| 1. Was ist Kochfutter?
Unter Kochfutter versteht man im allgemeinen gekochte Saaten, je nach
Sittich- oder Papageienart größere oder kleinere Saaten.
Gemüse, Beeren und Kräuter
können mitgekocht werden. Es empfiehlt sich diese Zutaten erst etwas
später in den Topf zu geben, damit sie nicht verkocht werden.
2. Weshalb sollte Kochfutter hin und wieder gegeben werden? Kochfutter ist ein sehr gutes Mittel besonders bei einigen Erkrankungen.
Es ist recht energiereich und leichter verdaulich und man kann damit sowohl
gut aufpäppeln als auch bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts unterstützen.
Es eignet sich z.B. bei Kropfentzündungen
auch gut als Weichfutter. Kochfutter wird von Tierärzten übrigens
auch bei Leberschäden empfohlen, weil es diese nicht so belastet.
3. Wo kann man Kochfutter erhalten? 1. Es gibt gebrauchsfertiges Kochfutter im Handel oder diversen Online-Shops. 2. Viele Halter verwenden auch gerne Keimfuttermischungen. Es gibt es feines Keimfutter für Wellensittiche und andere kleine Sittiche und grobes Keimfutter für Großsittiche (z.B. Nymphensittiche, Rosellas oder Ziegensittiche) und Papageien. 3. Last but not least kann man sein Kochfutter auch selbst zusammenstellen
oder eine Grundmischung (z.B. Keimfutter) nehmen und entsprechende Zutaten
hinzufügen.
4. Was eignet sich für die Herstellung
von Kochfutter?
5. Zubereitung Die ausgewählten Zutaten werden 10-20 Minuten lang auf kleiner Flamme geköchelt, je nach Art. Reis oder Hülsenfrüchte brauchen z.B. länger als Hirse. Viele Halter lassen die Körner vor dem Kochen auch einige Stunden lang in Wasser einweichen. Kochzeit:
6. Was muss beachtet werden? Kochfutter kann nach einigen Stunden schlecht werden, so dass es nur kurz angeboten werden sollte (ca. 2-3 Stunden). Salz hat im Kochfutter nichts zu suchen. Nüsse sollten nur in Maßen gegeben werden und nur bei gesunden Sittichen. Paranüsse sind aufgrund ihres Fettanteils nicht gut geeignet für Sittiche, eher für einige Papageienarten. Gegen einen Tropfen Öl (empfehlenswert: Olivenöl) ist nichts zu sagen, wenn hochwertiges kaltgepresstes(Bio-)Öl verwendet wird (Informationen von Stiftung Warentest, Achtung, neues Fenster wird geöffnet). Es enthält wertvolle Inhaltsstoffe und hilft u.a. bei der Verwertung der fettlöslichen Vitamine. Wenn Öl überhaupt verwendet wird, sollte es natürlich sehr sparsam verwendet werden! Kochfutter gilt allgemein als sehr eiweißreich, dementsprechend stellen sich viele Halter die Frage, ob man Kochfutter überhaupt (regelmäßig) anbieten sollte. Meiner Meinung nach ist Kochfutter eine sinnvolle und abwechslungsreiche leckere Abwechslung auf dem Speiseplan. Es gibt genügend Alternativen, so dass es kein MUSS ist. Man kann den Eiweißgehalt durch entsprechende Maßnahmen (z.B. Erhöhen des Anteils an Gemüse, wenig oder gar keine Hülsenfrüchte). insgesamt auch senken. Viele Sittiche tun sich schwer mit dem Probieren neuer Futtermittel. Wenn Sie solche Vögel besitzen sollten Sie das Kochfutter anfangs dem normalen Körnerfutter und Keimfutter ähneln lassen und auf das Verfeinern durch Gemüse usw. erstmal (weitgehend) verzichten. Bieten Sie vielleicht erstmal nur eine gekochte Hirsemischung an und beobachten Sie, wie Ihre Vögel diese annehmen. Das hat auch für Sie den Vorteil, dass Sie sich nicht allzu viel Arbeit machen, die nachher umsonst ist. Sie müssen eventuell auch ausprobieren, welche Ihrer Kreationen
Ihren Sittichen am besten schmeckt, eventuell gibt es Rezepte, die
weniger gut angenommen werden. Wenn Sie wissen, welches Obst und Gemüse
Ihre Sittiche roh gerne fressen und welche sie meiden, können Sie
sich an den bekannten Vorlieben orientieren.
7. Kann man Kochfutter einfrieren? Besonders wenn die Vögel anfangs wenig Notiz von dem Kochfutter
nehmen ist es natürlich wenig motivierend täglich neues Futter
zu kochen. Kochfutter ist auch mal 1-2 Tage im Kühlschrank haltbar
oder kann in kleinen Portionen für eine etwas längere Zeit eingefroren
werden.
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