt der Clicker einem die Möglichkeit schnell zu reagieren
und nur die Verhaltensweisen zu verstärken, die man wirklich verstärken
möchte.
Man könnte statt des Clickens auch ein anderes Geräusch erzeugen,
jedoch muss es ein Geräusch sein, welches die Tiere noch nicht kennen
und wozu im Gehirn noch keine Verknüpfung vorhanden ist. Daher eignet
sich der Clicker so gut, da dieses Geräusch im Alltag nicht vorkommt.
Was ist ein Clicker und wo bekommt man ihn?
So sieht ein Clicker aus:
Beziehen kann man Clicker z.B. in Zoogeschäften (Hundeabteilung)
oder auch in Online-Shops für Tierzubehör oder bei Ebay.
Beim Herunterdrücken des silbernen Plättchen ertönt
ein knackendes Geräusch.
Wie macht man Clickertraining?
Grundsätzlich gilt:
-
Das Training sollte nur sehr kurz sein, da die Vögel nur begrenzt
aufnahmefähig und aufmerksam sind (also ca. 5 Minuten, jedoch vogelspezifisch
unterschiedlich). Man kann aber mit entsprechenden Pausen mehrmals täglich
trainieren.
-
Das Training muss Mensch und Vogel Spaß machen. Damit das Training
dem Vogel Spaß machen kann, muss er Erfolge haben. Wird ein Vogel
ständig überfordert, wird er schnell die Lust verlieren. Deshalb
sollte man die Schritte so klein wie nötig machen und dem Vogel individuell
anpassen. Auch sollte jedes Training mit einem kurzen „Warm up" starten
(etwas was der Vogel schon gut kann) und auch so enden, damit der Vogel
immer wieder gerne zum Training bereit ist.
-
Bei einem Trainingsdurchbruch (Wenn der Vogel das Verhalten, was er lernen
soll zum ersten Mal zeigt) bekommt der Vogel einen „Jackpot", d.h. mehrere
Stückchen der Belohnung auf einmal und wird „gefeiert" (ganz doll
loben – Vögel LIEBEN es gelobt zu werden)
-
Am besten ist es, wenn man mit jeden Vogel einzeln trainiert, damit man
seine volle Aufmerksamkeit auf ihn richten kann. Man kann aber auch mit
mehreren Vögeln gleichzeitig trainieren (ist jedoch recht anstrengend
;-) ), nach meiner Erfahrung verstehen die Vögel genau, wer mit dem
Clickgeräusch gemeint ist.
-
Die Leckerlis sollte man entsprechend klein machen, damit der Vogel auch
nicht zu lange mit dem Fressen beschäftigt und dadurch abgelenkt ist
(z. B. ¼ Sonnenblumenkern).
Das Training beginnt
1. Lektion: Konditionieren des Clickers
Das Training beginnt mit dem „Konditionieren des Clickers".
Bei Vögeln, die Futter aus der Hand nehmen konditioniert man den
Clicker, indem man clickt und sofort eine Belohnung (Nußstück,
SB-Kernstück) gibt. Dies macht man in kurzen Zeitabständen immer
wieder, bis man das Gefühl hat, dass der Vogel verstanden hat, worum
es geht.
Vögel, die (noch) nicht aus der Hand fressen, bekommen ein extra
„Leckerli"- Schälchen angebracht. Nun wird geklickt und parallel dazu
wird ein Leckerli in die Schale geworfen. Dabei sollte der Vogel aufmerksam
sein, jedoch sollte man ihn nicht durch zusätzliches „Geschwätz"
vom eigentlichen Ablenken.
Clicken und Belohnen ist immer eine Einheit,
die zusammen erfolgen soll (s.o.) (wird im folgenden durch
c/t (aus dem englischen click and treat) abgekürzt). Auch sollte
man den Vogel bei seinen „Heldentaten" immer überschwänglich
loben.
2. Lektion (Targetstick =TS)
Der Targetstick (TS) ist ein Gegenstand,
auf den sich der Vogel während des Trainings konzentrieren soll. Für
den TS kann man z. B. ein chinesisches Essstäbchen oder ein anderes
Holzstäbchen nehmen.
Grundsätzlich lernt der Vogel, dass er dafür belohnt wird,
wenn er kurz mit dem Schnabel in den TS kneift. Hat er dies verstanden,
wird er schnell lernen dem TS überall hin zu folgen, damit er hineinkneifen
und belohnt werden kann.
Im einfachen Fall (bei sehr neugierigen und mutigen Vögeln) hält
man den TS hin und die Vögel fangen vorsichtig an, ihn zu beknabbern
(Achtung: Den letzten „Schritt" muss immer der Vogel machen, also nicht
TS berührt Vogel, sondern Vogel berührt TS). Sofort, wenn die
erste Berührung des TS mit dem Schnabel erfolgt c/t. Diese Lektion
wiederholt man ebenfalls einige Male, damit der Vogel das Verhalten mit
der Belohnung verknüpfen kann.
Bei ängstlichen Vögeln (die sich nicht gleich an den TS rantrauen)
unterteilt man den Weg zum TS in viele kleine Schritte. In der Verhaltenspsychologie
nennt man diese Methode (ein Verhalten in mehrere Schritte aufzuteilen
und schrittchenweise zu lehren) „shaping".
Man hält dem Vogel den TS zuerst in einem Abstand entgegen, bei
dem der Vogel keine Angst zeigt. Jede Bewegung in Richtung TS (bei ängstlichen
Vögel reicht auch ein erster Blick) sollte sich nun für den Vogel
lohnen. Man clickt also z. B. als erstes einige Male den Blick in Richtung
TS, wenn das sitzt clickt man den ersten Schritt in Richtung TS usw. bis
der Vogel dann endlich auch in den TS reinkneift.
Es ist wie das Besteigen einer Treppe: Am Anfang belohnt man das besteigen
der ersten Stufe, wenn das problemlos klappt, dann belohnt man das nicht
mehr, sondern belohnt nur konsequent das Besteigen der zweiten Stufe, etc.
Man muss also sehr konsequent sein und sich auch bewusst sein, welches
Verhalten man jetzt bestärkt. Dieses Prinzip gilt im Übrigen
nicht nur für den TS, sondern für alle Verhaltensweisen, die
man „shapen" möchte.
3. Lektion
Hat der Vogel gelernt sicher in den TS zu kneifen, kann er dann lernen,
ihm zu folgen. D.h. man hält den TS dann in einem (mit der Zeit größer
werdenden) Abstand zum Vogel, so dass sich der Vogel zuerst recken und
dann mehr und mehr Schritte laufen muss, um in den TS kneifen zu können.
Wenn der Vogel dem TS problemlos folgt, kann man dann z. B. Hindernisse
einbauen, über oder auf die der Vogel steigen muss, um an den TS zu
kommen (so kann man dann z. B. seine Hand einbauen über die sich der
Vogel erst beugen muss, dann evt. mit einem Füßchen drauf, dann
mit zwei, dann immer länger etc.).
Das oberste Prinzip dabei ist aber wirklich immer, dass der Vogel dabei
Spaß hat und es freiwillig macht. Das man z. B. den Vogel nicht hungern
lassen darf, damit er aus Hunger mitmacht brauche ich dabei bestimmt nicht
extra zu erwähnen, oder? ;)
Um ein kleines praktisches Beispiel zu geben, hier mein persönliches
Clickertagebuch. So habe ich mit meinen beiden Naturbruten angefangen zu
arbeiten.
Kurze Vorabinformation zu meinen beiden: Linus war damals 6 Monate alt,
Sally 5 Monate. Beide sind aus Naturbrut und hatten vorher wenig Kontakt
zum Menschen (eben nur bei der Fütterung)…
Jetzt geht es los ;-) :
Do 14. Oktober, nachmittags:
Endlich kann ich meine beiden Goldnackenaras Linus und Sally bei ihrem
Züchter abholen. Etwas verängstigt schauen sie mich aus ihrer
Transportbox an. Abends sind wir endlich zu Hause. Ich scheuche die beiden
etwas unsanft aus ihrer Transportbox in ihre Voliere. Sie hängen sich
ans Gitter und verbringe dort auch ihre erste Nacht.
Feitag, 1. Tag im neuen zu Hause:
Nach dem Aufstehen führt natürlich mein erster Weg ins Wohn-
bzw. Vogelzimmer. Zu meiner Freude haben die beiden schon ihren Futternapf
entdeckt und nehmen so ihr erstes Mahl in ihrem neuen zu Hause zu sich.
Ich stelle mich mit etwas Abstand zur Voliere und rede ein wenig mit den
beiden. Über den Tag hinweg lasse ich sie viel in Ruhe, stelle mich
aber immer mal wieder vor sie und rede mit ihnen.
2. Tag:
Der Ernst des Lebens beginnt. Ich nehme alle Sonnenblumenkerne aus
der Futterration (grausame Welt :( ) Dann hänge ich ein extra Schälchen
in die Voliere. Immer wenn mein Freund und ich vorbeigehen, clicken wir
und legen einen der SB- Kerne hinein. Sally versteht sehr schnell, worum
es geht. Schon am Abend kommt sie neugierig ans Gitter, wenn sie das Klickgeräusch
hört…
3. Tag:
Mittlerweile haben beide gelernt, dass ein das Zimmer betretender Mensch
keine Bedrohung darstellt. Wieder wurden die SB-Kerne aus dem Grundfutter
entfernt (wie ab jetzt jeden Tag :D) und wieder lassen wir sie nach dem
Clickgeräusch in die Schale plumpsen. Der Abstand von Linus und Sally
zu ihrer Schale verringert sich merklich und sie sind schnell zur Stelle,
wenn der Kern in der Schale ist. Mittlerweile bleibt Linus schon auf der
Schale sitzen, wenn wir den Kern hineinwerfen. Also halte ich ihm vorsichtig
einen Kern durchs Gitter hin. Zuerst ist er ängstlich und weicht zurück.
Ich warte kurz, dann werfe ich den Kern in die Schale. Als er wieder zur
Schale kommt und den Kern nimmt halte ich ihm erneut einen Kern hin. Vorsichtig
nähert er sich dem Kern und nimmt ihn zaghaft aus der Hand. Ich lobe
ihn überschwänglich!!
4. Tag:
Bei Sally geht das ganze im Prinzip genauso vor sich wie bei Linus
am Vortag. Allerdings dauert es etwas länger, bis sie sich traut,
den Kern aus der Hand zu nehmen (Geduld!!! :) ) Nachdem sich beide trauen,
die Kerne aus der Hand zu nehmen, gibt es diese auch nur noch aus der Hand
:D. Das Schälchen wird wieder abgehängt ;)
5. Tag:
Nachdem die beiden mehr oder weniger sicher Futter aus der Hand nehmen
(eigentlich nehmen sie momentan nur SB-Kerne :D) erhöhe ich wieder
die Schwierigkeit. Nun sollen sie die Kerne nicht mehr durchs Gitter nehmen,
sondern durch die geöffnete Käfigtür. Auch hier bedarf es
viel Geduld, aber auch hier erzielen mein Freund und ich abends den Durchbruch…:D
6. Tag:
Wir verfestigen das Vertrauen vom Vortag und füttern nur noch
durch die geöffnete Käfigtür. Mittlerweile kommen die beiden
schon viel zielstrebiger und mutiger zu uns und nehmen ihre Kerne aus der
Hand.
7. Tag:
Mission Targetstick beginnt :D Die beiden müssen jetzt lernen,
dass sie vor ihrer Belohnung in ein Holzstäbchen kneifen müssen.
Lustigerweise ist dieser Teil der Übung überhaupt kein Problem
:D Neugierig gehen sie auf das Stäbchen zu und beissen hinein (könnte
ja was leckeres sein :D). Jetzt wird natürlich geklickt, überschwänglich
gelobt und ein SB Kern verfüttert. Über den Tag hinweg lernen
die beiden mühelos, was sie tun müssen, um ihre Belohnung zu
bekommen (sie wirken sogar teilweise etwas empört, kneifen ins Stäbchen,
schieben es dann schnell zur Seite, nach dem Motto: wo ist jetzt die Belohnung
:D)
8. Tag:
Der TS wandert jetzt immer mehr in Richtung Hand, woran sich die beiden
aber auch wieder mal spielend gewöhnen.
9. Tag:
Nun sollen die beiden lernen, dem TS nachzulaufen. Wir halten also
den beiden den TS hin und bewegen ihn dann langsam über den Ast zur
Seite. Zuerst sehr zögerlich, dann aber immer zielstrebiger laufen
die beiden „ihrem" Stick nach :D. Dann bauen wir eine (gemeine :D) Hürde
ein. Unsere Hand wandert zwischen den TS und den jeweiligen Vogel :D Linus
traut sich als erster in den TS (der jetzt über der Hand ist) zu beissen
und bekommt natürlich seinen Jackpot. Sally ist wesentlich zurückhaltender
und beisst nur in den TS, wenn er nicht zu nah an der Hand ist.
10. Tag:
Linus wagt es heute zum ersten Mal gaaaaanz vorsichtig sein Füsschen
auf die Hand zu setzen. Dann aber schnell wieder runter, als hätte
er sich verbrannt :D Über den Tag hinweg lernt er jedoch sein Füsschen
auf die Hand zu stellen. Manchmal verlagert er auch schon – natürlich
ganz aus Versehen :D- das Gewicht auf dieses Füsschen. Sally hingegen
kann ihre Hemmschwelle -sich über die Hand zu lehnen um an den Stick
zu kommen- nicht überwinden. Mit ihr übe ich daher exzessiv dem
TS nachzulaufen. Hin und wieder baue ich – natürlich auch ganz zufällig
:D- meine Hand ein :D. Nun traut sie sich – wenn auch sehr selten- sich
über diese hinweg zu beugen…
11. Tag:
Linus geht nun schon mit beiden Füsschen auf die Hand (und schnell
wieder runter :)). Mittlerweile ist er schon wesentlich selbstbewusster,
was unsere Hände angeht.
Auch Sally macht kleine Fortschritte. Mittlerweile beugt sie sich auch
schon etwas weiter über die Hand. Mit den Füsschen berühren
möchte sie sie aber nicht. Naja, so üben wir eben, wie weit man
sich nach vorne beugen kann, ohne abzustürzen.
12. Tag:
Linus geht jetzt schon sehr sicher auf die Hand und läuft auch
schon einige Schritte (dem TS nach) den Arm entlang. Sally traut sich leider
auch heute nicht, die Hand mit ihren Füsschen zu berühren. Manchmal
berührt sie sie ganz zufällig, dann erschreckt sie sich allerdings
und nimmt schnell „Reiss aus".
3. Woche:
Linus fliegt jetzt auf Zuruf zum TS. Nachdem Sally einige Male zugesehen
hat, kommt sie plötzlich auch auf Zuruf auf meinen Arm geflogen.
Seitdem die beiden gelernt haben, dass sie keine Angst zu haben brauchen,
auf mir zu landen, bin ich ein „beliebter Landeplatz". Mittlerweile kann
ich in kein Zimmer gehen, ohne dass die beiden dabei sein möchten….Sie
nehmen teil an meinem Leben und ich an ihrem…
Ich bin vom Clickertraining wirklich begeistert und ich hoffe, dass
ich mit meiner Begeisterung viele Leute anstecken kann. Vielleicht kommen
wir so von der „Unsitte" Handaufzuchten nur wegen der Zahmheit durchzuführen
endlich wieder weg.
Clickertraining verbindet Mensch und Tier auf
eine Art und Weise, wie es keine Handaufzucht je erreichen wird. Das Vertrauen,
was mir meine beiden Vögel heute entgegenbringen habe ich nicht erzwungen,
sondern sie haben es mir geschenkt und das ist das größte Geschenk,
was ein Tier einem Menschen machen kann!
Weiterführende Links:
Literaturtipps (für weitere Informationen klicken Sie bitte auf das Buchcover):
Ann Castro: Die Vogelschule: Clickertraining (Band 1)

Ann Castro: Die Vogelschule: Mehr Clickertraining (Band 2)

Bezugsquellen, z.B.:
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