Rezepte - selbstgebackene Kräcker für Sittiche

 
Bei den meisten Kräckern im Handel sind viele überflüssige Zusatzmittel enthalten wie z.B. zuviel Zucker, Farbstoffe, Bäckereinebenerzeugnisse usw. Es gibt nur wenige Kräcker ohne Zuckerzusätze, die mit Honig gesüßt sind ("Grainola Bars").

Immer mehr Halter suchen deshalb nach Rezepten, mit denen sie ihre Kräcker selbst backen können.
Der Vorteil der selbst gebackenen Kräcker ist, dass man sich die Zusammensetzung (Körner, Mehl, Bio-Waren, Zutaten aus dem eigenen Garten usw.) selbst aussuchen kann. 
Trotzdem sollten Sie Kräcker nur gelegentlich anbieten, da sie sehr kalorienreich sind und außerdem meist anderem Futter bevorzugt werden, was im Extremfall zu einer Mangelernährung führen kann. Nicht selten sehe ich Käfige, in denen ständig Kräcker hängen.
 

Bitte achten Sie darauf, dass Sie Kräcker bei folgenden Erkrankungen nicht anbieten:


 

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Rezept 1

Zutaten:

  • 250g Grundfutter (gemischte Körner) 
  • 4TL Rosinen (ungeschwefelt) 
  • 3TL Haferflocken oder gemahlene Haselnüsse 
  • 60g Vollkornmehl 
  • 1 Ei 
  • 2-3 EL Honig 


Backofen auf 150°C vorheizen 

Alle Zutaten zur einer zähen Masse verrühren. Backpapier uaf dem Blech ausrollen. Den Teig fingerdick aufs Backblech streichen und fest andrücken. 
Die Menge denkt etwa 1/4 des Backbleches ab. Im vorgewärmten Ofen ca. 40 min backen.
Das Gebäck lauwarm mit einem Messer in die gewünschte Kräckergröße zerteilen und vom Blech lösen.

Variation: 
Man kann statt Backpapier, den Teig auch auf Oblaten streichen und oben mit einer 2.ten Oblate abdecken, diese sollte Wasser besprüht werden, damit Teig und Oblate sich verbinden

Man kann auch klein geschnittenes Obst (z.B. Apfel) und / oder Gemüse (z.B. Karotten) hinzufügen.

© Anja



 
 
Rezept 2
 

Zutaten:

  • 100 g Mehl (am besten Vollkornmehl oder gemischt mit Schrot) 
  • 1 Ei 
  • 2 Esslöffel Honig 


Alles gut vermischen, der Teil sollte am Löffel kleben. 

Körnermischung nach Wahl, soviel wie möglich, dass nur eine dünne Schicht Teig bleibt, die alles gut zusammenhält. 
Zum aufhängen kann man Holzstäbe, Ketten oder Draht einarbeiten. Die Masse in z.B. leere Klopapierrollen, Haushaltspapierrollen oder Eierkartons füllen. Der Karton lässt sich nach dem backen gut entfernen. Es können auch kleine fussgerechte Kugeln geformt werden, evtl. etwas Schrot oder kleine Körner in die Hände nehmen und panieren.

Alles auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ca. 20 Minuten bei 180-200 Grad backen. Wird nach dem Abkühlen hart, lässt sich gut aufbewahren 

© Inge Hartmann



 
 
Rezept 3
 

Zutaten:

  • Vierkanthölzer (10x10 oder 12x12 mm, Baumarkt)
  • etwas Draht
  • Eier
  • Wellensittichfutter oder Großsittichfutter
  • Aluminiumfolie
Schritt 1: Das Hölzchen
Zunächst einmal braucht man das Hölzchen, das in dem Kolben drin ist. Wer will, kann alte, abgeknabberte Hölzchen in die Spülmaschine stecken und dann einfach wieder verwenden. Allerdings kann man für 1-2 Euro im Baumarkt Vierkanthölzer mit 10x10 oder 12x12 mm kaufen, die dann ca. 2 m lang sind. Diese sägt man einfach auf die richtige Länge zurecht und bohrt an einem Ende ein kleines Loch (2.5 mm) hinein, um später den Befestigungsdraht hindurchziehen zu können. 

Schritt 2: Das Drumherum
Nun kommt das, was den Knabberkolben vom gewöhnlichen Holzspielzeug unterscheidet: Der leckere Belag !
Hierfür benötigen wir Eischnee (geschlagenes Eiweiß), für 2 Kolben von je ca. 20 cm Länge das Einweiß von 3 Eiern. 

Jetzt kommen die Körner dazu. Für kleine Vögel wie z.B. Wellensittiche und Spatzen benutzen wir je zur Hälfte Wellensittichfutter und Eifutter, das wir in einer kleinen Schüssel vermischt haben. 

Das Futtergemisch wird nun mit dem Eischnee vermengt, so daß eine wirklich klebrige Masse entsteht. Es ist wichtig, daß genug Eischnee drin ist, damit der Kolben später gut hält. 

Schritt 3: Der Zusammenbau
Jetzt breiten wir ein großes Stück Alufolie aus und formen darauf mit der Körner/Eischnee-Masse eine Wurst, die in etwa halb so dick ist wie der spätere Kolben mal werden soll.
Dann betten wir das Hölzchen ein (Seite mit dem Befestigungsloch nach außen) und modellieren den Kolben fertig. 
So, jetzt müssen wir nur noch die Alufolie drumrumwickeln und festdrücken, so daß sich die charakteristische runde Kolbenform ergibt. Ein paarmal hin-und herrollen auf dem Tisch hilft, die gewünschte Rundung zu erhalten. 

Schritt 4: Das Backen
Wenn alle Kolben fertig in Alufolie eingwickelt sind, können wir sie auf ein Backblech auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen. 150...170 Grad sollten genügen, und die Kolben müssen etwa 2 Stunden im Ofen verbleiben. Ab und zu etwas drehen, damit sie nicht auf einer Seite anbrennen und schwarz werden. 
 

Alternativer Schritt 2 und 3 für große Vögel
Größere Vögel mögen meist kein Wellifutter. Kein Problem, denn wir können ja problemlos mischen, was wir für gut befinden. Beispielsweise Müsli mit getrockneten Obststücken und große, frische Sonnenblumenkerne: 

Tip: Wenn man die Kolben nach dem Backen in der Alufolie läßt, sind sie gegen Schädlinge gut geschützt. Man kann sie ja dann erst unmittelbar vor dem Verzehr auspacken.

Guten Appetit wünschen wir allen großen und kleinen Vögeln !

© Michael Buchstaller


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Copyright © die genannten Autoren der Rezepte Anja, Inge und Michael
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